Appeal Dismissed for Failure to Challenge Finding of Querulous Submission in Debt Enforcement Cost Advance Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a petitioner who approached the Swiss Federal Tribunal following a decision from the Regional Court Emmental-Oberaargau concerning a legal order requested by the Canton of Bern for a debt collection matter. The court had asked the Canton to provide an advance for court costs, prompting the petitioner to challenge this decision, claiming improper handling of his submission by the Bernese Obergericht, which had deemed it frivolous and sent it back without action. Furthermore, the petitioner contested residing in the Canton Bern and attempted to file a criminal complaint, which the Federal Tribunal declined to accept. The matter escalated to the Federal Tribunal as a complaint of denial of justice and procedural misconduct.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 132 Abs. 3 ZPO, Art. 114 i.V.m, Art. 75 BGG, Art. 94 BGG, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG; Appeal Dismissed for Failure to Challenge Finding of Querulous Submission in Debt Enforcement Cost Advance Dispute: The court had asked the Canton to provide an advance for court costs, prompting the petitioner to challenge this decision, claiming improper handling of his submission by the Bernese Obergericht, which had deemed it frivolous and sent it back without action. Furthermore, the petitioner contested residing in the Canton Bern and attempted to file a criminal complaint, which the Federal Tribunal declined to accept. The matter escalated to the Federal Tribunal as a complaint of denial of justice and procedural misconduct.
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KI-generiertUsed to decide not to enter into the appeal in the simplified procedure because it was obviously inadmissible and lacked sufficient reasoning.
Used to order the appellant to bear the court costs due to the outcome of the proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_157/2021
Urteil vom 8. September 2021
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, Hochschulstrasse 17, Postfach, 3001 Bern,
Beschwerdegegner,
Kanton Bern,
handelnd durch das Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung,
vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Inkassostelle, Region Bern-Mittelland, Postfach, 3001 Bern.
Gegenstand
Rechtsverweigerung (definitive Rechtsöffnung),
Beschwerde gegen das Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung (ZK 21 1 GUA).
Erwägungen:
1. Mit Verfügung vom 16. Juni 2021 (Verfahren CIV 21 1333) gab das Regionalgericht Emmental-Oberaargau Kenntnis vom Rechtsöffnungsgesuch des Kantons Bern gegen den Beschwerdeführer (Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Emmental-Oberaargau, Dienststelle Oberaargau) und forderte den Kanton Bern zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses auf.
Dagegen gelangte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2021 an das Obergericht des Kantons Bern. Mit Schreiben vom 1. Juli 2021 sandte ihm das Obergericht die Eingabe unter Verweis auf Art. 132 Abs. 3 ZPO wieder zurück.
Am 1. September 2021 (Postaufgabe) hat der Beschwerdeführer Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.
2. Die Verfügung des Regionalgerichts ist vor Bundesgericht nicht anfechtbar (Art. 114 i.V.m. Art. 75 BGG ) und die entsprechenden Anträge des Beschwerdeführers sind demnach unzulässig. Ein anfechtbarer Entscheid des Obergerichts liegt nicht vor. Die Eingabe des Beschwerdeführers ist als Rechtsverweigerungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 94 BGG ). Aufgrund des geringen Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die Rechtsverweigerungsbeschwerde in der Form der subsidiären Verfassungsbeschwerde ( Art. 113 ff. BGG ) zu behandeln (zum Ganzen Urteil 5D_230/2017 vom 16. November 2017 mit Hinweisen). Es gilt die strenge Rügeobliegenheit gemäss Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG .
Der Beschwerdeführer geht nicht darauf ein, dass das Obergericht die Eingabe vom 27. Juni 2021 als querulatorisch und rechtsmissbräuchlich erachtet hat und sie ihm in der Folge gestützt auf Art. 132 Abs. 3 ZPO zurückgeschickt hat. Stattdessen wiederholt er, nie im Kanton Bern gewohnt zu haben. Soweit der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe Strafanzeige erheben möchte, ist das Bundesgericht zu ihrer Entgegennahme nicht zuständig. Was die Anfechtung von Verfügungen in den Verfahren BS 2019 18 und 1A 2018 688 betrifft, ist auf die Urteile 6B_903/2019 vom 12. September 2019 und 6B_784/2020 vom 17. Juli 2020 hinzuweisen. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind schliesslich Schadenersatz- bzw. Genugtuungsansprüche und frühere oder laufende Pfändungen zulasten des Beschwerdeführers.
Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG ).
3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist das Verfahren vor Bundesgericht nicht kostenlos. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. September 2021
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg