Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_184/2019 KI-generiert

Refusal to Hear Constitutional Complaint Regarding Denial of Legal Aid in Debt Enforcement Appeal

Geschäftsnummer 5D_184/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case before the Swiss Federal Tribunal, a woman contested a decision regarding her request for free legal aid during a legal revision process associated with a debt enforcement order. Her request for free legal services was denied by the Civil Court of Basel-Stadt, and she subsequently lodged a complaint with the Appellationsgericht of Basel-Stadt. However, the appellate court dismissed her complaint because she failed to pay the required advance on costs. She then filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, citing procedural issues and her financial situation, but the tribunal found her complaint to be inadequately substantiated and therefore did not consider it.

Legislator-Regeste

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Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 74 Abs. 1 lit. b i.V.m, Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m; Refusal to Hear Constitutional Complaint Regarding Denial of Legal Aid in Debt Enforcement Appeal: Her request for free legal services was denied by the Civil Court of Basel-Stadt, and she subsequently lodged a complaint with the Appellationsgericht of Basel-Stadt. However, the appellate court dismissed her complaint because she failed to pay the required advance on costs. She then filed a complaint to the Swiss Federal Tribunal, citing procedural issues and her financial situation, but the tribunal found her complaint to be inadequately substantiated and therefore did not consider it.

Schlagwörter

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Unentgeltliche Rechtspflege (Revision eines Rechtsöffnungsurteils) Schuldbetreibung unentgeltliche Rechtspflege verfassungsmässiger Grundsatz ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Zivilurteil Verfassungsänderung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not entertained because it was insufficiently reasoned, applied under the simplified procedure.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Mentioned in passing as the basis for dismissing a hypothetical request for legal aid due to the hopelessness of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant was ordered to bear the court costs due to the outcome of the procedure.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_184/2019

Urteil vom 7. Oktober 2019

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Zivilgericht Basel-Stadt, Einzelgericht in Zivilsachen,

Beschwerdegegner,

Schweizerische Eidgenossenschaft,

vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons

Basel-Stadt.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege (Revision eines Rechtsöffnungsurteils),

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Einzelgericht, vom 3. September 2019 (BEZ.2019.44).

Erwägungen:

1. Vor Zivilgericht Basel-Stadt ist ein Revisionsverfahren hinsichtlich des Rechtsöffnungsentscheids V.2018.783 vom 5. September 2018 hängig (Verfahren V.2019.409). Mit Verfügung vom 14. Juni 2019 wies das Zivilgericht das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für das Revisionsverfahren ab.

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 23. Juni 2019 Beschwerde beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. Mit Entscheid vom 3. September 2019 trat das Appellationsgericht auf die Beschwerde nicht ein, da die Beschwerdeführerin den verlangten Kostenvorschuss binnen Nachfrist nicht geleistet hatte.

Gegen diesen Entscheid (sowie drei weitere; dazu Verfahren 5D_185/2019, 5D_186/2019 und 5D_187/2019) hat die Beschwerdeführerin am 21. September 2019 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Am 26. und 29. September 2019 (jeweils Postaufgabe) hat sie die Beschwerde ergänzt. Das Bundesgericht hat die Verfügung vom 14. Juni 2019 und den Rechtsöffnungsentscheid vom 5. September 2018 beigezogen.

2. Entgegen Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG enthält der angefochtene Entscheid keine Streitwertangabe. Wie sich aus dem Entscheid vom 5. September 2018 ergibt, wird der für eine Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Streitwert nicht erreicht (Art. 74 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG ). Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung liegt nicht vor ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ). Demnach ist nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zulässig ( Art. 113 ff. BGG ). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

3. Die Beschwerdeführerin geht mit keinem Wort auf die Begründung des angefochtenen Entscheids ein. Soweit überhaupt nachvollziehbar, scheint sie sich zu ihrer angeblichen Bedürftigkeit und zum Revisionsverfahren in der Sache zu äussern. Beides ist nicht Thema des angefochtenen Entscheids.

Die Beschwerde ist damit offensichtlich mangelhaft begründet. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Sie stellt kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren. Ein solches wäre infolge Aussichtslosigkeit ihrer Beschwerde ohnehin abzuweisen gewesen ( Art. 64 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Einzelgericht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Oktober 2019

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg