Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_47/2020 KI-generiert

Unit Owner Appeal Against Provisional Lien Registration Dismissed as Untimely

Geschäftsnummer 5D_47/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A property owner, who is part of a condominium community, was involved in multiple legal disputes with the community, one of which concerned the provisional registration of a lien on his property by the condominium association for an amount of approximately 11,193 Swiss francs plus interest. The Cantonal Court of Nidwalden ordered that the provisional lien remain registered until the association could proceed with a definitive registration. The property owner, disputing the validity of the lien and the lawyer's authorization by the condominium community, appealed this decision, but the Cantonal Court of Appeals did not admit the appeal. Subsequently, the owner filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, seeking free legal aid, but the tribunal found the appeal to be filed late and therefore did not proceed with it.

Legislator-Regeste

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Art. 712i ZGB, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Unit Owner Appeal Against Provisional Lien Registration Dismissed as Untimely: The Cantonal Court of Nidwalden ordered that the provisional lien remain registered until the association could proceed with a definitive registration. The property owner, disputing the validity of the lien and the lawyer's authorization by the condominium community, appealed this decision, but the Cantonal Court of Appeals did not admit the appeal. Subsequently, the owner filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, seeking free legal aid, but the tribunal found the appeal to be filed late and therefore did not proceed with it.

Schlagwörter

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Vorläufige Eintragung eines Pfandrechtes für Stockwerkeigentümerbeiträge Stockwerkeinheit Einreichungsdatum Forderungsanmeldung Grundpfand Beitragsforderung Ablauf des Mietvertrags

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was not admitted to consideration in the simplified procedure due to its tardiness.

Art. 64 Abs. 1 BGG

The request for free legal aid was rejected because the appeal could not succeed from the outset due to its tardiness.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court fees were imposed on the appellant due to the inadmissibility of the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_47/2020

Urteil vom 10. März 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

1. Stockwerkeigentümergemeinschaft B.________-Strasse xxx, bestehend aus:

2. C.C.________,

3. D.C.________,

4. E.E.________,

5. F.E.________,

6. G.G.________,

7. H.G.________,

8. I.I.________,

9. J.I.________,

10. K.K.________,

11. L.K.________,

12. M.M.________,

13. N.M.________,

14. O.________,

15. Einfache Gesellschaft P.________,

bestehend aus:

16. Q.P.________,

17. R.P.________,

18. S.P.________,

19. T.P.________,

20. U.P.________,

alle vertreten durch Rechtsanwalt Manuel Bucher,

Beschwerdegegner,

Kantonsgericht des Kantons Nidwalden.

Gegenstand

Vorläufige Eintragung eines Pfandrechtes für Stockwerkeigentümerbeiträge,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Nidwalden, Zivilabteilung, vom 21. Januar 2020 (ZA 19 23).

Sachverhalt:

A.________ ist Stockwerkeigentümer der Liegenschaft an der B.________-Strasse xxx in V.________ und führt mit der Stockwerkeigentümergemeinschaft verschiedene Prozesse; in diesbezüglichen und anderen Verfahren gelangte er schon oft bis vor Bundesgericht.

Mit Urteil vom 30. August 2019 wies das Kantonsgericht Nidwalden das Grundbuchamt Nidwalden an, das zugunsten der Stockwerkeigentümergemeinschaft vorläufig eingetragene Pfandrecht im Sinn von Art. 712i ZGB auf dem Grundstück W.________ (103/1000 Miteigentum an Nr. yyy) für die Pfandsumme von Fr. 11'193.40 nebst Zins als vorläufige Eintragung eingetragen zu lassen; sodann setzte es der Stockwerkeigentümergemeinschaft Frist zur Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts.

Auf die hiergegen - im Zusammenhang mit der (vom Beschwerdeführer als nichtig erachteten) Bevollmächtigung des Rechtsanwaltes durch durch die Stockwerkeigentümergemeinschaft und ferner mit dem Zins und den Prozesskosten - erhobene Berufung des Schuldners trat das Obergericht des Kantons Nidwalden mit Urteil vom 21. Januar 2020 nicht ein.

Hiergegen hat der Schuldner am 5. März 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Ferner verlangt er die unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, er habe den angefochtenen Entscheid am 4. Februar 2020 in Empfang genommen. Dem Zustellnachweis - aus welchem die Sendungsnummer, die Zustellungsart, der Zustellungszeitpunkt und die Unterschrift des Schuldners ersichtlich ist - lässt sich aber entnehmen, dass er den angefochtenen Entscheid (Sendungsnummer zzz) am 3. Februar 2020 um 10:15:50 Uhr am Postschalter in V.________ persönlich in Empfang genommen hat. Zwar wäre die Abholung aufgrund der am 28. Januar 2020 um 10:43 Uhr erfolgten Avisierung bis am 4. März 2020 möglich gewesen; massgeblich ist aber nicht, bis wann die Abholung spätestens hätte erfolgen können, sondern wann die Sendung tatsächlich im Empfang genommen wurde. Dies war wie gesagt am 3. Februar 2020.

2. Die 30-tägige Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG begann mithin am 4. Februar 2020 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und endete - weil der Februar im Jahr 2020 nicht 28, sondern 29 Tage zählt - am 4. März 2020. Die erst am 5. März 2020 der Post übergebene Beschwerde ist somit verspätet.

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten. Zufolge Verspätung konnte ihr von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht des Kantons Nidwalden, Zivilabteilung, und dem Obergericht des Kantons Nidwalden, Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. März 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli