Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_900/2011 KI-generiert

Appeal Against Expired Involuntary Committal Lacking Legal Interest

Geschäftsnummer 5A_900/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint by an individual against a decision made by a cantonal administrative court regarding a short-term involuntary confinement for psychiatric treatment. The individual, who has a long-standing mental health condition and lacks insight into their illness, was deemed a danger to themselves and others, necessitating the confinement. The administrative court's ruling, which upheld the confinement measures, was challenged by the individual. However, the federal tribunal determined that the appeal was inadmissible due to the absence of a current interest, as the individual was no longer subject to the confinement at the time of the appeal, and also due to the lack of justification provided in the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 397a Abs. 1 ZGB, Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG; Appeal Against Expired Involuntary Committal Lacking Legal Interest: The individual, who has a long-standing mental health condition and lacks insight into their illness, was deemed a danger to themselves and others, necessitating the confinement. The administrative court's ruling, which upheld the confinement measures, was challenged by the individual. However, the federal tribunal determined that the appeal was inadmissible due to the absence of a current interest, as the individual was no longer subject to the confinement at the time of the appeal, and also due to the lack of justification provided in the appeal.

Schlagwörter

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Kontrollfrist Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Nichtanhandnahmeverfügung beschränkte Handlungsfähigkeit Konkursbegehren Wegfall des Rechtsschutzinteresses

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The Federal Tribunal did not enter upon the merits of the appeal due to inadmissibility, applying this procedural rule.

Art. 108 Abs. 1 BGG

Used as the procedural basis for deciding the matter under the simplified procedure.

Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning because the appeal lacked proper substantiation.

Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG

Cited in the reasoning as the requirement for an appeal concerning a deprivation of liberty, which was necessary context for determining inadmissibility.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_900/2011

Urteil vom 23. Dezember 2011

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Departement des Innern des Kantons Solothurn,

Gegenstand

Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 12. Dezember 2011 des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn.

Nach Einsicht

in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 12. Dezember 2011 des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn, das eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen den am 25. November 2011 (durch das Departement des Innern in Anwendung von Art. 397a Abs. 1 ZGB ) verfügten, bis zum 16. Dezember 2011 befristeten fürsorgerischen Freiheitsentzug in der Psychiatrischen Klinik Solothurn abgewiesen hat,

in Erwägung,

dass das Verwaltungsgericht (auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung der Beschwerdeführerin anlässlich der Instruktionsverhandlung) erwog, die seit Jahren an ... leidende Beschwerdeführerin habe keine Krankheitseinsicht und müsse stationär behandelt werden, weil sie bei sofortiger Entlassung sich selbst und andere gefährden würde,

dass die Zulässigkeit der Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen einen letztinstanzlichen Entscheid betreffend fürsorgerische Freiheitsentziehungen ein aktuelles Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids voraussetzt ( Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass es vorliegend an diesem Interesse fehlt, weil sich die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung (21. Dezember 2011) nicht mehr auf Grund des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 12. Dezember 2011 betreffend den bis zum 16. Dezember 2011 befristeten fürsorgerischen Freiheitsentzug in der Klinik befand,

dass ferner die Beschwerde auch deshalb unzulässig ist, weil sie (entgegen der kantonalen Rechtsmittelbelehrung) keine Begründung enthält (Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG),

dass somit auf die - mangels hinreichenden Interesses und auch mangels Begründung - offensichtlich unzulässige Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,

dass keine Gerichtskosten erhoben werden,

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

dass schliesslich die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen wird, dass sie jederzeit bei den zuständigen kantonalen Behörden ein Entlassungsgesuch stellen kann,

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Departement des Innern und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Dezember 2011

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann