Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_178/2014 KI-generiert

Failure to Substantiate Constitutional Complaint Regarding Legal Aid Denial for Injunction Appeal

Geschäftsnummer 5D_178/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a constitutional complaint against a decision made by the Cantonal Court regarding a request for legal aid. The individual sought an order for a precautionary measure prohibiting tree cutting but was denied legal aid by the lower court based on the assessment that the request was unlikely to succeed and that the individual was not financially eligible. Upon appeal, the higher court dismissed the complaint, citing insufficient grounds, particularly regarding the claims of urgency and financial hardship. The individual subsequently brought the matter to the Swiss Federal Tribunal, which found that the complaint did not meet the necessary legal standards and thus ruled not to consider it. Additionally, the request for free legal assistance in the tribunal's proceedings was rejected, and court costs were imposed on the individual.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Failure to Substantiate Constitutional Complaint Regarding Legal Aid Denial for Injunction Appeal: The individual sought an order for a precautionary measure prohibiting tree cutting but was denied legal aid by the lower court based on the assessment that the request was unlikely to succeed and that the individual was not financially eligible. Upon appeal, the higher court dismissed the complaint, citing insufficient grounds, particularly regarding the claims of urgency and financial hardship. The individual subsequently brought the matter to the Swiss Federal Tribunal, which found that the complaint did not meet the necessary legal standards and thus ruled not to consider it. Additionally, the request for free legal assistance in the tribunal's proceedings was rejected, and court costs were imposed on the individual.

Schlagwörter

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Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege verfassungsmässige Anforderung Rüge verfassungsmässiger Rechte Demonstrationsrecht Beweislosigkeit Leitverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to refuse to rule on the constitutional appeal due to insufficient grounds (non-entrée en matière).

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to reject the request for free legal aid for the Federal Tribunal proceedings due to the hopelessness of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant who lost the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5D_178/2014

Urteil vom 11. November 2014

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Regionalgericht Berner Jura-Seeland, Gerichtspräsident ,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege (vorsorgliche Massnahme im Sinne eines Baumfällungsverbots),

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 23. Oktober 2014 des Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 1. Zivilkammer).

Nach Einsicht

in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 23. Oktober 2014 des Obergerichts des Kantons Bern, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (für eine vom Beschwerdeführer beantragte vorsorgliche Massnahme im Sinne eines Baumfällungsverbots) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,

dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,

dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass das Obergericht im Entscheid vom 23. Oktober 2014 erwog, die Vorinstanz habe dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege mit der Doppelbegründung der Aussichtslosigkeit seines Massnahmebegehrens und der fehlenden Mittellosigkeit verweigert, in seiner Beschwerde an das Obergericht begnüge sich der Beschwerdeführer mit Vorbringen gegen die angenommene Aussichtslosigkeit, mit der Verneinung der Mittellosigkeit setze sich der Beschwerde jedoch nicht auseinander, mangels hinreichender Begründung sei auf die Beschwerde auch insoweit nicht einzutreten, als der Beschwerdeführer den Ausstand des Vorrichters beantrage,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,

dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 23. Oktober 2014 verfassungswidrig sein soll,

dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,

dass das (sinngemässe) Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde abzuweisen ist ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),

dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. November 2014

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann