Tax Enforcement Appeal Dismissed as Pretext for Unrelated Grievances
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involved an individual contesting a decision by the district court of Visp to grant a definitive order for the payment of a municipal tax debt from 2017 amounting to CHF 2,297.25 with interest, following a municipal charge enforcement process. The individual sought free legal aid for the appeal against the decision, which the cantonal court of Wallis denied due to the appeal's lack of prospects for success, further requiring a deposit for court costs. The individual then appealed to the Swiss Federal Tribunal, arguing that their financial obligations should be reconsidered in light of an ongoing divorce and related legal matters, notwithstanding an acknowledgment of the tax obligation under existing laws. However, the federal appeal focused on challenging perceived selective application of law and alleged judicial injustice relating to parental rights in divorce proceedings, which the federal court deemed irrelevant and insufficient to demonstrate a violation of constitutional rights concerning free legal aid. As a result, the tribunal did not proceed with the appeal due to its inadequate justification and potential misuse of process to express dissatisfaction with divorce proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b i.V.m, Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG; Tax Enforcement Appeal Dismissed as Pretext for Unrelated Grievances: The individual sought free legal aid for the appeal against the decision, which the cantonal court of Wallis denied due to the appeal's lack of prospects for success, further requiring a deposit for court costs. The individual then appealed to the Swiss Federal Tribunal, arguing that their financial obligations should be reconsidered in light of an ongoing divorce and related legal matters, notwithstanding an acknowledgment of the tax obligation under existing laws. However, the federal appeal focused on challenging perceived selective application of law and alleged judicial injustice relating to parental rights in divorce proceedings, which the federal court deemed irrelevant and insufficient to demonstrate a violation of constitutional rights concerning free legal aid. As a result, the tribunal did not proceed with the appeal due to its inadequate justification and potential misuse of process to express dissatisfaction with divorce proceedings.
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KI-generiertThe appeal was not admitted under the simplified procedure due to manifest lack of proper substantiation (lit. b) and abuse of process (lit. c).
Mentioned as the potential ground on which a request for free legal aid would explicitly have been denied due to lack of prospect of success, although the appellant did not file such a request.
The appellant was ordered to bear the court costs because the appeal resulted in a negative outcome for him.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (3)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_223/2019
Urteil vom 19. Dezember 2019
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Kantonsgericht Wallis, Zivilkammer,
Beschwerdegegner,
Einwohnergemeinde U.________.
Gegenstand
unentgeltliche Rechtspflege (definitive Rechtsöffnung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Wallis, Zivilkammer, vom 5. Dezember 2019 (C2 19 79).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 28. November 2019 erteilte das Bezirksgericht Visp der Einwohnergemeinde U.________ gegenüber dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Visp gestützt auf die definitive Veranlagung der Gemeindesteuer 2017 die definitive Rechtsöffnung für Fr. 2'297.25 nebst Zins.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 30. November 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Wallis. Mit Entscheid vom 5. Dezember 2019 wies das Kantonsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab. Zudem setzte es ihm eine Frist von zehn Tagen an zur Bezahlung des Kostenvorschusses von Fr. 200.--.
Gegen diesen Entscheid (sowie zwei weitere; dazu Verfahren 5D_224/2019 und 5D_225/2019) hat der Beschwerdeführer am 14. Dezember 2019 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.
2. Aufgrund des geringen Streitwerts (Art. 74 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist gegen den angefochtenen Entscheid nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zulässig ( Art. 113 ff. BGG ). Mit der Verfassungsbeschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).
3. Das Kantonsgericht hat erwogen, der Beschwerdeführer rüge die unhaltbare Situation im Rahmen seiner Scheidung. Zulässige Einwendungen gegen den Rechtsöffnungsentscheid seien nach summarischer Prüfung nicht ersichtlich.
Vor Bundesgericht bezeichnet der Beschwerdeführer die Darstellung des Kantonsgerichts als zutreffend und er anerkennt, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren keinen Zusammenhang mit dem Scheidungsverfahren hat und er die Rechnungen nach dem geltenden Recht bezahlen muss. Er verlangt jedoch eine Gesamtsicht auf seine Verfahren und kritisiert, das Recht werde selektiv angewandt. Entweder müsse das Bundesgericht alle Fehler im Scheidungsverfahren korrigieren oder davon absehen, im vorliegenden Fall das Recht wörtlich anzuwenden. Er weigere sich, Rechnungen von schweizerischen Institutionen zu bezahlen, solange sein Recht als Vater, mit seinen Kindern normale Beziehungen zu haben, von der Justiz missachtet werde.
Bei alldem legt der Beschwerdeführer nicht dar, welche verfassungsmässigen Rechte durch die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege verletzt worden sein sollen. Insbesondere setzt er sich darüber hinweg, dass seine Ausführungen zum Scheidungsverfahren im vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren nicht relevant sind. Seine Forderung nach einer Gesamtsicht genügt den strengen Rügeanforderungen der Verfassungsbeschwerde nicht. Ohnehin dient das vorliegende Verfahren dem Beschwerdeführer bloss als Vorwand, um seinen Unmut über das Scheidungsverfahren kundzutun. Dies ist rechtsmissbräuchlich.
Die Beschwerde ist damit offensichtlich mangelhaft begründet. Zudem ist sie rechtsmissbräuchlich. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG ).
4. Am Rande verlangt der Beschwerdeführer vom Bundesgericht die Revision aller Zivil- und Strafurteile in seiner Scheidungssache. Weder bezeichnet er die zu revidierenden Entscheide noch nennt er Revisionsgründe. Auf die Eröffnung von Revisionsverfahren ist zu verzichten.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Vor Bundesgericht stellt er kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, wäre ein solches ohnehin infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen gewesen ( Art. 64 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Dezember 2019
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg