Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_136/2021 KI-generiert

Appeal Regarding Return of Vexatious Enforcement Order Challenges

Geschäftsnummer 5D_136/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant challenged multiple decisions by the Regional Court Emmental-Oberaargau, which granted definitive legal enforcement to the Canton of Bern for a series of financial claims against him. These decisions were made in eight debt enforcement cases overseen by the Local Office Emmental-Oberaargau. The complainant then appealed to the Higher Court of the Canton of Bern, which returned his submissions, citing them as vexatious and abusive under civil procedure law. The complainant further appealed to the Swiss Federal Tribunal, contesting these actions and alleging administrative inertia by the Higher Court, yet failed to provide sufficient grounds regarding why the Higher Court should have considered his appeals or how the procedural rules might have been misapplied.

Legislator-Regeste

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Art. 132 Abs. 3 ZPO, Art. 94 BGG, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG; Appeal Regarding Return of Vexatious Enforcement Order Challenges: These decisions were made in eight debt enforcement cases overseen by the Local Office Emmental-Oberaargau. The complainant then appealed to the Higher Court of the Canton of Bern, which returned his submissions, citing them as vexatious and abusive under civil procedure law. The complainant further appealed to the Swiss Federal Tribunal, contesting these actions and alleging administrative inertia by the Higher Court, yet failed to provide sufficient grounds regarding why the Higher Court should have considered his appeals or how the procedural rules might have been misapplied.

Schlagwörter

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Rechtsverweigerung (definitive Rechtsöffnung) Zulassung der Zwangsvollstreckung Verfassung ZPO-Bestimmung Streitwert Einrede der Verfassungswidrigkeit Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

Used, in conjunction with Art. 117 BGG, as the basis for not entering into the appeal due to its obvious inadmissibility and lack of sufficient reasoning.

Art. 117 BGG

Used in conjunction with Art. 108 BGG to declare the appeal inadmissible via simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_136/2021

Urteil vom 4. August 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer,

Hochschulstrasse 17, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegner,

Kanton Bern,

handelnd durch das Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung,

vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Inkassostelle, Region Bern-Mittelland,

Postfach, 3001 Bern.

Gegenstand

Rechtsverweigerung (definitive Rechtsöffnung),

Beschwerde gegen das Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer (ZK 2021 79 bis 86).

Erwägungen:

1. Mit fünf Entscheiden vom 27. Januar 2021 (CIV 20 2542 bis 2546) sowie drei Entscheiden vom 29. Januar 2021 (CIV 20 2610, 2611 und 2616) erteilte das Regionalgericht Emmental-Oberaargau dem Kanton Bern gegenüber dem Beschwerdeführer in acht Betreibungen des Betreibungsamtes Emmental-Oberaargau, Dienststelle Oberaargau, die definitive Rechtsöffnung für die nachfolgend genannten Beträge (Betreibung Nr. sss: Fr. 250.--; Nr. ttt: Fr. 400.--; Nr. uuu: Fr. 800.--; Nr. vvv: Fr. 800.--; Nr. www: Fr. 300.--; Nr. xxx: Fr. 400.--; Nr. yyy: Fr. 1'200.-- und Gebühren; Nr. zzz: Fr. 600.-- und Gebühren).

Mit Eingabe vom 12. Februar 2021 gelangte der Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Bern und wandte sich gegen die fünf Entscheide vom 27. Januar 2021 (obergerichtliche Verfahren ZK 2021 79 bis 83). Mit Eingaben vom 10. und 15. Februar 2021 wandte er sich gegen die drei Entscheide vom 29. Januar 2021 (obergerichtliche Verfahren ZK 2021 84 bis 86). Mit Schreiben vom 17. Februar 2021 wies das Obergericht den Beschwerdeführer darauf hin, dass gemäss Art. 132 Abs. 3 ZPO querulatorische und rechtsmissbräuchliche Eingaben ohne Weiteres zurückgeschickt werden. Die Eingaben vom 10., 12. und 15. Februar 2021 schickte es ihm deshalb zurück.

Mit Eingabe vom 15. Juli 2021 (Postaufgabe) ist der Beschwerdeführer an das Bundesgericht gelangt. In seiner Eingabe bezieht er sich auf das Verfahren ZK 21 79 und auf die fünf Entscheide des Regionalgerichts vom 27. Januar 2021. In den Beilagen hat er zudem die Titelseiten der drei Entscheide vom 29. Januar 2021 eingereicht.

2. Die Entscheide des Regionalgerichts sind vor Bundesgericht nicht anfechtbar. Ein anfechtbarer Entscheid des Obergerichts liegt nicht vor. Die Eingabe des Beschwerdeführers ist als Rechtsverweigerungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 94 BGG ). Dabei kann aufgrund der Umstände davon ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer auf alle acht obergerichtlichen Verfahren (ZK 2021 79 bis 86) beziehen möchte. Aufgrund des geringen Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die Rechtsverweigerungsbeschwerde in der Form der subsidiären Verfassungsbeschwerde ( Art. 113 ff. BGG ) zu behandeln (zum Ganzen Urteil 5D_230/2017 vom 16. November 2017 mit Hinweisen). Es gilt die strenge Rügeobliegenheit gemäss Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG .

Der Beschwerdeführer bezeichnet das Obergericht als amtsfaul und überfordert. Er legt jedoch nicht dar, weshalb es seine kantonalen Beschwerden hätte behandeln müssen und inwiefern Art. 132 Abs. 3 ZPO in verfassungswidriger Weise angewendet worden wäre.

Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG ).

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. August 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg