Mother's Appeal Dismissed for Procedural Non-Compliance in Guardianship Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, the mother of a child appealed against a decision made by the Child and Adult Protection Authority in Basel-City regarding the appointment of a guardianship as per Swiss Civil Code Article 308. The appeal was dismissed by the Appellate Court of Basel-City due to the mother's failure to provide an advance payment of costs. Subsequently, the mother approached the Swiss Federal Tribunal on December 27, 2022, seeking reversal of this decision and also requested legal aid. The court confirmed that the appeal was inadmissible due to the unpaid cost deposit, and the request for legal aid was denied.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 99 Abs. 2 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Mother's Appeal Dismissed for Procedural Non-Compliance in Guardianship Case: The appeal was dismissed by the Appellate Court of Basel-City due to the mother's failure to provide an advance payment of costs. Subsequently, the mother approached the Swiss Federal Tribunal on December 27, 2022, seeking reversal of this decision and also requested legal aid. The court confirmed that the appeal was inadmissible due to the unpaid cost deposit, and the request for legal aid was denied.
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KI-generiertUsed to reject the request for free legal aid because the appeal had no prospect of success.
Used to order the appellant to pay the court costs.
Cited in the reasoning to justify why the court could not rule on requests outside the scope of the challenged decision (non-admission due to non-payment of cost advance), although the final order itself does not explicitly cite it, the instruction is to include provisions explicitly cited in the dispositive. Since Art. 99 Abs. 2 BGG is NOT cited in the dispositive (orders 1-4), it must be excluded based on the strict rule.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_993/2022
Urteil vom 30. Dezember 2022
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Basel-Stadt, Rheinsprung 16/18, 4051 Basel,
B.A.________, verbeiständet durch C.________, Kinder- und Jugenddienst, Postfach, 4051 Basel,
betroffenes Kind.
Gegenstand
Kostenvorschuss (Übernahme der Beistandschaft),
Beschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 21. November 2022 (VD.2022.209).
Sachverhalt:
Gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Basel-Stadt vom 8. September 2022 betreffend Übernahme der Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB erhob die Mutter des betroffenen Kindes eine Beschwerde.
Nachdem sie den einverlangten Kostenvorschuss nicht geleistet hatte, trat das Appellationsgericht Basel-Stadt mit Verfügung vom 21. November 2022 auf die Beschwerde nicht ein.
Mit Eingabe 27. Dezember 2022 wendet sich die Mutter an das Bundesgericht. Ferner stellt sie sinngemäss ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
Erwägungen:
1. Die Mutter spricht zwar von "Verfassungsbeschwerde". Inhaltlich erhebt sie aber weder von den Begehren noch von der Begründung her eine Beschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichtes. Vielmehr stellt sie im Namen ihrer Tochter eine Reihe von Feststellungs- und Anhörungsbegehren.
Anfechtungsobjekt bildet jedoch vorliegend eine Nichteintretensverfügung zufolge Nichtleistens des Kostenvorschusses. Auf Begehren und Ausführungen, die ausserhalb des dadurch umrissenen Anfechtungsgegenstandes stehen, kann von vornherein nicht eingetreten werden ( Art. 99 Abs. 2 BGG ; BGE 136 II 457 E. 4.2; 136 V 362 E. 3.4.2 ; 142 I 155 E. 4.4.2).
2. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.
3. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
4. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Kindesvertreterin, der KESB Basel-Stadt und dem Appellationsgericht Basel-Stadt mitgeteilt.
Lausanne, 30. Dezember 2022
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli