Timeliness of Appeal Regarding Modification of Marriage Protective Measures Maintenance Payments
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, the parties, who married in 1999 and have two children, had a separation ruling from the Regional Court of Landquart on August 29, 2018, where they reached an agreement on several matters during the main hearing. On December 15, 2020, the Cantonal Court of Graubünden amended the initially determined maintenance payments. The wife received this judgment on December 24, 2020, and subsequently filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on February 1, 2021, seeking higher maintenance payments. However, there was a timing issue with the filing of the appeal, which is central to the proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 46 Abs. 2 BGG, Art. 98 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; Timeliness of Appeal Regarding Modification of Marriage Protective Measures Maintenance Payments: On December 15, 2020, the Cantonal Court of Graubünden amended the initially determined maintenance payments. The wife received this judgment on December 24, 2020, and subsequently filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on February 1, 2021, seeking higher maintenance payments. However, there was a timing issue with the filing of the appeal, which is central to the proceedings.
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KI-generiertThe appeal was not granted entry because it was deemed late, handled under the simplified procedure.
Imposed the court costs on the appellant.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_88/2021
Urteil vom 3. Februar 2021
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Diana Honegger,
Beschwerdeführerin,
gegen
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Erich Vogel,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Eheschutz,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Zivilkammer, vom 15. Dezember 2020 (ZK1 18 122).
Sachverhalt:
Die rubrizierten Parteien heirateten im Jahr 1999 und haben die Kinder C.________ (geb. 1999) und D.________ (geb. 2004). Mit Entscheid vom 29. August 2018 regelte das Regionalgericht Landquart die Folgen des Getrenntlebens, wobei sich die Parteien an der Hauptverhandlung in diversen Punkten mit einer Vereinbarung einigen konnten. Mit Urteil vom 15. Dezember 2020 modifizierte das Kantonsgericht von Graubünden die erstinstanzlich festgelegten Unterhaltsbeiträge. Das Urteil wurde der Ehefrau am 24. Dezember 2020 mit Gerichtsurkunde zugestellt. Dagegen hat sie am 1. Februar 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit dem Begehren um höhere (im Einzelnen konkret bezifferte) Unterhaltsbeiträge.
Erwägungen:
1. Das angefochtene Urteil wurde der Beschwerdeführerin nach eigener Darstellung in der Beschwerde sowie gemäss dem beigelegten Auszug "Track & Trace" am 24. Dezember 2020 zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) begann somit am 25. Dezember 2020 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und endete am 23. Januar 2021. Weil dies ein Samstag war, verlängerte sich die Frist auf Montag, 25. Januar 2021. Die erst am 1. Februar 2021 der Post übergebene Beschwerde erweist sich folglich als verspätet.
Zwar beruft sich die Beschwerdeführerin auf die Gerichtsferien gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG . Indes gelten diese nicht für vorsorgliche Massnahmen ( Art. 46 Abs. 2 BGG ). Bei Eheschutzentscheiden handelt es sich um vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG ( BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397; Urteile 5A_381/2019 vom 10. Mai 2019 E. 1; 5A_896/2019 13. November 2019 E. 1; 5A_1037/2019 vom 22. April 2020 E. 1.3; 5A_598/2020 vom 24. August 2020 E. 1; 5A_659/2020 vom 7. September 2020 E. 1) und die Begrifflichkeit von Art. 46 Abs. 2 und Art. 98 BGG ist identisch ( BGE 134 III 667 E. 1.3 S. 668; Urteile 5A_177/2007 vom 1. Juni 2007 E. 1.3; 5A_376/2017 vom 23. Mai 2017 E. 2; 5A_414/2018 vom 17. Mai 2018 E. 3; 5A_613/2018 vom 24. Juli 2018 E. 1).
2. Die Gerichtsferien gelten nach dem Gesagten nicht und folglich ist die Beschwerde verspätet eingereicht worden. Mithin ist auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten.
3. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. Februar 2021
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli