Provisional Debt Collection Order; Constitutional Complaint Inadmissible for Failure to Plead Constitutional Violations and for Challenging a Concurrent First-Instance Decision.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (II. Civil Law Division) dismissed the complainant's subsidiary constitutional complaint, ruling it inadmissible, and imposed court costs of CHF 200 on the complainant; consequently, the lower court's refusal to consider the complainant's challenge remains in force. The dispute arose from a provisional debt-collection order (provisional Rechtsöffnung), which the complainant sought to contest before the cantonal Obergericht, but that court refused to enter the matter due to the appeal being filed out of time based on deemed service under Article 138(3)(a) of the Swiss Code of Civil Procedure, which triggered a 10-day appeal period under Article 321(2) ZPO. The Supreme Court held that the complaint was inadmissible because it improperly attacked the first-instance decision, which cannot be challenged via constitutional complaint under Article 113 of the Federal Supreme Court Act (BGG), and, more critically, failed to meet the strict pleading requirements of Article 106(2) BGG in conjunction with Article 116 BGG, as the complainant did not clearly and detailedly demonstrate how the Obergericht's decision violated constitutional rights, precluding any entry into the merits.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 113 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG; Provisional Debt Collection Order; Constitutional Complaint Inadmissible for Failure to Plead Constitutional Violations and for Challenging a Concurrent First-Instance Decision: Civil Law Division) dismissed the complainant's subsidiary constitutional complaint, ruling it inadmissible, and imposed court costs of CHF 200 on the complainant; consequently, the lower court's refusal to consider the complainant's challenge remains in force. The dispute arose from a provisional debt-collection order (provisional Rechtsöffnung), which the complainant sought to contest before the cantonal Obergericht, but that court refused to enter the matter due to the appeal being filed out of time based on deemed service under Article 138(3)(a) of the Swiss Code of Civil Procedure, which triggered a 10-day appeal period under Article 321(2) ZPO. The Supreme Court held that the complaint was inadmissible because it improperly attacked the first-instance decision, which cannot be challenged via constitutional complaint under Article 113 of the Federal Supreme Court Act (BGG), and, more critically, failed to meet the strict pleading requirements of Article 106(2) BGG in conjunction with Article 116 BGG, as the complainant did not clearly and detailedly demonstrate how the Obergericht's decision violated constitutional rights, precluding any entry into the merits.
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KI-generiertUsed to declare the constitutional complaint inadmissible for being manifestly impermissible and lacking sufficient grounds (simplified procedure).
Imposed court costs on the losing complainant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
5D_222/2016
Urteil vom 13. Januar 2017
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Welten,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Provisorische Rechtsöffnung,
Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 21. November 2016 des Obergerichts des Kantons Bern (2. Zivilkammer).
Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 21. November 2016 des Obergerichts des Kantons Bern, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen provisorischen Rechtsöffnungsentscheid nicht eingetreten ist,
in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass die Verfassungsbeschwerde, die sich nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide richten kann ( Art. 113 BGG ), von vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer auch den erstinstanzlichen Rechtsöffnungsentscheid anficht,
dass sodann in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),
dass das Obergericht im Entscheid vom 21. November 2016 erwog, nachdem sich der am 25. Oktober 2016 erfolgte Zustellversuch als erfolglos erwiesen habe, gelte der erstinstanzliche Entscheid kraft Fiktion als dem Beschwerdeführer, der mit der Zustellung habe rechnen müssen, am 1. November 2016 zugestellt ( Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO ), die 10-tägige Beschwerdefrist ( Art. 321 Abs. 2 ZPO ) habe somit am 2. November 2016 begonnen ( Art. 142 Abs. 1 ZPO ) und am 11. November 2016 (Freitag) geendet, die erst am 12. November 2016 eingereichte Beschwerde an das Obergericht erweise sich daher als verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten sei,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Obergerichts vom 21. November 2016 verletzt sein sollen,
dass die vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellte Verbesserung der Beschwerdeschrift nach Ablauf der gesetzlichen und daher nicht erstreckbaren ( Art. 47 Abs. 1 BGG ) Beschwerdefrist ausgeschlossen ist,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
erkennt der Präsident:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Januar 2017
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: von Werdt
Der Gerichtsschreiber: Füllemann