Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_42/2025 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal Regarding Deferral of Court Costs from KESB Procedure

Geschäftsnummer 5D_42/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Federal Supreme Court Dismisses Appeal Regarding Deferral of Court Costs from KESB Procedure The Federal Supreme Court dismissed a petition seeking the remission or deferral of court costs ($\text{CHF }1'334.45$) related to a prior marital protection/child and adult protection authority (KESB) procedure, which was initially denied by the Cantonal High Court due to the petitioner's insufficient demonstration of indigence or failure to exhaust reasonable self-support capacity. Since the matter involved a civil suit with a dispute value below the $\text{CHF }30'000$ threshold required for a civil appeal, the case was treated under the subsidiary constitutional appeal, which only permits the review of constitutional rights violations under the strict principle of specific invocation. The Supreme Court found the appeal to be manifestly insufficiently reasoned because, despite abstractly invoking the prohibition of arbitrariness (Art. 9 BV), the submissions were entirely accusatory and failed to clearly and specifically demonstrate any violation of constitutional rights, leading to the rejection of the appeal and the denial of the request for legal aid due to a lack of prospects of success.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 54 Abs. 1 BGG, Art. 75 Abs. 1 BGG, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 113 BGG, Art. 116 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Regarding Deferral of Court Costs from KESB Procedure: Since the matter involved a civil suit with a dispute value below the $\text{CHF }30'000$ threshold required for a civil appeal, the case was treated under the subsidiary constitutional appeal, which only permits the review of constitutional rights violations under the strict principle of specific invocation. The Supreme Court found the appeal to be manifestly insufficiently reasoned because, despite abstractly invoking the prohibition of arbitrariness (Art. 9 BV), the submissions were entirely accusatory and failed to clearly and specifically demonstrate any violation of constitutional rights, leading to the rejection of the appeal and the denial of the request for legal aid due to a lack of prospects of success.

Schlagwörter

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Erlass bzw. Stundung von Gerichtskosten Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Petitionsrecht Kostenerlass Streitgegenstand Verfahren zur Kontrolle von Beihilfen Kindesunterhalt

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to decide on the appeal in the simplified procedure because it was obviously not sufficiently substantiated.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to reject the request for legal aid because the appeal could not succeed from the start.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_42/2025

Urteil vom 15. September 2025

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Bovey, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

*gegen*

Obergericht des Kantons Thurgau,

Promenadenstrasse 12A, 8500 Frauenfeld,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Erlass bzw. Stundung von Gerichtskosten,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 13. August 2025 (ZPR.2025.11).

Sachverhalt:

Im Zusammenhang mit einem Eheschutz- bzw. KESB-Verfahren verlangte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 19. Juli 2025 beim Obergericht des Kantons Thurgau den Erlass der Verfahrenskosten betreffend den Rechtsmittelentscheid vom 3. April 2025. Darauf forderte das Obergericht sie zur Einreichung weiterer Unterlagen zu ihrer finanziellen Situation auf. Mit Entscheid vom 13. August 2025 wies es das Gesuch um Kostenerlass ab mit dem Hinweis auf die fehlende Bedürftigkeit bzw. die fehlende Ausschöpfung der zumutbaren Eigenversorgungskapazität. Mit Beschwerde vom 10. September 2025 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht mit dem Anliegen, die Verfahrenskosten zu sistieren oder zu erlassen. Ferner verlangt sie sinngemäss die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Die Beschwerdeführerin reicht ihre Eingabe in italienischer Sprache ein, was zulässig ist (Art. 42 Abs. 1 BGG); das vorliegende Urteil ergeht indes in der Sprache des angefochtenen Entscheides und somit auf Deutsch (Art. 54 Abs. 1 BGG).

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend Kostenerlass in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 und Art. 75 Abs. 1 BGG) mit einem Streitwert von Fr. 1'334.45. Damit ist die Beschwerde in Zivilsachen nicht gegeben, weil diese einen Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- voraussetzt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Vielmehr steht die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung (Art. 113 BGG). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 116 BGG), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG). Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen, während auf appellatorische Ausführungen nicht eingetreten werden kann (BGE 140 III 264 E. 2.3; 142 III 364 E. 2.4).

3. Die Beschwerdeführerin verweist zwar abstrakt auf das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV. Indes ergeben sich daraus noch keine Willkürrügen, denn die Ausführungen bleiben durchgängig appellatorisch und sie enthalten der Sache nach auch keine impliziten Willkürrügen.

Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).

4. Wie die vorstehenden Erwägungen ausserdem zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (Art. 64 Abs. 1 BGG) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt.

Lausanne, 15. September 2025

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Bovey

Der Gerichtsschreiber: Möckli