Debtor's Appeal Moot Due to Appellate Court Decision Overturning Stay
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint filed against a decision issued by a lower court concerning a definitive legal opening related to a claimed debt of a specific amount. The initial ruling by the lower court was challenged, and the appeal was addressed by a higher court, which annulled the lower court's decision. The proceedings reached the Swiss Federal Tribunal, where the merit of the appeal was reviewed, eventually leading to the conclusion that the appeal had become irrelevant due to the higher court's decision. Consequently, costs were assigned to the opposing party, and compensation was determined for the party who had filed the complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 71 BGG, Art. 72 BZP, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 LTF, Art. 68 Abs. 2 LTF, Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP; Debtor's Appeal Moot Due to Appellate Court Decision Overturning Stay: The initial ruling by the lower court was challenged, and the appeal was addressed by a higher court, which annulled the lower court's decision. The proceedings reached the Swiss Federal Tribunal, where the merit of the appeal was reviewed, eventually leading to the conclusion that the appeal had become irrelevant due to the higher court's decision. Consequently, costs were assigned to the opposing party, and compensation was determined for the party who had filed the complaint.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the president's jurisdiction to dismiss the proceedings as moot.
Implicitly applied via the instruction to impose court costs on the respondent (Art. 2 Sentence 2 of the cost order is based on the general cost rules, which in this context points to Art. 66 LTF for the allocation of costs, although the text explicitly cites Art. 71/72 BZP for cost allocation based on the outcome, the imposition of costs directly relates to the general cost provisions of the LTF).
Implicitly applied by ordering the respondent to pay compensation to the appellant (Art. 3 of the order rules for compensation).
Cited the relevant procedural rules for allocating costs when the appeal becomes moot.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
5A_74/2009
Verfügung vom 30. März 2009
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Armin Linder,
gegen
Kanton St. Gallen,
Beschwerdegegner,
vertreten durch das Kantonale Steueramt St. Gallen.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 12. Dezember 2008 des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans.
Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 12. Dezember 2008 des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans, das dem Beschwerdegegner die definitive Rechtsöffnung für Fr. 47'974.70 (samt Kosten) erteilt hat,
in den Entscheid vom 12. März 2009 des Kantonsgerichts St. Gallen, das den kreisgerichtlichen Entscheid vom 12. Dezember 2008 (in Gutheissung der von der Beschwerdeführerin dagegen erhobenen Rechtsverweigerungsbeschwerde) aufgehoben hat,
in die Stellungnahme der Beschwerdeführerin, welche die Abschreibung des bundesgerichtlichen Verfahrens, die Auferlegung der Gerichtskosten an den Beschwerdegegner und dessen Verpflichtung zur Bezahlung einer Parteientschädigung beantragt,
in die Vernehmlassung des Beschwerdegegners, der auf Verfahrensabschreibung, Auferlegung der Gerichtskosten an die Beschwerdeführerin und Wettschlagung der Parteikosten schliesst,
in die Replik der Beschwerdeführerin,
in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG mit dem Entscheid des Kantonsgerichts gegenstandslos geworden und das bundesgerichtliche Verfahren abzuschreiben ist,
dass die Kosten im Falle der Gegenstandslosigkeit auf Grund des mutmasslichen Prozessausgangs zu verlegen sind ( Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP ), zumal die zusätzliche Erhebung der bundesgerichtlichen Beschwerde in Anbetracht der engeren Kognition des Kantonsgerichts im Rahmen der Rechtsverweigerungsbeschwerde zumindest vertretbar war,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG ohne Eintritt der Gegenstandslosigkeit - mangels Vorliegens eines definitiven Rechtsöffnungstitels für das behauptete Pfandrecht - wahrscheinlich hätte gutgeheissen werden müssen,
dass deshalb der Beschwerdegegner kosten- und entschädigungspflichtig wird, wobei die Entschädigung in Anwendung von Art. 8 Abs. 3 Reglement (SR 173.110.210.3) zu reduzieren ist,
dass die Verfahrensabschreibung in die Zuständigkeit der Abteilungspräsidentin fällt ( Art. 32 Abs. 2 BGG ),
verfügt die Präsidentin:
1. Das bundesgerichtliche Verfahren 5A_74/2009 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdegegner auferlegt.
3. Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen.
4. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Kreisgericht Werdenberg-Sargans schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. März 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:
Hohl Füllemann