Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_881/2020 KI-generiert

Appeal Admissibility Regarding Mandatory Placement and Untimely Submission

Geschäftsnummer 5A_881/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual's involuntary confinement in a facility on October 3, 2020, ordered by a medical doctor due to concerns surrounding their wellbeing. This individual filed a complaint against their confinement on October 17, 2020, but the complaint was deemed inadmissible by the Bernese Cantonal Court's Protection Court for Children and Adults due to the expiration of the appeal period. The court instead directed the late submission to the clinic for consideration as a request for release. The individual subsequently attempted to appeal to the Swiss Federal Tribunal, asserting their religious intentions behind certain actions and denying any intent to harm themselves or others. The underlying legal issue centers on whether the initial court correctly declined the appeal based on procedural lateness.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Admissibility Regarding Mandatory Placement and Untimely Submission: This individual filed a complaint against their confinement on October 17, 2020, but the complaint was deemed inadmissible by the Bernese Cantonal Court's Protection Court for Children and Adults due to the expiration of the appeal period. The court instead directed the late submission to the clinic for consideration as a request for release. The individual subsequently attempted to appeal to the Swiss Federal Tribunal, asserting their religious intentions behind certain actions and denying any intent to harm themselves or others. The underlying legal issue centers on whether the initial court correctly declined the appeal based on procedural lateness.

Schlagwörter

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Fürsorgerische Unterbringung Anstaltsaufenthalt Aufenthaltsanweisung Beschwerdelegitimation Verspätungsausschluss gesetzlicher Ausschlussgrund Rechtsschutzinteresse

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not admitted to a decision because it was obviously insufficiently reasoned, leading to a decision by the President in simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court waived the collection of court fees based on the specific circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_881/2020

Urteil vom 26. Oktober 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner,

C.________,

Gegenstand

Fürsorgerische Unterbringung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 19. Oktober 2020 (KES 20 878 POB).

Sachverhalt:

A.________ wurde von Dr. med. B.________ mit Verfügung vom 3. Oktober 2020 in C.________ fürsorgerisch untergebracht.

Auf die hiergegen am 17. Oktober 2020 erhobene Beschwerde trat das Obergericht des Kantons Bern zufolge abgelaufener Beschwerdefrist nicht ein, leitete aber die verspätete Eingabe praxisgemäss im Sinn eines Entlassungsgesuchs zur diesbezüglichen Prüfung an die Klinik weiter.

Mit Fax-Eingabe vom 21. Oktober 2020 wandte sich A.________ an das Obergericht, wonach sie gemäss der Rechtsmittelbelehrung eine Beschwerde einreiche. Diese Eingabe leitete das Obergericht am 22. Oktober 2020 an das Bundesgericht weiter.

Erwägungen:

1. Fax-Eingaben erfüllen das Schrifterfordernis gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG nicht. Eine auf Art. 42 Abs. 5 BGG gestützte Aufforderung zur Behebung des Mangels ist aber insoweit entbehrlich, als die Eingabe die Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG ohnehin nicht erfüllen würde (dazu E. 2).

2. Die Vorinstanz ist auf das Rechtsmittel der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Streitgegenstand ist deshalb grundsätzlich nur die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht einen Nichteintretensentscheid gefällt hat ( BGE 135 II 38 E. 1.2 S. 41; 139 II 233 E. 3.2 S. 235). Diesbezüglich hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

Die Beschwerdeführerin hält einzig fest, sie sei sehr religiös und habe nur deshalb eine Kerze angezündet. Nie habe sie sich oder ihr Kind verletzen wollen, denn gemäss orthodoxer Bibel käme man dann in die Hölle. Jeder Mensch mache Fehler, aber Gott vergebe alles. Eine Bezugnahme auf den Nichteintretensentscheid oder gar eine Darlegung, inwiefern damit Recht verletzt worden sein soll, erfolgt nicht.

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

4. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, C.________ und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Oktober 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli