Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_68/2013 KI-generiert

Definitive debt-collection ruling (Rechtsöffnung) — constitutional complaint dismissed for lack of standing as non-addressee of challenged decision.

Geschäftsnummer 5D_68/2013
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (II. Civil Law Division) dismissed the appellant's subsidiary constitutional complaint and rejected its request for legal aid, ordering it to pay court costs of CHF 200, thereby upholding the lower court's decision. The case involved a challenge by an estate to a cantonal court decision that had declined to hear an appeal against a first-instance ruling granting definitive debt collection (Rechtsöffnung) due to the appellant's failure to pay the required cost advance. The Supreme Court held the complaint inadmissible because the appellant was not the addressee of the challenged cantonal decision and therefore lacked a legally protected interest under Article 115 lit. b BGG, and additionally failed to provide the clear and detailed demonstration of constitutional rights violations required by Articles 116 and 117/106(2) BGG; the Court also noted the proceedings were abusive under Article 42(7) BGG and warned that further submissions of this kind would be filed without response.

Legislator-Regeste

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Art. 101 Abs. 3 ZPO, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 115 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 7 BGG, Art. 117 i.V.m; Definitive debt-collection ruling (Rechtsöffnung) — constitutional complaint dismissed for lack of standing as non-addressee of challenged decision: Civil Law Division) dismissed the appellant's subsidiary constitutional complaint and rejected its request for legal aid, ordering it to pay court costs of CHF 200, thereby upholding the lower court's decision. The case involved a challenge by an estate to a cantonal court decision that had declined to hear an appeal against a first-instance ruling granting definitive debt collection (Rechtsöffnung) due to the appellant's failure to pay the required cost advance. The Supreme Court held the complaint inadmissible because the appellant was not the addressee of the challenged cantonal decision and therefore lacked a legally protected interest under Article 115 lit. b BGG, and additionally failed to provide the clear and detailed demonstration of constitutional rights violations required by Articles 116 and 117/106(2) BGG; the Court also noted the proceedings were abusive under Article 42(7) BGG and warned that further submissions of this kind would be filed without response.

Schlagwörter

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Beschwerdelegitimation Zulassung der Zwangsvollstreckung Legitimation der Gemeinde Kompetenzstück Kostenvorschuss Vollzug von Freiheitsstrafen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a bis c BGG

Basis for the decision not to enter into the constitutional complaint due to inadmissibility, insufficient reasoning, and abusive process.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Legal basis for rejecting the request for legal aid due to lack of merit of the complaint.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Legal basis for imposing court costs on the losing party.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5D_68/2013

Urteil vom 25. März 2013

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

Erbschaft des X.________ ("Erbengemeinschaft X.________"),

Beschwerdeführerin,

gegen

Einwohnergemeinde Y.________,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 7. Februar 2013 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft (Abteilung Zivilrecht).

Nach Einsicht

in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 7. Februar 2013 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft (410 13 5), das androhungsgemäss auf eine Beschwerde von A.________ gegen einen erstinstanzlichen Rechtsöffnungsentscheid mangels Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 225.-- innerhalb der Nachfrist nicht eingetreten ist ( Art. 101 Abs. 3 ZPO ),

in die Gesuche der Beschwerdeführerin um aufschiebende Wirkung und unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,

dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Kantonsgerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,

dass zur Verfassungsbeschwerde nur berechtigt ist, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen kantonalen Entscheids hat ( Art. 115 lit. b BGG ),

dass der Entscheid des Kantonsgerichts vom 7. Februar 2013 nicht gegenüber der Beschwerdeführerin, sondern gegenüber A.________ ergangen ist,

dass somit die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid nicht beschwert ist und daher kein Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG an dessen Aufhebung hat,

dass die Verfassungsbeschwerde im Übrigen auch deshalb unzulässig wäre, weil die Beschwerdeführerin (entgegen den Begründungsanforderungen von Art. 116 und 117/106 Abs. 2 BGG) nicht klar und detailliert anhand der entscheidenden Erwägungen des Kantonsgerichts aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Kantonsgerichts vom 7. Februar 2013 verletzt sein sollen,

dass die Beschwerdeführerin ausserdem missbräuchlich prozessiert ( Art. 42 Abs. 7 BGG ),

dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende und überdies missbräuchliche - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. a bis c BGG nicht einzutreten ist,

dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Beschwerdeentscheid gegenstandslos wird,

dass der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde nicht gewährt werden kann ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),

dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. März 2013

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann