Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_65/2007 KI-generiert

Definitive Rechtsöffnung for tax debt; subsidiary constitutional complaint barred for failure to raise alleged lack of local tax jurisdiction in assessment proceedings.

Geschäftsnummer 5D_65/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Supreme Court (Tribunal federal) dismissed the complainant’s subsidiary constitutional complaint and did not enter into the merits, affirming the lower court’s decision. As a result, the cantonal Obergericht’s ruling granting the respondents definitive debt enforcement (definitive Rechtsöffnung) for CHF 14,662.35 in 2005 state and municipal taxes remains in force, and the complainant must pay a court fee of CHF 1,000. The case arose from a challenge to the enforcement court’s approval of the tax claim, where the complainant disputed the local tax authority’s jurisdiction, arguing improper venue for the 2005 tax assessment. The Supreme Court held that, because the matter was below the monetary threshold for an ordinary appeal and no statutory exception applied, only a subsidiary constitutional complaint was available; such a complaint must specifically and clearly allege a violation of constitutional rights. The complainant failed to invoke any constitutional right and, crucially, did not address the Obergericht’s independently sufficient alternative holding that the jurisdictional objection should have been raised during the tax assessment proceedings, not in the enforcement phase, since local incompetence does not generally nullify the enforcement title.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG, Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; Definitive Rechtsöffnung for tax debt; subsidiary constitutional complaint barred for failure to raise alleged lack of local tax jurisdiction in assessment proceedings: As a result, the cantonal Obergericht’s ruling granting the respondents definitive debt enforcement (definitive Rechtsöffnung) for CHF 14,662.35 in 2005 state and municipal taxes remains in force, and the complainant must pay a court fee of CHF 1,000. The case arose from a challenge to the enforcement court’s approval of the tax claim, where the complainant disputed the local tax authority’s jurisdiction, arguing improper venue for the 2005 tax assessment. The Supreme Court held that, because the matter was below the monetary threshold for an ordinary appeal and no statutory exception applied, only a subsidiary constitutional complaint was available; such a complaint must specifically and clearly allege a violation of constitutional rights. The complainant failed to invoke any constitutional right and, crucially, did not address the Obergericht’s independently sufficient alternative holding that the jurisdictional objection should have been raised during the tax assessment proceedings, not in the enforcement phase, since local incompetence does not generally nullify the enforcement title.

Schlagwörter

KI-generiert
Steuervollstreckung Rechtsvorschlag ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Verfassungsgerichtsbarkeit Begründungspflicht Steuerschuld

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Basis for not entering into the constitutional complaint due to insufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Imposed the court fee on the losing complainant.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5D_65/2007 /blb

Urteil vom 2. August 2007

Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Raselli, Präsident,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staat Luzern, Einwohnergemeinde Y.________ und ev.-ref. Kirchgemeinde Z.________,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Steueramt Y.________.

Gegenstand

Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 2. Mai 2007 des Obergerichts des Kantons Luzern, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als Rekursinstanz.

Der Präsident hat nach Einsicht

in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 2. Mai 2007 des Obergerichts des Kantons Luzern, das einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für Fr. 14'662.35 (Staats- und Gemeindesteuern 2005) an die Beschwerdegegner abgewiesen und den Rechtsöffnungsentscheid bestätigt hat,

in Erwägung,

dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,

dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Anforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG : Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass sodann im Falle eines auf mehreren selbstständigen Begründungen beruhenden kantonalen Entscheids anhand jeder Begründung nach den gesetzlichen Anforderungen eine Verfassungsverletzung dargelegt werden muss ( BGE 105 Ib 221 E. 2c S. 224),

dass das Obergericht im angefochtenen Entscheid vom 2. Mai 2007 erwog, in Übereinstimmung mit der ersten Instanz sei auf Grund der Akten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am (für die Veranlagungszuständigkeit massgeblichen) Ende der Steuerperiode 2005 seinen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Gemeinde Y.________ gehabt habe und daher zu Recht von dieser Gemeinde für die Steuern 2005 veranlagt worden sei, deren rechtskräftige Steuerveranlagung/ -rechnung für das Jahr 2005 sowie Bussenverfügung stellten gültige definitive Rechtsöffnungstitel dar,

dass das Obergericht im Sinne einer Eventualerwägung zusätzlich erwog, der Beschwerdeführer hätte den Einwand der örtlichen Unzuständigkeit der Steuerbehörden Y.________ nicht erst im Rechtsöffnungsverfahren erheben dürfen, sondern schon im Steuerveranlagungsverfahren vorbringen müssen, würde doch die örtliche Unzuständigkeit der Veranlagungsbehörde grundsätzlich nicht zur Nichtigkeit des Rechtsöffnungstitels führen,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht kein verfassungsmässiges Recht anruft,

dass er auf die - den angefochtenen Entscheid selbstständig tragende - Eventualerwägung des Obergerichts über die unterbliebene Bestreitung der Zuständigkeit bereits im Steuerveranlagungsverfahren nicht eingeht,

dass er erst recht nicht anhand dieser Eventualerwägung nach den gesetzlichen Anforderungen aufzeigt, inwiefern diese verfassungswidrig sein soll,

dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist, ohne dass die (den gesetzlichen Begründungsanforderungen ebenso wenig genügenden) Beschwerdevorbringen gegen die obergerichtliche Hauptbegründung zu prüfen sind,

dass der unterliegende Beschwerdeführer gebührenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ) und keine Parteientschädigung zugesprochen erhält,

dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkannt:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als Rekursinstanz, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. August 2007

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: