Debt Enforcement Order Appeal Dismissed for Substantive and Value Insufficiency
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, an individual contested a decision made by the Solothurn-Lebern district court that had granted the Swiss Confederation definitive legal enforcement for a court fee of 300 CHF plus interest. The individual's appeal was dismissed by the Solothurn Cantonal Court on September 29, 2022. The appellant submitted a series of extensive and varied requests to the Swiss Federal Tribunal, including criminal allegations, demands for damages amounting to 24 million CHF, a 200,000 CHF advance for debt settlement, and a request for legal aid. However, the Federal Tribunal noted that the appeal lacked a specific legal focus on the initial subject matter regarding the enforcement for the 300 CHF and contained no substantive constitutional rights violations claims.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 113 BGG, Art. 116 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m, Art. 117 BGG, Art. 99 Abs. 2 BGG; Debt Enforcement Order Appeal Dismissed for Substantive and Value Insufficiency: The individual's appeal was dismissed by the Solothurn Cantonal Court on September 29, 2022. The appellant submitted a series of extensive and varied requests to the Swiss Federal Tribunal, including criminal allegations, demands for damages amounting to 24 million CHF, a 200,000 CHF advance for debt settlement, and a request for legal aid. However, the Federal Tribunal noted that the appeal lacked a specific legal focus on the initial subject matter regarding the enforcement for the 300 CHF and contained no substantive constitutional rights violations claims.
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KI-generiertThe Federal Tribunal ruled not to entertain the appeal under the simplified procedure.
The request for free legal aid was denied because the appeal lacked any prospect of success.
The Court waived the collection of court fees under exceptional circumstances.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_166/2022
Urteil vom 15. November 2022
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Eidgenossenschaft,
vertreten durch das Schweizerisches Bundesgericht, Finanzdienst, 1000 Lausanne 14,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 29. September 2022 (ZKBES.2022.131).
Sachverhalt:
Mit Entscheid vom 16. August 2022 erteilte das Amtsgericht Solothurn-Lebern der Schweizerischen Eidgenossenschaft, vertreten durch die Kasse des Schweizerischen Bundesgerichts, für Gerichtsgebühren von Fr. 300.-- nebst Zins definitive Rechtsöffnung. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 29. September 2022 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Eingabe vom 7. November 2022 wendet sich der Schuldner an das Bundesgericht mit einer ganzen Reihe von weitschweifigen Begehren, teils strafrechtlicher Natur, aber auch auf Genugtuung von Fr. 24 Mio. und Ausrichtung eines Vorschusses von Fr. 200'000.-- zur allgemeinen Schuldentilgung. Ferner wird sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.
Erwägungen:
1. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.--, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen nicht gegeben ist (vgl. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ), sondern nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung steht ( Art. 113 BGG ), mit welcher einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann ( Art. 116 BGG ), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG ).
2. Die Beschwerde hat sich auf den Anfechtungsgegenstand (Rechtsöffnung für Fr. 300.--) zu beschränken; soweit mehr oder anderes verlangt wird oder neue Rechtsbegehren gestellt werden, ist dies unzulässig ( Art. 99 Abs. 2 BGG ; BGE 136 II 457 E. 4.2 ; 142 I 155 E. 4.4.2).
Der Beschwerdeführer stellt diesbezüglich kein Rechtsbegehren und auch die weitschweifige Beschwerdebegründung bezieht sich - abgesehen davon, dass keine substanziierten Verfassungsverletzungen geltend gemacht werden - nicht auf den Anfechtungsgegenstand; vielmehr äussert er sich zu einer Vielzahl von Dingen, namentlich zu seinem Leben und zu seinen finanziellen Verhältnissen.
3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist.
4. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.
5. Angesichts der konkreten Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, mitgeteilt.
Lausanne, 15. November 2022
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Möckli