Subsidiary constitutional complaint against refusal to extend deadline for procedural security and to stay appeal in bankruptcy debt-collection matter—Insufficient constitutional grounds and abusive delay tactics under Article 42(7) BGG.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht), acting through its presiding member, declared the appellant’s subsidiary constitutional complaint inadmissible and dismissed her request for free legal aid, ordering her to pay CHF 500 in court costs. The appellant had challenged an 8 August 2013 decision of the Zurich Cantonal Court (Obergericht) that rejected her requests in a bankruptcy debt-collection context (Kollokation) to extend a deadline for paying procedural security and to stay the appeal proceedings. The Federal Court held that the complaint failed to meet the procedural requirements of Article 106(2) BGG in conjunction with Articles 116 and 117 BGG because the appellant did not clearly and detailedly demonstrate, with reference to the cantonal court’s reasoning, which constitutional rights were violated; additionally, the complaint was deemed abusive under Article 42(7) BGG because the appellant was using the proceedings solely to delay the case. Consequently, the Court declined to hear the matter under Article 108(1)(b) and (c) BGG, leaving the cantonal decision in force.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Subsidiary constitutional complaint against refusal to extend deadline for procedural security and to stay appeal in bankruptcy debt-collection matter—Insufficient constitutional grounds and abusive delay tactics under Article 42(7) BGG: The appellant had challenged an 8 August 2013 decision of the Zurich Cantonal Court (Obergericht) that rejected her requests in a bankruptcy debt-collection context (Kollokation) to extend a deadline for paying procedural security and to stay the appeal proceedings. The Federal Court held that the complaint failed to meet the procedural requirements of Article 106(2) BGG in conjunction with Articles 116 and 117 BGG because the appellant did not clearly and detailedly demonstrate, with reference to the cantonal court’s reasoning, which constitutional rights were violated; additionally, the complaint was deemed abusive under Article 42(7) BGG because the appellant was using the proceedings solely to delay the case. Consequently, the Court declined to hear the matter under Article 108(1)(b) and (c) BGG, leaving the cantonal decision in force.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to declare the constitutional complaint inadmissible due to insufficient reasoning.
Used to declare the constitutional complaint inadmissible because it was abusive.
Used to deny the request for free legal aid because the complaint was hopeless.
Used to impose court costs on the losing party.
Used to justify the simplified procedure and the jurisdiction of the presiding member.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
5D_163/2013
Urteil vom 19. August 2013
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Z.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hansjürg Lenhard,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Fristerstreckung, Verfahrenssistierung (Kollokation),
Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 8. August 2013 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer).
Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 8. August 2013 des Obergerichts des Kantons Zürich, das sowohl ein Fristerstreckungs- wie auch ein Sistierungsgesuch der Beschwerdeführerin (in einem Berufungsverfahren betreffend Kollokation) abgewiesen hat,
in die Gesuche der Beschwerdeführerin um aufschiebende Wirkung und unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren,
in Erwägung,
dass gegen die in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Verfügung des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),
dass das Obergericht erwog, die Beschwerdeführerin verlange zwar eine Fristerstreckung für die Bezahlung der Prozesskaution bis zum Verkauf einer Liegenschaft, indessen nenne sie erneut keinen konkreten Termin, ebenso wenig seien nähere Angaben zum behaupteten Liegenschaftsverkauf ersichtlich, mit Bezug auf die Verfahrenssistierung sei sodann nicht ersichtlich, inwiefern sich die (mit dem andern von der Beschwerdeführerin angestrengten Verfahren verfolgten) Ziele, nämlich die Erreichung einer Kollokation der Forderung (en) in der ersten Klasse auf das vorliegende Verfahren auswirken könnten,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch die Verfügung des Obergerichts vom 8. August 2013 verletzt sein sollen,
dass die Beschwerdeführerin ausserdem einmal mehr allein zum Zweck der Verzögerung des Verfahrens und damit missbräuchlich prozessiert ( Art. 42 Abs. 7 BGG ),
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und überdies missbräuchliche - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b und c BGG nicht einzutreten ist,
dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass der Beschwerdeführerin in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,
erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. August 2013
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Füllemann