Debtor's Appeal Regarding Cost Advance for Debt Enforcement Challenges Inadmissible
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an appellant contesting a decision by the Cantonal Court of Obwalden, which granted a definitive legal enforcement against her in a debt collection proceeding for an amount of CHF 4,291.20 plus interest and fees. The appellant filed complaints against this decision and six other similar rulings, resulting in the Obwalden High Court requesting a cost advance of CHF 200 for each of the seven procedures. The appellant only paid the advance for one case, and for the remaining six, including the present case, the High Court set a deadline for payment, warning that failure to comply would result in the complaints being dismissed. The appellant challenged these deadlines, arguing she had already paid a cost advance for the same tax debt and was unjustly being charged multiple times. The case was escalated to the Swiss Federal Tribunal, where the appeals were processed correspondingly.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 48 Abs. 3 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 93 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Debtor's Appeal Regarding Cost Advance for Debt Enforcement Challenges Inadmissible: The appellant filed complaints against this decision and six other similar rulings, resulting in the Obwalden High Court requesting a cost advance of CHF 200 for each of the seven procedures. The appellant only paid the advance for one case, and for the remaining six, including the present case, the High Court set a deadline for payment, warning that failure to comply would result in the complaints being dismissed. The appellant challenged these deadlines, arguing she had already paid a cost advance for the same tax debt and was unjustly being charged multiple times. The case was escalated to the Swiss Federal Tribunal, where the appeals were processed correspondingly.
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KI-generiertUsed to rule on the non-admission of the appeal in the simplified procedure because the decision was an interlocutory one without irreparable harm.
Basis for ordering the appellant to bear the court costs.
Cited in the reasoning to establish that the decision on the cost advance was an appealable interlocutory decision, although the final decision was based on Art. 108 BGG.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_133/2021
Urteil vom 28. Juli 2021
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kanton Obwalden und Einwohnergemeinde Sachseln, beide vertreten durch die Finanzverwaltung Obwalden, Abteilung Steuerbezug,
St. Antonistrasse 4, Postfach 1563, 6061 Sarnen,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Kostenvorschuss (definitive Rechtsöffnung),
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Obwalden vom 6. Juli 2021 (BZ 21/014).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 25. März 2021 erteilte das Kantonsgericht Obwalden den Beschwerdegegnern gegenüber der Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Obwalden die definitive Rechtsöffnung für Fr. 4'291.20 nebst Zins und Gebühren (Verfahren RÖ 21/022/II).
Dagegen sowie gegen sechs weitere Rechtsöffnungsentscheide erhob die Beschwerdeführerin sinngemäss Beschwerde. Das Obergericht des Kantons Obwalden verlangte in allen sieben Verfahren (BZ 21/ 010-016) je einen Kostenvorschuss von Fr. 200.--, den die Beschwerdeführerin lediglich im Verfahren BZ 21/010 bezahlte. In den übrigen sechs Verfahren (so insbesondere auch im vorliegenden Verfahren BZ 21/014) setzte das Obergericht mit Verfügungen vom 6. Juli 2021 je eine Nachfrist zur Leistung des Vorschusses an, unter Androhung des Nichteintretens auf die Beschwerde bei nicht fristgemässer Bezahlung.
Gegen diese Nachfristverfügungen hat die Beschwerdeführerin am 9. Juli 2021 (Postaufgabe) Beschwerde an das Obergericht erhoben. Das Obergericht hat die Beschwerden samt den Akten zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weitergeleitet ( Art. 48 Abs. 3 BGG ). Das Bundesgericht hat diesbezüglich sechs Beschwerdeverfahren eröffnet (Verfahren 5D_130/2021 bis 5D_135/2021).
2. Bei der Anordnung einer Nachfrist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses handelt es sich um einen Zwischenentscheid nach Art. 117 i.V.m. Art. 93 BGG , der vor Bundesgericht nur eingeschränkt angefochten werden kann. Vorliegend ist erforderlich, dass er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ), was von der Beschwerdeführerin darzulegen ist. Sie bringt zwar vor, es sei nicht korrekt, ihr den Vorschuss mehrmals in Rechnung zu stellen. Es gehe nur um ein einziges Steuerguthaben und sie habe den Vorschuss einmal geleistet. Inwieweit ihr durch die Nachfristverfügung ein nicht wieder gutzumachender Nachteil drohen könnte, legt sie damit jedoch weder dar noch ist solches ersichtlich. Insbesondere macht sie nicht geltend, dass sie finanziell nicht in der Lage ist, den verlangten Kostenvorschuss zu leisten, und ihr deshalb der vom Obergericht in Aussicht gestellte Nachteil (Nichteintretensentscheid) tatsächlich drohen könnte ( BGE 142 III 798 E. 2 S. 800 ff.).
Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Obwalden schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. Juli 2021
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg