Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_779/2017 KI-generiert

Appeal Dismissed for Untimely Filing of Will Invalidity Claim

Geschäftsnummer 5A_779/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a dispute over the validity of a will made in 2014, wherein a mother designated her children in a manner that was contested by one daughter after the mother's death in December 2016. On February 19, 2017, the daughter filed a lawsuit against her siblings to contest the will, but the district court did not accept the case due to a lack of formal approval for the claim. This decision was upheld by the cantonal court in August 2017, leading the daughter to file a complaint with the Federal Tribunal in October 2017, seeking to annul the earlier decisions, demand a fair division of the inheritance, and obtain a public inventory of the estate. However, the complaint was deemed late and not admissible.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 40 Abs. 1 BGG, Art. 72 Abs. 1 ZGB, Art. 75 Abs. 1 ZGB, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG; Appeal Dismissed for Untimely Filing of Will Invalidity Claim: On February 19, 2017, the daughter filed a lawsuit against her siblings to contest the will, but the district court did not accept the case due to a lack of formal approval for the claim. This decision was upheld by the cantonal court in August 2017, leading the daughter to file a complaint with the Federal Tribunal in October 2017, seeking to annul the earlier decisions, demand a fair division of the inheritance, and obtain a public inventory of the estate. However, the complaint was deemed late and not admissible.

Schlagwörter

KI-generiert
Testamentsungültigkeit Gültigkeit des Testaments verspätete Einreichung gesetzliche Verfahrensfrist Schlichtungsverhandlung gesetzlicher Erbe Rückzug des Rechtsbegehrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was not admitted (Nicht eingetreten) due to tardiness, based on this procedural basis.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court imposed court costs on the appellant following the decision not to enter upon the appeal.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_779/2017

Urteil vom 14. November 2017

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

1. B.________,

2. C.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Testamentsungültigkeit,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts

des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, vom 22. August 2017 (ZOR.2017.31 / ZSU.2017.190).

Sachverhalt:

Mit letztwilliger Verfügung vom 18. November 2014 setzte D.________ ihre beiden Töchter B.________ und A.________ zugunsten ihres Sohnes C.________ auf den gesetzlichen Pflichtteil. Am 2. Dezember 2016 verstarb die Erlasserin und am 13. Dezember 2016 wurde das Testament eröffnet.

Am 19. Februar 2017 erhob A.________ gegen ihre beiden Geschwister eine Ungültigkeitsklage, auf welche das Bezirksgericht Zofingen mit Entscheid vom 11. Mai 2017 mangels Klagebewilligung nicht eintrat, nachdem es A.________ am 20. März 2017 Frist zur Nachreichung der Klagebewilligung gesetzt und diese mit Eingabe vom 27. März 2017 sinngemäss geltend gemacht hatte, dass keine Klagebewilligung nötig sei.

Die hiergegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 22. August 2017 ab. Dieser Entscheid wurde A.________ am 2. September 2017 zugestellt.

Mit Beschwerde vom 4. Oktober 2017 (Postaufgabe 5. Oktober 2017) stellt A.________ beim Bundesgericht die Begehren, die kantonalen Entscheide seien aufzuheben, das Erbe sei zu gleichen Teilen aufzuteilen, dessen Verbleib sei von C.________ lückenlos nachzuweisen und der im rechtswidrig erstellten Pamphlet (gemeint: Testament) aufgeführte Pflichtteil sei durch die gesetzliche Erbfolge zu ersetzen; ferner wird ein öffentliches Inventar (soweit notwendig) und Genugtuung für die erlittene Unbill verlangt.

Erwägungen:

1. Als Vertreterin der Beschwerdeführerin figuriert eine "E.________". Zur Rechtsvertretung im bundesgerichtlichen Verfahren sind nur Rechtsanwälte im Sinn des BGFA zugelassen ( Art. 40 Abs. 1 BGG ). Indes hat die Beschwerdeführerin die Eingabe selbst auch unterzeichnet, so dass der Vertretungsmangel nicht schadet.

2. Vorliegend geht es um eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 1 ZGB . Anfechtungsobjekt bildet der obergerichtliche Entscheid vom 22. August 2017 ( Art. 75 Abs. 1 ZGB ). Dieser wurde der Beschwerdeführerin am 2. September 2017 (durch Abholung der am 30. August 2017 avisierten Sendung am Schalter) zugestellt. Somit begann die 30-tägige Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) am 3. September 2017 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und endigte am Montag, 2. Oktober 2017. Die erst am 5. Oktober 2017 der Post übergebene Beschwerde ist somit verspätet (vgl. Art. 48 Abs. 1 BGG ), was zur Folge hat, dass auf sie im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist.

3. Bei diesem Verfahrensausgang sind der Beschwerdeführerin reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Der Gegenseite ist kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. November 2017

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Möckli