Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_138/2008 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Constitutional Complaint on Tax Debt Enforcement Lacking Jurisdictional Merit

Geschäftsnummer 5D_138/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a party submitted a constitutional complaint against a decision made by a regional court regarding the denial of a motion to annul a definitive legal opening related to a tax claim. The claimant contested the initial ruling that granted the legal opening for an amount of CHF 138.65, but the court ruled that the claimant did not raise sufficient substantive objections against the legal basis of the claim. The federal court noted that the claimant failed to adequately address the regional court's considerations and did not demonstrate how the ruling violated constitutional rights. Consequently, the federal court dismissed the complaint and denied a request for free legal aid due to the lack of merit in the complaint, imposing court costs on the claimant.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Federal Supreme Court Dismisses Constitutional Complaint on Tax Debt Enforcement Lacking Jurisdictional Merit: The claimant contested the initial ruling that granted the legal opening for an amount of CHF 138.65, but the court ruled that the claimant did not raise sufficient substantive objections against the legal basis of the claim. The federal court noted that the claimant failed to adequately address the regional court's considerations and did not demonstrate how the ruling violated constitutional rights. Consequently, the federal court dismissed the complaint and denied a request for free legal aid due to the lack of merit in the complaint, imposing court costs on the claimant.

Schlagwörter

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Rechtsvorschlag Steuerschulden ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Vollstreckung der Steuerveranlagung unentgeltliche Rechtspflege Konkursverhandlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to dismiss the constitutional appeal because it lacked the required substantiation (inadmissibility based on lack of reasoning, cited in recital 6 and order 1).

Art. 117 BGG

Cited in conjunction with other procedural articles regarding the required substantiation for the subsidiary constitutional appeal.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to deny the request for legal aid due to the hopelessness of the appeal (order 2).

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant (order 3).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5D_138/2008/bnm

Urteil vom 27. Oktober 2008

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Raselli, Präsident,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Staat Wallis, 1950 Sitten, vertreten durch das Inkassoamt für Betreibungs- und Konkursverfahren, Postfach, 1951 Sion,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 2. September 2008 des Kantonsgerichts Wallis (Kassationsbehörde).

Nach Einsicht

in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 2. September 2008 des Kantonsgerichts Wallis, das auf eine Nichtigkeitsklage der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner für Fr. 138.65 (nebst Zins und Kosten) nicht eingetreten ist (Kantonssteuern 2005),

in Erwägung,

dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Kantonsgerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,

dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid erwog, die Beschwerdeführerin bringe weder substantiierte Einwendungen gegen die einen Rechtsöffnungstitel darstellende Veranlagungsverfügung noch Einwendungen im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG vor, die Nichtigkeitsklage entspreche somit nicht den Begründungsanforderungen, weshalb darauf nicht einzutreten sei,

dass die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben an das Bundesgericht nicht auf die entscheidenden Erwägungen des Kantonsgerichts eingeht,

dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Begründungsanforderungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Kantonsgerichts vom 2. September 2008 verfassungswidrig sein soll,

dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,

dass der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gewährt werden kann ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 100.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Wallis schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Oktober 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann