Definitive debt collection order for unpaid cantonal and municipal taxes: constitutional complaint inadmissible for failure to meet strict pleading requirements and abusive litigation.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (II. Civil Law Division) dismissed the appellant’s constitutional complaint and did not enter into the merits, upholding the lower court’s decision to decline to hear the case; the appellate court’s non-entry ruling therefore remains in force. The dispute arose from a definitive debt collection order (Rechtsöffnung) issued by the District Court for outstanding cantonal and municipal taxes for 2016, based on a tax assessment and final bill; the appellant’s appeal to the Obergericht was rejected for insufficient reasoning, and the appellant then filed an “opposition and claim” with the Supreme Court. The Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint (Art. 113 ff. BGG) due to the low amount in controversy and lack of fundamental legal significance, applying the strict pleading requirement that only violations of constitutional rights can be raised and must be precisely substantiated (Art. 117 in conjunction with Art. 106 para. 2 BGG). Because the appellant failed to address the lower court’s reasoning deficiencies, overstepped the procedural scope by raising unrelated personal matters, and exhibited querulous and abusive litigation conduct, the appeal was dismissed as inadmissible without entering into its merits (Art. 108 para. 1 lit. a–c BGG), with court costs of CHF 500 imposed.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a bis c BGG; Definitive debt collection order for unpaid cantonal and municipal taxes: constitutional complaint inadmissible for failure to meet strict pleading requirements and abusive litigation: Civil Law Division) dismissed the appellant’s constitutional complaint and did not enter into the merits, upholding the lower court’s decision to decline to hear the case; the appellate court’s non-entry ruling therefore remains in force. The dispute arose from a definitive debt collection order (Rechtsöffnung) issued by the District Court for outstanding cantonal and municipal taxes for 2016, based on a tax assessment and final bill; the appellant’s appeal to the Obergericht was rejected for insufficient reasoning, and the appellant then filed an “opposition and claim” with the Supreme Court. The Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint (Art. 113 ff. BGG) due to the low amount in controversy and lack of fundamental legal significance, applying the strict pleading requirement that only violations of constitutional rights can be raised and must be precisely substantiated (Art. 117 in conjunction with Art. 106 para. 2 BGG). Because the appellant failed to address the lower court’s reasoning deficiencies, overstepped the procedural scope by raising unrelated personal matters, and exhibited querulous and abusive litigation conduct, the appeal was dismissed as inadmissible without entering into its merits (Art. 108 para. 1 lit. a–c BGG), with court costs of CHF 500 imposed.
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KI-generiertUsed to decline entry into the constitutional complaint in the simplified procedure due to inadmissibility, lack of sufficient reasoning, and abusive litigation.
Imposed the court costs of CHF 500 on the appellant because of the outcome of the proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_203/2018
Urteil vom 17. Dezember 2018
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
Erbschaft der A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
1. Kanton Zürich,
2. Stadt Zürich,
beide vertreten durch das Steueramt der Stadt Zürich,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 1. November 2018 (RT180147-O/U).
Erwägungen:
1. Mit Urteil vom 19. Juli 2018 erteilte das Bezirksgericht Zürich den Beschwerdegegnern gegenüber der Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Zürich 8 gestützt auf den Einschätzungsentscheid des kantonalen Steueramtes vom 5. September 2017 sowie die dazugehörige Schlussrechnung vom 9. Oktober 2017 für ausstehende Staats- und Gemeindesteuern betreffend das Jahr 2016 definitive Rechtsöffnung für Fr. 778.10 nebst Zins, Fr. 3.55 und Fr. 12.65.
Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 18. August 2018 (Poststempel) Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zürich. Mit Urteil vom 1. November 2018 trat das Obergericht auf die Beschwerde mangels genügender Begründung nicht ein.
Gegen dieses Urteil hat die Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2018 (Postaufgabe) "Opposition und Klage" an das Bundesgericht erhoben.
2. Aufgrund des tiefen Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 113 ff. BGG ). In einer subsidiären Verfassungsbeschwerde kann nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).
Die Beschwerde ist von B.________ unterzeichnet. Inwiefern er zum (alleinigen) Handeln im Namen der Beschwerdeführerin berechtigt ist, legt er nicht dar. Das Obergericht hat ihn jedoch offenbar als Vertreter akzeptiert. Weiterungen dazu erübrigen sich angesichts des Ausgangs des Verfahrens.
3. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit keinem Wort damit auseinander, dass sie vor Obergericht den Begründungsanforderungen nicht genügte. Im Hinblick auf die Eventualerwägung, wonach die Beschwerde abzuweisen wäre, wenn auf sie eingetreten werden könnte, übergeht die Beschwerdeführerin, dass im Rechtsöffnungsverfahren keine Überprüfung des als Rechtsöffnungstitel dienenden Entscheides stattfindet, und dass diverse ihrer Einwände keinen Bezug zur vorliegenden Rechtsöffnungssache hatten. Es genügt den Rügeanforderungen (oben E. 2) nicht, das Vorliegen von Willkür zu behaupten. Zu grossen Teilen ist auch vor Bundesgericht kein Zusammenhang der Einwände mit der vorliegenden Rechtsöffnungssache ersichtlich. Teilweise scheint es um persönliche Angelegenheiten von B.________ zu gehen, so insbesondere, wenn er die "Bereinigung seiner Klagen" verlangt. Insoweit ist auch fraglich, ob er die Beschwerde überhaupt im Namen der Beschwerdeführerin und nicht im eigenen Namen erhebt. Jedenfalls kann die vorliegende Beschwerde nicht dazu dienen, den Verfahrensgegenstand zu erweitern und auf die zahlreichen, B.________ betreffenden Bundesgerichtsurteile zurückzukommen.
Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig bzw. sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Zudem ist sie querulatorisch und rechtsmissbräuchlich. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a bis c BGG ).
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten B.________ aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 und Abs. 3 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden B.________ auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, B.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Dezember 2018
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg