Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_133/2015 KI-generiert

Definitive debt collection enforcement against disputed CHF 474 claim dismissed for failure to pay cost advance.

Geschäftsnummer 5D_133/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to hear the appellant's constitutional complaint and dismissed the case, affirming the lower court’s decision to refuse to consider her appeal due to her failure to pay the required cost advance within the extended deadline; no court costs were imposed. The dispute arose from a first-instance order granting definitive debt collection (legal fee enforcement) to the respondent for CHF 474 plus interest, which the appellant challenged before the Cantonal Court, but that court did not enter into the merits because she did not pay the CHF 200 advance despite a warning. The Supreme Court held the complaint inadmissible because the appellant failed to adequately substantiate any violation of constitutional rights as required by Article 117 in conjunction with Articles 106(2) and 116 of the Federal Supreme Court Act, and her requests (including a claim for CHF 234,000) exceeded the scope of the challenged decision. The Court applied the simplified procedure under Article 117 with Article 108(1)(a) and (b) of the Federal Supreme Court Act.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Definitive debt collection enforcement against disputed CHF 474 claim dismissed for failure to pay cost advance: The dispute arose from a first-instance order granting definitive debt collection (legal fee enforcement) to the respondent for CHF 474 plus interest, which the appellant challenged before the Cantonal Court, but that court did not enter into the merits because she did not pay the CHF 200 advance despite a warning. The Supreme Court held the complaint inadmissible because the appellant failed to adequately substantiate any violation of constitutional rights as required by Article 117 in conjunction with Articles 106(2) and 116 of the Federal Supreme Court Act, and her requests (including a claim for CHF 234,000) exceeded the scope of the challenged decision. The Court applied the simplified procedure under Article 117 with Article 108(1)(a) and (b) of the Federal Supreme Court Act.

Schlagwörter

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Kostenvorschuss Zahlungsbefehl Streitwert Vollstreckungsentscheid nachträglicher Rechtsvorschlag Eilvorabentscheidungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

Basis for declaring the constitutional complaint inadmissible in the simplified procedure.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5D_133/2015

Urteil vom 28. Juli 2015

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse Basel-Stadt,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 10. Juli 2015 (mitgeteilt am 14. Juli 2015) des Kantonsgerichts von Graubünden (Schuldbetreibungs- und Konkurskammer).

Nach Einsicht

in die (als Verfassungsbeschwerde entgegengenommenen) Eingaben gegen den Entscheid vom 10. Juli 2015 des Kantonsgerichts von Graubünden, das auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 474.-- nebst Zins nicht eingetreten ist,

in Erwägung,

dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Kantonsgerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingaben der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden sind,

dass die Verfassungsbeschwerde von vornherein unzulässig ist, soweit die Beschwerdeführerin Anträge stellt und Rügen erhebt, die über den Gegenstand des kantonsgerichtlichen Entscheids vom 10. Juli 2015 hinausgehen oder damit in keinem Zusammenhang stehen, was namentlich für die von der Beschwerdeführerin beantragte Zusprechung von Fr. 234'000.-- gilt,

dass sodann in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass das Kantonsgericht im Entscheid vom 10. Juli 2015 erwog, nach erfolgloser erster Aufforderung zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 200.-- sei der Beschwerdeführerin (unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis) eine Nachfrist zur Vorschusszahlung angesetzt worden, der Vorschuss sei auch innerhalb der Nachfrist nicht geleistet worden, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten sei und die Beschwerdeführerin kostenpflichtig werde,

dass die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die kantonsgerichtlichen Erwägungen eingeht,

dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Kantonsgerichts vom 10. Juli 2015 verletzt sein sollen,

dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,

dass keine Gerichtskosten zu erheben sind,

dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Graubünden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Juli 2015

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann