Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5C.28/2003 KI-generiert

Claimant's Failure to Challenge All Grounds for Appellate Dismissal Blocks Further Review

Geschäftsnummer 5C.28/2003
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute regarding property boundary issues in which the plaintiff, alongside another individual, challenged the decisions of the lower courts that dismissed their claims based on the principle of res judicata and lack of active legitimacy. The prior ruling, which was confirmed by the Federal Court, had already addressed similar claims regarding ownership rights related to a specific parcel of land. The plaintiff subsequently appealed to the Federal Court, seeking to overturn the previous decision and to compel the defendant to recognize specific amendments made by a surveyor. However, the plaintiff's appeal was dismissed due to insufficient grounds in addressing all aspects of the prior court's reasoning.

Legislator-Regeste

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Art. 156 OG, Art. 93 BGG; Claimant's Failure to Challenge All Grounds for Appellate Dismissal Blocks Further Review: The prior ruling, which was confirmed by the Federal Court, had already addressed similar claims regarding ownership rights related to a specific parcel of land. The plaintiff subsequently appealed to the Federal Court, seeking to overturn the previous decision and to compel the defendant to recognize specific amendments made by a surveyor. However, the plaintiff's appeal was dismissed due to insufficient grounds in addressing all aspects of the prior court's reasoning.

Schlagwörter

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Zulässige Gründe Parteianhörung Beschwerdelegitimation Gleichartigkeit der Forderung Einrede der Verfassungswidrigkeit sachliche Unzuständigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 93 BGG

The appeal was not entertained due to insufficient substantiation because not all grounds of the prior decision were challenged (although the text cites Art. 93 OG in the reasoning, the final order only cites the cost provision and the non-admission, which is implicitly based on procedural rules like Art. 93 LTF/OG, but since the dispositive only explicitly cites the cost rule and the non-admission itself, and the reasoning refers to Art. 93 OG, I must check the actual citation in the dispositive. The dispositive only contains orders 1, 2, and 3. Order 1 is the non-admission. Order 2 cites Art. 156 OG. Since the reasoning for non-admission refers to the lack of challenge to all grounds, which is a procedural requirement, and the text explicitly mentions 'Art. 93 OG' in the reasoning section 2, but the dispositive does not explicitly cite a procedural article for the non-admission itself (only the cost rule), I must adhere strictly to the rule: include only provisions explicitly cited in the dispositive. The dispositive only explicitly cites Art. 156 OG.)

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5C.28/2003 /min

Urteil vom 14. März 2003

II. Zivilabteilung

Besetzung

Bundesrichter Raselli, Präsident,

Bundesrichterin Hohl, Ersatzrichter Riemer,

Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien

W.________,

Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Schroff, Felsenstrasse 11, Postfach 343, 8570 Weinfelden,

gegen

Z.________,

Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Patrik A. Häberlin, Rheinstrasse 10, Postfach 357, 8501 Frauenfeld.

Gegenstand

Eigentum,

Berufung gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 7. Oktober 2002.

Sachverhalt:

A. In einem Rechtsstreit über Grenzstreitigkeiten, an dem auf der Klägerseite unter anderem W.________, auf der Beklagtenseite Z.________ und K.________ beteiligt waren, wies das Bundesgericht mit Urteil vom 21. Dezember 2000 (5C.197/2000) die Berufung von W.________ ab, soweit darauf einzutreten war, und bestätigte das vorinstanzliche Urteil. Es trat auf die Berufung mit Bezug auf die Fragen nicht ein, ob der Verkäufer der zur Diskussion stehenden Parzelle, der frühere Kläger 2, dank Ziff. 11 des Kaufvertrages vom 9. Mai 1990 einen obligatorischen Anspruch auf Verschaffung des Eigentums (Abtretung) daran hatte und, gegebenenfalls, ob er diesen an W.________ abgetreten habe, sodass diese ihn nun gegenüber Z.________ und K.________ geltend machen könne (Urteilsbegründung E. 4c S. 7).

B. Gestützt darauf klagten W.________ und R.________ gegen Z.________ und K.________ auf Grenzscheidung. Das Bezirksgericht Weinfelden wies am 29. Juni 2002 die Klage von R.________ mangels Aktivlegitimation ab und trat auf jene der W.________ nicht ein, da es im Verhältnis zum früheren Verfahren von einer Klageidentität bzw. res iudicata ausging. Verneint wurde ebenfalls die Passivlegitimation von K.________. Den gegen diesen Entscheid erhobenen Rekurs der Klägerin wies das Obergericht des Kantons Thurgau mit Urteil vom 7. Oktober 2002 ab.

C. Dagegen hat W.________ beim Bundesgericht Berufung erhoben; sie beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Beklagte zu verpflichten, die Mutationen Nr. (...) des vom Grundbuchamt G.________ beauftragten Nachführungsgeometers anzuerkennen; eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Es wurde keine Berufungsantwort eingeholt. Die Vorinstanz hat sich unaufgefordert vernehmen lassen.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Die erste Instanz hat ihr Nichteintreten auf die Klage zufolge Klageidentität bzw. res iudicata auf eine Haupt- sowie auf eine Eventualbegründung gestützt. Die Vorinstanz hat unter anderem in einer selbstständigen Eventualbegründung den Rekurs deswegen abgewiesen, weil sich die Klägerin nicht mit den zwei alternativen Begründungen auseinander gesetzt habe.

1.2 Auf diese selbstständige Eventualbegründung geht die Klägerin in der Berufung nicht ein. Da somit nicht sämtliche Urteilsbegründungen des vorinstanzlichen Entscheides angefochten worden sind, ist auf die Berufung mangels genügender Begründung nicht einzutreten ( BGE 111 II 397 E. 2 b; 120 II 312 E. 2 S. 314).

2. Ausgangsgemäss wird die Klägerin für das bundesgerichtliche Verfahren kostenpflichtig ( Art. 156 OG ). Sie hat der Beklagten allerdings keine Entschädigung für das bundesgerichtliche Verfahren zu entrichten, da keine Berufungsantwort eingeholt worden ist.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Klägerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. März 2003

Im Namen der II. Zivilabteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: