Federal Supreme Court Refuses Appeal on Inadmissible Cost Advance Order in Debt Collection Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA complainant challenged a decision by the District Court of Kulm that granted a definitive legal opening for a debt collection against them in favor of the Swiss Confederation and the Canton of Aargau. This involved a payment of 683 Swiss francs plus interest and additional costs of 78.20 Swiss francs. As part of the subsequent legal proceedings, the Obergericht (Higher Court) of the Canton of Aargau required the complainant to pay a cost advance of 225 Swiss francs. The complainant filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on April 4, 2022, contesting the requirement to pay the cost advance. The case was treated as a subsidiary constitutional complaint due to the dispute involving an amount under 30,000 Swiss francs and lacking fundamental legal importance.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Refuses Appeal on Inadmissible Cost Advance Order in Debt Collection Case: This involved a payment of 683 Swiss francs plus interest and additional costs of 78.20 Swiss francs. As part of the subsequent legal proceedings, the Obergericht (Higher Court) of the Canton of Aargau required the complainant to pay a cost advance of 225 Swiss francs. The complainant filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on April 4, 2022, contesting the requirement to pay the cost advance. The case was treated as a subsidiary constitutional complaint due to the dispute involving an amount under 30,000 Swiss francs and lacking fundamental legal importance.
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KI-generiertUsed in conjunction with Art. 117 BGG to decide not to enter the case in the simplified procedure due to obvious inadmissibility/lack of proper reasoning.
Indicates that the appeal must be treated as a subsidiary constitutional appeal based on the value in dispute.
Used to apply the simplified procedure for the decision not to enter the case.
Basis for ordering the appellant to bear the court costs following dismissal of the appeal.
Cited to qualify the interlocutory decision regarding the security for costs, which limits the conditions for appeal.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_54/2022
Urteil vom 7. April 2022
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
1. Schweizerische Eidgenossenschaft,
2. Kanton Aargau,
beide vertreten durch das Steueramt des Kantons Aargau, Sektion Bezug, Direkte Bundessteuer,
Telli-Hochhaus, 5004 Aarau,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Kostenvorschuss (definitive Rechtsöffnung),
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, vom 22. März 2022 (ZSU.2022.71).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 3. März 2022 erteilte das Bezirksgericht Kulm den Beschwerdegegnern gegenüber dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. xxx des Regionalen Betreibungsamtes Reinach die definitive Rechtsöffnung für Fr. 683.-- nebst Zins sowie für Fr. 78.20 (Verfahren SR.2022.22).
In einem offenbar gegen diesen Entscheid gerichteten Beschwerdeverfahren setzte das Obergericht des Kantons Aargau dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. März 2022 eine Frist an zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 225.--.
Dagegen hat der Beschwerdeführer am 4. April 2022 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.
2. Aufgrund des unter Fr. 30'000.-- liegenden Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde zu behandeln ( Art. 113 ff. BGG ).
Bei der Anordnung einer Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses handelt es sich um einen Zwischenentscheid nach Art. 117 i.V.m. Art. 93 BGG , der vor Bundesgericht nur eingeschränkt angefochten werden kann. Vorliegend ist erforderlich, dass er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ), was vom Beschwerdeführer darzulegen ist ( BGE 144 III 475 E. 1.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass ihm ein solcher Nachteil drohen könnte (vgl. zum in Betracht fallenden Nachteil BGE 142 III 798 E. 2). Soweit der Beschwerdeführer auf andere Eingaben verweist, ist darauf nicht einzugehen ( BGE 143 II 283 E. 1.2.3; 138 III 252 E. 3.2; 133 II 396 E. 3.1). Die Beschwerde erschöpft sich in einem Rundumschlag gegen Gerichte und Behörden. Ein allfälliges Ablehnungsgesuch gegen einzelne Mitglieder des Obergerichts ist an das Obergericht zu richten.
Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig bzw. sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Zudem ist sie querulatorisch und rechtsmissbräuchlich. Darauf ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG ).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, mitgeteilt.
Lausanne, 7. April 2022
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg