Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_841/2022 KI-generiert

Appeal Against Property Auction Sale Dismissed Due to Untimely Filing and Lack of Legal Reasoning

Geschäftsnummer 5A_841/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A property belonging to an appellant was auctioned for 1.4 million Swiss francs following a forced sale by a mortgage creditor on June 8, 2022. The appellant challenged the auction result, arguing that the sale was conducted below the property's estimated value, and sought to have the auction declared invalid. The local Hinwil district court, acting as the lower cantonal supervisory authority for debt enforcement and bankruptcy, did not admit the appeal on September 12, 2022. The appellant further appealed to the Zurich Obergericht, the upper cantonal supervisory authority, which similarly declined to admit the appeal on October 17, 2022. The appellant then approached the Swiss Federal Tribunal on November 2, 2022, requesting the invalidation of the Zurich court's decision and seeking free legal representation, asserting a lack of legal expertise. However, the appeal was filed after the ten-day deadline, rendering it inadmissible, and the request for free legal aid was denied due to the appeal's untimeliness and lack of substantiation.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Against Property Auction Sale Dismissed Due to Untimely Filing and Lack of Legal Reasoning: The appellant challenged the auction result, arguing that the sale was conducted below the property's estimated value, and sought to have the auction declared invalid. The local Hinwil district court, acting as the lower cantonal supervisory authority for debt enforcement and bankruptcy, did not admit the appeal on September 12, 2022. The appellant further appealed to the Zurich Obergericht, the upper cantonal supervisory authority, which similarly declined to admit the appeal on October 17, 2022. The appellant then approached the Swiss Federal Tribunal on November 2, 2022, requesting the invalidation of the Zurich court's decision and seeking free legal representation, asserting a lack of legal expertise. However, the appeal was filed after the ten-day deadline, rendering it inadmissible, and the request for free legal aid was denied due to the appeal's untimeliness and lack of substantiation.

Schlagwörter

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Steigerungszuschlag Konkursverfahren unentgeltliche Rechtspflege Zwangsverwertung von Grundstücken verspätete Einreichung Betreibungsbegehren Wert der Umsätze

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

Used for the decision not to enter upon the appeal in the simplified procedure due to lateness and lack of substantiation.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to reject the request for free legal aid because the appeal could not succeed from the outset.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs due to the outcome of the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_841/2022

Urteil vom 4. November 2022

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Hinwil,

Gossauerstrasse 14, 8340 Hinwil.

Gegenstand

Steigerungszuschlag,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, vom 17. Oktober 2022 (PS220160-O/U).

Sachverhalt:

Auf Betreiben der Grundpfandgläubigerin wurde die Liegenschaft des Beschwerdeführers am 8. Juni 2022 für Fr. 1,4 Mio. versteigert.

Mit Urteil vom 12. September 2022 trat das Bezirksgericht Hinwil als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs auf die Beschwerde nicht ein.

Auf die hiergegen erhobene Beschwerde trat das Obergericht des Kantons Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Beschluss vom 17. Oktober 2022 nicht ein.

Mit Beschwerde vom 2. November 2022 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht mit den Begehren um Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und um Ungültigerklärung der Steigerung, weil der Verkauf unter dem Schätzwert erfolgt sei. Ferner verlangt er die unentgeltliche Rechtspflege und eine unentgeltliche Vertretung.

Erwägungen:

1. Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 20. Oktober 2022 zugestellt. Die 10-tägige Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG begann somit am 21. Oktober 2022 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und endete am 30. Oktober 2022. Weil dies ein Sonntag war, verlängerte sie sich jedoch auf Montag, 31. Oktober 2022 ( Art. 45 Abs. 1 BGG ). Die erst am Mittwoch, 2. November 2022 der Post übergebene Beschwerde ist somit verspätet und es kann auf sie nicht eingetreten werden.

2. Ohnehin könnte auf die Beschwerde auch mangels Begründung nicht eingetreten werden ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Der Beschwerdeführer hält einzig fest, dass er über keine juristische Erfahrung verfüge und deshalb auf eine Begründung verzichte, bis er einen unentgeltlichen Rechtspfleger habe. Weil die Beschwerdefrist abgelaufen ist, könnte ihm aber selbst ein solcher nicht mehr helfen.

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten.

4. Angesichts der verspäteten Einreichung und der fehlenden Beschwerdebegründung konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

5. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Hinwil und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, mitgeteilt.

Lausanne, 4. November 2022

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Möckli