Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_280/2020 KI-generiert

Supreme Court Dismisses Constitutional Complaint Regarding Stay of Execution Due to Procedural Deficiencies

Geschäftsnummer 5D_280/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

In a case before the Swiss Federal Tribunal, an individual filed a complaint against the State Prosecutor of Emmental-Oberaargau following a decision by the Regional Court Emmental-Oberaargau, which had granted the definitive enforcement of a debt collection procedure against the individual for an amount of CHF 450. The individual submitted an appeal to the Cantonal Court of Bern, challenging the enforcement decision. However, the Cantonal Court did not consider the merits of the appeal submitted on September 25, 2020, due to insufficient reasoning, and declared the electronic submission on September 15, 2020, invalid due to a lack of a qualified electronic signature. Subsequently, the individual took the matter to the Swiss Federal Tribunal, arguing against the basis of the enforcement process but failing to address the legal deficiencies noted in the previous rulings. The complaint did not satisfactorily demonstrate a violation of constitutional rights, leading to the Tribunal's decision to not proceed with the case.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Supreme Court Dismisses Constitutional Complaint Regarding Stay of Execution Due to Procedural Deficiencies: The individual submitted an appeal to the Cantonal Court of Bern, challenging the enforcement decision. However, the Cantonal Court did not consider the merits of the appeal submitted on September 25, 2020, due to insufficient reasoning, and declared the electronic submission on September 15, 2020, invalid due to a lack of a qualified electronic signature. Subsequently, the individual took the matter to the Swiss Federal Tribunal, arguing against the basis of the enforcement process but failing to address the legal deficiencies noted in the previous rulings. The complaint did not satisfactorily demonstrate a violation of constitutional rights, leading to the Tribunal's decision to not proceed with the case.

Schlagwörter

KI-generiert
Definitive Rechtsöffnung verfassungsmässige Anforderung Verletzung von Verfahrensrechten Streitgegenstand Strafaufschub Strafanzeige Anhörung oder Verhör

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used for the decision not to enter upon the appeal in the simplified procedure due to insufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_280/2020

Urteil vom 10. November 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Bern, Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau,

Dunantstrasse 11, 3400 Burgdorf,

vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Inkassostelle, Region Emmental-Oberaargau, Dunantstrasse 5, 3400 Burgdorf,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Definitive Rechtsöffnung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 30. September 2020 (ZK 20 416).

Erwägungen:

1. Mit Entscheid vom 14. September 2020 erteilte das Regionalgericht Emmental-Oberaargau dem Beschwerdegegner gegenüber dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Emmental-Oberaargau, Dienststelle Oberaargau, die definitive Rechtsöffnung für Fr. 450.--.

Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 15. September 2020 elektronisch und am 25. September 2020 per Post Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern. Mit Entscheid vom 30. September 2020 trat das Obergericht auf die Beschwerde vom 25. September 2020 mangels genügender Begründung nicht ein. Die Beschwerde vom 15. September 2020 erachtete es mangels qualifizierter elektronischer Signatur als formungültig und unbeachtlich.

Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 1. November 2020 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.

2. Aufgrund des unter Fr. 30'000.-- liegenden Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 113 ff. BGG ). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

3. Der Beschwerdeführer setzt sich vor Bundesgericht nicht damit auseinander, dass er seine kantonale Beschwerde ungenügend begründet hat und seine elektronische Eingabe formungültig war. Er legt nicht dar, inwiefern das Obergericht gegen verfassungsmässige Rechte verstossen haben soll. Stattdessen bestreitet er - soweit nachvollziehbar - den der Rechtsöffnung zugrunde liegenden Strafbefehl und den entsprechenden Einspracheentscheid. Über das Verfahrensthema hinaus

geht das Anliegen des Beschwerdeführers, für den Kampf gegen die Korruption einen unabhängigen Kontrolleur einzusetzen.

Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Eine Parteientschädigung an den Beschwerdeführer fällt ausser Betracht ( Art. 68 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. November 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg