Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_974/2020 KI-generiert

Appeal Concerning Compulsory Psychiatric Institutionalization and Involuntary Measures Dismissed for Insufficient Legal Justification

Geschäftsnummer 5A_974/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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On September 1, 2020, a woman (A.________) was involuntarily placed in a psychiatric center following a doctor's order, and a stationary psychiatric evaluation was subsequently mandated by the Biel Child and Adult Protection Authority (KESB) on September 18, 2020. Based on the evaluation report received on October 22, 2020, the KESB decided on October 29 to extend her involuntary stay. Additionally, the psychiatric center implemented compulsory medical interventions (isolation, fixation, and medication) by order of the chief physician on October 28, 2020. A.________ contested both the confinement and the mandatory measures, but her appeals were rejected by the Bern High Court on November 9, 2020. She then appealed the decision to the Swiss Federal Tribunal on November 23, 2020, without legal representation, disputing the necessity and justification of her confinement and treatment.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Concerning Compulsory Psychiatric Institutionalization and Involuntary Measures Dismissed for Insufficient Legal Justification: Based on the evaluation report received on October 22, 2020, the KESB decided on October 29 to extend her involuntary stay. Additionally, the psychiatric center implemented compulsory medical interventions (isolation, fixation, and medication) by order of the chief physician on October 28, 2020. A.________ contested both the confinement and the mandatory measures, but her appeals were rejected by the Bern High Court on November 9, 2020. She then appealed the decision to the Swiss Federal Tribunal on November 23, 2020, without legal representation, disputing the necessity and justification of her confinement and treatment.

Schlagwörter

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Fürsorgerische Unterbringung, Zwangsmassnahmen psychiatrisches Gutachten Zwangsmedikation Rechtsgutachten medizinische Gründe Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs begründeter Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not admitted in the simplified procedure because it was obviously insufficiently reasoned.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court waived the imposition of court costs given the specific circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_974/2020

Urteil vom 30. November 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Biel, Zentralstrasse 63, 2502 Biel,

B.________.

Gegenstand

Fürsorgerische Unterbringung, Zwangsmassnahmen,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 9. November 2020 (KES 20 907).

Sachverhalt:

Am 1. September 2020 wurde A.________ mit ärztlicher Einweisung fürsorgerisch im Psychiatriezentrum U.________ untergebracht. Am 18. September 2020 ordnete die KESB Biel eine stationäre psychiatrische Begutachtung an. Gestützt auf das am 22. Oktober 2020 erstattete Gutachten verfügte die KESB mit Entscheid vom 29. Oktober 2020 die fürsorgerische Unterbringung von A.________. Überdies hatte das Psychiatriezentrum mit chefärztlicher Verfügung vom 28. Oktober 2020 medizinische Zwangsmassnahmen angeordnet (Isolation, Fixation und Medikation). Die gegen die fürsorgerische Unterbringung und die Zwangsmassnahmen erhobenen Beschwerden wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 9. November 2020 ab. Dagegen hat A.________, nunmehr ohne anwaltliche Vertretung, am 23. November 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht.

Erwägungen:

1. Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

2. Aus der stichwortartig verfassten Beschwerde ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin weder mit der fürsorgerischen Unterbringung noch mit den Zwangsmassnahmen einverstanden ist. Sie macht sinngemäss geltend, alles sei ungerechtfertigt, das Gutachten beweise keinen Wahn, von ihr gehe keine Gewalt aus und sie könne für sich selbst sorgen. Eine Bezugnahme auf die ausführlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides findet nicht statt. Diese äussern sich vollständig sowohl zu den Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung als auch zu denjenigen der Zwangsmassnahmen und kommen zum Schluss, dass die fürsorgerische Unterbringung wie auch die Zwangsmassnahmen vorliegend zwingend erforderlich und verhältnismässig sind.

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG zu entscheiden ist.

4. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der KESB Biel, B.________ und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. November 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli