Tax debt collection: definitive Rechtsöffnung on final tax assessment; constitutional appeal inadmissible for failure to substantiate constitutional rights violation.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court dismissed the complainant's constitutional appeal and rejected her request for free legal assistance, upholding the cantonal decisions. The appeal challenged a cantonal appellate court's refusal to hear her complaint against the grant of definitive debt collection (Rechtsöffnung) for unpaid taxes of CHF 4,686.40 plus interest and costs, which the cantonal court deemed inadmissible and lacking merit; that refusal remains in force. The dispute involved a tax debt collection based on a final tax assessment with a certificate of enforceability, which constitutes a definitive Rechtsöffnung title. The court found the appeal failed to meet procedural requirements because it did not clearly and detailedly demonstrate, based on the cantonal court's reasoning, how any constitutional rights were violated, and further dismissed the free legal assistance request as the appeal was hopeless. The decision was based on Article 113 and Article 117 in conjunction with Article 106(2) and Article 108(1) of the Federal Supreme Court Act, and Article 64(1) for the denial of legal aid, resulting in court costs of CHF 500 imposed on the losing complainant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 113 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG; Tax debt collection: definitive Rechtsöffnung on final tax assessment; constitutional appeal inadmissible for failure to substantiate constitutional rights violation: The appeal challenged a cantonal appellate court's refusal to hear her complaint against the grant of definitive debt collection (Rechtsöffnung) for unpaid taxes of CHF 4,686.40 plus interest and costs, which the cantonal court deemed inadmissible and lacking merit; that refusal remains in force. The dispute involved a tax debt collection based on a final tax assessment with a certificate of enforceability, which constitutes a definitive Rechtsöffnung title. The court found the appeal failed to meet procedural requirements because it did not clearly and detailedly demonstrate, based on the cantonal court's reasoning, how any constitutional rights were violated, and further dismissed the free legal assistance request as the appeal was hopeless. The decision was based on Article 113 and Article 117 in conjunction with Article 106(2) and Article 108(1) of the Federal Supreme Court Act, and Article 64(1) for the denial of legal aid, resulting in court costs of CHF 500 imposed on the losing complainant.
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KI-generiertUsed to declare the constitutional appeal inadmissible due to obvious inadmissibility and lack of sufficient reasoning.
Basis for denying free legal assistance because the appeal was hopeless.
Imposed court costs on the losing complainant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
5D_186/2012
Urteil vom 26. November 2012
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kanton Glarus,
vertreten durch die kantonale Steuerverwaltung, Fachbehörde, Hauptstrasse 11/17, 8750 Glarus,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Glarus vom 8. November 2012.
Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 8. November 2012 des Obergerichts des Kantons Glarus, das auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner (in einer Betreibung für Steuern von Fr. 4'686.40 nebst Zins und Kosten) nicht eingetreten ist, das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen und dieser die Gerichtskosten (Fr. 300.--) auferlegt hat,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsverbeiständung) für das bundesgerichtliche Verfahren,
in Erwägung,
dass gegen die in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Verfügung des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass die Verfassungsbeschwerde, die sich nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide richten kann ( Art. 113 BGG ), zum Vornherein unzulässig ist, soweit die Beschwerdeführerin weitere Entscheide (u.a. Rechtsöffnungsentscheid des Kantonsgerichts) anficht als die im vorliegenden Verfahren allein anfechtbare Verfügung des Obergerichts vom 8. November 2012,
dass sodann in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),
dass das Obergericht in der Verfügung vom 8. November 2012 erwog, die Betreibungsforderung beruhe auf einer (mit einer Rechtskraftbescheinigung versehenen) Veranlagungsverfügung der Steuerverwaltung (samt Steuerrechnung) und damit auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 2 Ziffer 2 SchKG, zulässige Einwendungen nach Art. 81 Abs. 1 SchKG erhebe die Beschwerdeführerin keine, insbesondere belege sie weder eine Tilgung noch eine Stundung der nicht verjährten Forderung, ihre Einwendung des angeblich fehlenden Steuerdomizils im Kanton Glarus könne im Rechtsöffnungsverfahren nicht mehr geprüft werden, die definitive Rechtsöffnung sei zu Recht erteilt worden, gegen die erstinstanzliche Rechtsöffnungsverfügung erhebe die Beschwerdeführerin (abgesehen von ihren im Rechtsöffnungsverfahren nicht zu überprüfenden Rügen) keine den Begründungsanforderungen einer zulässigen kantonalen Beschwerde genügenden Einwendungen, auf die Beschwerde sei daher nicht einzutreten, schliesslich könne der Beschwerdeführerin wegen der Aussichtslosigkeit ihrer Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht bewilligt werden,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch die Verfügung des Obergerichts vom 8. November 2012 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
dass der Beschwerdeführerin in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde die unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren nicht gewährt werden kann ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,
erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsverbeiständung) wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. November 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Füllemann