Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_15/2022 KI-generiert

Father's Appeal Against Order to Pay Legal Costs Dismissed on Procedural Grounds

Geschäftsnummer 5D_15/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, the Swiss Federal Tribunal dealt with a complaint from an individual, A.________, who opposed a decision by the Cantonal Court of Lucerne regarding attorney's fees associated with a child-related legal case. A.________, who is one of the unmarried parents of D.________, was ordered by the Cantonal Court to pay a portion of legal fees amounting to CHF 8,504.80 to attorney B.________, who acted as the legal representative for the child's mother and the child under a legal aid provision. The court's decision followed unsuccessful attempts by B.________ to collect both these fees and unpaid child support through enforcement proceedings. A.________ objected to the payment mandated by the Cantonal Court and sought to have this decision revised, stating that the attorney was exploiting the situation for financial gain without amicably resolving outstanding matters.

Legislator-Regeste

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Art. 122 Abs. 2 ZPO, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 113 BGG, Art. 116 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m, Art. 117 BGG; Father's Appeal Against Order to Pay Legal Costs Dismissed on Procedural Grounds: A.________, who is one of the unmarried parents of D.________, was ordered by the Cantonal Court to pay a portion of legal fees amounting to CHF 8,504.80 to attorney B.________, who acted as the legal representative for the child's mother and the child under a legal aid provision. The court's decision followed unsuccessful attempts by B.________ to collect both these fees and unpaid child support through enforcement proceedings. A.________ objected to the payment mandated by the Cantonal Court and sought to have this decision revised, stating that the attorney was exploiting the situation for financial gain without amicably resolving outstanding matters.

Schlagwörter

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Parteientschädigung (Kinderbelange) Beschwerdelegitimation Streitgegenstand Zahlungsbefehl Betreibungsforderung Verfahrenskosten unentgeltliche Rechtsverbeiständung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Applied by the President to decide without further review because the appeal was obviously not sufficiently founded.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the final order to hold the appellant liable for the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_15/2022

Urteil vom 26. Januar 2022

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kantonsgericht Luzern, 2. Abteilung,

Hirschengraben 16, 6003 Luzern,

B.________.

Gegenstand

Parteientschädigung (Kinderbelange),

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Luzern, 2. Abteilung, vom 21. Dezember 2021

(3U 21 70).

Sachverhalt:

C.________ und A.________ sind die unverheirateten Eltern von D.________. Sie standen sich in einem gerichtlichen Verfahren betreffend Kindesbelange gegenüber. Mit Urteil vom 26. Januar 2021 entschied das Kantonsgericht Luzern in der Sache und verpflichtete A.________, eine Parteientschädigung von Fr. 9'958.75 an Rechtsanwalt B.________ zu bezahlen, welcher im Übrigen als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Mutter und Tochter eingesetzt war.

Nachdem Rechtsanwalt B.________ gegen A.________ für die Honorarforderungen, aber auch für die dem Kind geschuldeten Unterhaltszahlungen erfolglos Betreibung eingeleitet hatte, ersuchte er am 13. Oktober 2021 beim Kantonsgericht um Bezahlung der ihm zugesprochenen Parteientschädigung gemäss Art. 122 Abs. 2 ZPO . Mit Entscheid vom 21. Dezember 2021 verfügte das Kantonsgericht, Rechtsanwalt B.________ aus der Gerichtskasse Fr. 8'504.80 zu bezahlen; ferner hielt es fest, dass in diesem Umfang der gegen A.________ bestehende Honoraranspruch auf den Kanton übergehe.

Hiergegen hat A.________ am 21. Januar 2022 eine Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht mit den Anträgen, die bewilligte Honorarsumme von Fr. 8'504.80 sei abzuweisen und das Kantonsgericht zu verpflichten, seinen Entscheid zu revidieren.

Erwägungen:

1. Weil der Streitwert unter Fr. 30'000.-- liegt, ist die Beschwerde in Zivilsachen nicht gegeben ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ), sondern steht die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung ( Art. 113 BGG ). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG ).

2. Der Beschwerdeführer macht keine Verfassungsverletzungen geltend, weder explizit noch dem Sinn nach. Er hält mit appellatorischen Ausführungen fest, dass er Versuche unternommen habe, mit Rechtsanwalt B.________ alle Pendenzen zu regeln, aber keine Besprechung zustande komme, weil dieser Geld sehen wolle und die Situation ausnutze, um immer wieder Honorar zu verlangen.

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

Mithin kann offen bleiben, ob und inwiefern überhaupt eine Beschwer vorliegt bzw. der Beschwerdeführer ein schutzwürdiges Interesse im Sinn von Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG hat, ist doch die Höhe der Parteientschädigung längst rechtskräftig festgelegt, ist er durch die staatliche Ausfallentschädigung nicht unmittelbar betroffen und handelt es sich bei Ziff. 2 des Dispositivs, wonach der Honoraranspruch auf den Kanton übergehe, nicht um eine richterliche Anordnung, sondern um die Wiedergabe der Gesetzesfolge gemäss Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO .

4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonsgericht Luzern und Rechtsanwalt B.________ mitgeteilt.

Lausanne, 26. Januar 2022

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli