Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_952/2014 KI-generiert

Free legal aid for guardianship conversion appeal: indigence determination based on liquid assets over CHF 75,000.

Geschäftsnummer 5A_952/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (II. Civil Division) dismissed the appellant’s appeal and upheld the lower court’s decision, meaning the Kantonsgericht St. Gallen’s refusal of free legal aid remains in force. The appellant had challenged the Kantonsgericht’s denial of her renewed request for free legal aid (unentgeltliche Rechtspflege) to pursue a Berufung against a decision of the St. Gallen Administrative Appeals Commission, which had dismissed her claim to convert a comprehensive guardianship into a representation guardianship with asset management. The Court held the appeal inadmissible because the appellant failed to provide sufficient reasoning under Art. 42 para. 1-2 of the BGG, as she did not engage with the lower court’s key finding that she was not indigent, given her cash assets of over CHF 75,000, and did not allege changed circumstances; since she also did not raise any sufficiently substantiated constitutional claims under Art. 106 para. 2 BGG, the appeal was dismissed in the simplified procedure under Art. 108 para. 1 lit. b BGG. No court costs were imposed, and the appellant’s own request for free legal aid in the federal proceedings was declared moot.

Legislator-Regeste

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG; Free legal aid for guardianship conversion appeal: indigence determination based on liquid assets over CHF 75,000: Civil Division) dismissed the appellant’s appeal and upheld the lower court’s decision, meaning the Kantonsgericht St. Gallen’s refusal of free legal aid remains in force. The appellant had challenged the Kantonsgericht’s denial of her renewed request for free legal aid (unentgeltliche Rechtspflege) to pursue a Berufung against a decision of the St. Gallen Administrative Appeals Commission, which had dismissed her claim to convert a comprehensive guardianship into a representation guardianship with asset management. The Court held the appeal inadmissible because the appellant failed to provide sufficient reasoning under Art. 42 para. 1-2 of the BGG, as she did not engage with the lower court’s key finding that she was not indigent, given her cash assets of over CHF 75,000, and did not allege changed circumstances; since she also did not raise any sufficiently substantiated constitutional claims under Art. 106 para. 2 BGG, the appeal was dismissed in the simplified procedure under Art. 108 para. 1 lit. b BGG. No court costs were imposed, and the appellant’s own request for free legal aid in the federal proceedings was declared moot.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Vertretung im Kindes- und Erwachsenenschutz Anwaltshonorar finanzielle Verhältnisse gesetzliche Voraussetzungen ersuchender Staat

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the appeal inadmissible due to lack of sufficient reasoning in the simplified procedure.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_952/2014

Urteil vom 2. Dezember 2014

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonsgericht St. Gallen ,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege (Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 24. November 2014 des Kantonsgerichts St. Gallen (II. Zivilkammer).

Nach Einsicht

in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 24. November 2014 des Kantonsgerichts St. Gallen, das ein erneutes Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für ihre Berufung gegen einen abweisenden Beschwerdeentscheid der Verwaltungsrekurskommission St. Gallen (betreffend die Umwandlung einer umfassenden Beistandschaft in eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung) abgewiesen und die Beschwerdeführerin zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.-- aufgefordert hat,

in Erwägung,

dass das Kantonsgericht erwog, mit ihrem erneuten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gehe die Beschwerdeführerin in keiner Weise auf den vorausgegangenen kantonsgerichtlichen Entscheid (betreffend Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege) ein, wonach die Beschwerdeführerin über ein Barvermögen von über Fr. 75'000.-- verfüge, veränderte Verhältnisse würden keine geltend gemacht, das erneute Gesuch sei daher ebenfalls mangels Bedürftigkeit abzuweisen,

dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind ( BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),

dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind ( Art. 106 Abs. 2 BGG ), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind ( BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden kantonsgerichtlichen Erwägungen eingeht,

dass sie erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Kantonsgerichts vom 24. November 2014 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,

dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,

dass keine Gerichtskosten erhoben werden,

dass sich damit das sinngemässe Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren als gegenstandslos erweist,

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Dezember 2014

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann