Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_119/2012 KI-generiert

Inheritance certificate; constitutional complaint dismissed for insufficiently substantiated violation of constitutional rights against refusal to enter proceedings for unpaid court costs.

Geschäftsnummer 5D_119/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (II. Civil Law Division) dismissed the appellant's constitutional complaint and ordered him to pay CHF 200 in court costs, leaving the lower court's ruling in force. The appellant had challenged a May 24, 2012 decision of the Zurich Cantonal High Court, which had declined to consider his appeal against a district court's non-entry decision (refusing to issue an inheritance certificate due to the appellant's failure to pay the required advance costs despite an extended deadline). The High Court had rejected the appeal as untimely, noting the 10-day filing deadline ended March 23, 2012, but the appeal was only mailed on March 28, 2012. The Supreme Court held that, since the matter was pecuniary with a value below CHF 30,000 and no exception applied, only a subsidiary constitutional complaint was available, which requires a clear and detailed explanation of which constitutional rights were violated by the lower court's reasoning (under Article 117 in conjunction with Articles 106(2) and 116 BGG). Because the appellant's submission failed to engage with the High Court's decisive reasoning or demonstrate any constitutional violation, the complaint lacked sufficient grounds and was dismissed under Article 117 in conjunction with Article 108(1)(b) BGG.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 116 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Inheritance certificate; constitutional complaint dismissed for insufficiently substantiated violation of constitutional rights against refusal to enter proceedings for unpaid court costs: Civil Law Division) dismissed the appellant's constitutional complaint and ordered him to pay CHF 200 in court costs, leaving the lower court's ruling in force. The appellant had challenged a May 24, 2012 decision of the Zurich Cantonal High Court, which had declined to consider his appeal against a district court's non-entry decision (refusing to issue an inheritance certificate due to the appellant's failure to pay the required advance costs despite an extended deadline). The High Court had rejected the appeal as untimely, noting the 10-day filing deadline ended March 23, 2012, but the appeal was only mailed on March 28, 2012. The Supreme Court held that, since the matter was pecuniary with a value below CHF 30,000 and no exception applied, only a subsidiary constitutional complaint was available, which requires a clear and detailed explanation of which constitutional rights were violated by the lower court's reasoning (under Article 117 in conjunction with Articles 106(2) and 116 BGG). Because the appellant's submission failed to engage with the High Court's decisive reasoning or demonstrate any constitutional violation, the complaint lacked sufficient grounds and was dismissed under Article 117 in conjunction with Article 108(1)(b) BGG.

Schlagwörter

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Erbbescheinigung Kostenvorschuss Erbvorbezug Vorschuss ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Verzugskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 117 BGG

Cited in the dispositive to declare the constitutional complaint inadmissible due to lack of sufficient grounds.

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Cited in the dispositive as the procedural basis for the simplified non-entry decision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the dispositive to impose court costs on the losing appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5D_119/2012

Urteil vom 9. Juli 2012

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich,

II. Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich.

Gegenstand

Erbschein,

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 24. Mai 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer).

Nach Einsicht

in die (als Verfassungsbeschwerde entgegengenommene) Eingabe gegen den Beschluss vom 24. Mai 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen Nichteintretensentscheid des Bezirksgerichts Zürich (Nichteintreten - mangels Leistung des Kostenvorschusses trotz Ansetzung einer Nachfrist - auf ein Gesuch des Beschwerdeführers um Ausstellung eines Erbscheins) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,

dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Beschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ; Streitwert vorliegend Fr. 4'214.10) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,

dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG ), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass das Obergericht im Beschluss vom 24. Mai 2012 erwog, der Beschwerdeführer habe den erstinstanzlichen Entscheid am 13. März 2012 entgegengenommen, die 10-tägige Beschwerdefrist habe somit am 23. März 2012 geendet, die Beschwerde an das Obergericht sei indessen erst am 28. März 2012 und damit verspätet bei der Schweizerischen Post eingegangen, auf die Beschwerde sei daher nicht einzutreten, im Übrigen wäre sie unbegründet gewesen, weil das erstinstanzliche Gericht zu Recht mangels Vorschusszahlung einen Nichteintretensentscheid gefällt habe, die diesbezüglichen Beschwerdevorbringen seien unbehelflich,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,

dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Beschluss des Obergerichts vom 24. Mai 2012 verletzt sein sollen,

dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,

dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Zürich sowie dem Bezirksgericht Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juli 2012

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann