Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_8/2025 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Expired Medically Ordered Placement

Geschäftsnummer 5A_8/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Expired Medically Ordered Placement The Federal Supreme Court dismissed an appeal lodged against a cantonal court decision confirming a medically ordered measure of compulsory placement for a petitioner, who had been under this measure since November 6, 2024. The court reasoned that the appeal, submitted on December 24, 2024, lacked an actionable, current, and practical interest because the maximum six-week period for the medically ordered placement, as defined by Art. 429 para. 1 SCC, had already expired on December 17, 2024; any subsequent stay in the clinic would be based on a different legal title, such as a placement ordered by the Child and Adult Protection Authority (KESB). Furthermore, the court noted that the appeal failed to adequately address the reasoning of the challenged decision, which dealt with the petitioner's condition and the necessity of the placement, thus lacking the required substantiation under Art. 42 para. 2 BGG.

Legislator-Regeste

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Art. 429 Abs. 1 ZGB, Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Expired Medically Ordered Placement: The court reasoned that the appeal, submitted on December 24, 2024, lacked an actionable, current, and practical interest because the maximum six-week period for the medically ordered placement, as defined by Art. 429 para. 1 SCC, had already expired on December 17, 2024; any subsequent stay in the clinic would be based on a different legal title, such as a placement ordered by the Child and Adult Protection Authority (KESB). Furthermore, the court noted that the appeal failed to adequately address the reasoning of the challenged decision, which dealt with the petitioner's condition and the necessity of the placement, thus lacking the required substantiation under Art. 42 para. 2 BGG.

Schlagwörter

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Fürsorgerische Unterbringung Kindesunterbringung Entscheidungen auf medizinischem Gebiet Nichtanhandnahmeverfügung Dauerverfügung Gesetzlicher Schutz begründeter Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was not admitted due to being obviously inadmissible (lit. a) and obviously insufficiently reasoned (lit. b) in the simplified procedure.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning as a procedural basis for non-admission due to insufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to decide not to levy court costs in the final order 2.

Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG

Cited in the reasoning as a ground for non-admission due to lack of current practical interest, which forms the basis for the final decision in point 1.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_8/2025

Urteil vom 8. Januar 2025

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Bovey, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

zur Zeit c/o Klinik B.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

C.________.

Gegenstand

Fürsorgerische Unterbringung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 18. November 2024 (KES 24 958, KES 24 967).

Sachverhalt:

Der Beschwerdeführer wurde bereits am 18. Oktober 2024 ärztlich in der Klinik B.________ fürsorgerisch untergebracht. Diese Massnahme wurde am 23. Oktober 2024 aufgehoben, aber der Beschwerdeführer verblieb freiwillig in der Klinik. Am 6. November 2024 erfolgte erneut eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 18. November 2024 ab; dabei stellte es im Dispositiv der Klarheit halber fest, dass die gesetzliche 6-Wochen-Frist für die ärztliche Unterbringung am 17. Dezember 2024 ablaufe. Mit Eingabe vom 24. Dezember 2024 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht.

Erwägungen:

1. Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid betreffend eine ärztlich verfügte fürsorgerische Unterbringung. Diese lief indes spätestens am 17. Dezember 2024 aus, weil sie längstens für sechs Wochen angeordnet werden darf (

Art. 429 Abs. 1 ZGB

). Soweit sich der Beschwerdeführer immer noch in der Klinik befinden sollte, würde dies auf einem anderen Titel beruhen, nämlich auf einer fürsorgerischen Unterbringung durch die KESB, für welche ein eigener Instanzenzug eröffnet wurde.

2. Auf die erst am 24. Dezember 2024 der Post übergebene und damit nach Ablauf der vorliegend angefochtenen ärztlichen Unterbringung eingereichte Beschwerde ist mangels eines aktuellen und praktischen Interesses nicht einzutreten (

Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG

;

BGE 136 III 497

E. 2.1;

140 III 92

E. 3).

Ohnehin nehmen die ohne inneren Zusammenhang zu zahlreichen Dingen erfolgenden Ausführungen in der Beschwerde keinen konkreten Bezug auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides - mit welchen der Schwächezustand sowie das selbstgefährdende Verhalten, die Erforderlichkeit der Unterbringung und die Eignung der Klinik unter Bezugnahme auf das erstellte Gutachten behandelt werden -, weshalb es auch an einer hinreichenden Beschwerdebegründung fehlen würde und aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht eingetreten werden könnte (

Art. 42 Abs. 2 BGG

;

BGE 140 III 115

E. 2;

142 III 364

E. 2.4).

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig und im Übrigen auch als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (

Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

).

4. Angesichts der konkreten Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (

Art. 66 Abs. 1 BGG

).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem einweisenden Arzt und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, mitgeteilt.

Lausanne, 8. Januar 2025

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Bovey

Der Gerichtsschreiber: Möckli