Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_702/2025 KI-generiert

Complainant Status Insufficient to Grant Appeal Rights in Supervisory Procedure Against Child and Adult Protection Authority

Geschäftsnummer 5A_702/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Complainant Status Insufficient to Grant Appeal Rights in Supervisory Procedure Against Child and Adult Protection Authority A complainant filed a supervisory complaint against the Child and Adult Protection Authority (KESB), which the Cantonal High Court dismissed after investigation, concluding that no supervisory intervention was required. The Federal Supreme Court refused to entertain the complainant's appeal, holding that, as per established case law, the mere status of a complainant in a supervisory procedure does not grant a right to appeal the decision resulting from the complaint. Furthermore, the court noted that the supervision in KESB matters is primarily governed by cantonal law, and the complainant failed to demonstrate how cantonal law granted them formal party status or a right of appeal, or how the Cantonal High Court's application of that law was arbitrary. Consequently, the appeal was dismissed in a simplified procedure, and the request for legal aid was denied due to the manifest lack of success of the complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 450f ZGB, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Complainant Status Insufficient to Grant Appeal Rights in Supervisory Procedure Against Child and Adult Protection Authority: The Federal Supreme Court refused to entertain the complainant's appeal, holding that, as per established case law, the mere status of a complainant in a supervisory procedure does not grant a right to appeal the decision resulting from the complaint. Furthermore, the court noted that the supervision in KESB matters is primarily governed by cantonal law, and the complainant failed to demonstrate how cantonal law granted them formal party status or a right of appeal, or how the Cantonal High Court's application of that law was arbitrary. Consequently, the appeal was dismissed in a simplified procedure, and the request for legal aid was denied due to the manifest lack of success of the complaint.

Schlagwörter

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Aufsichtsanzeige Aufsichtsbeschwerde Erwachsenenschutzbehörde unentgeltliche Rechtspflege Schutzgesuch vereinfachtes Verfahren Rechtsstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was dismissed under the simplified procedure based on this article.

Art. 64 Abs. 1 BGG

The request for legal aid was rejected because the appeal had no prospect of success.

Art. 66 al. 1 LTF

Court costs were imposed on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_702/2025

Urteil vom 8. September 2025

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Bovey, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Schaffhausen, Mühlentalstrasse 65A,

8200 Schaffhausen.

Gegenstand

Aufsichtsanzeige,

Beschwerde gegen das Schreiben des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 18. August 2025 (95/2025/17).

Sachverhalt:

Am 11. und 16. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer gegen die KESB des Kantons Schaffhausen eine Aufsichtsanzeige ein. Das Obergericht des Kantons Schaffhausen lud die KESB zur Stellungnahme ein und zog die relevanten Akten bei.

Mit Schreiben vom 18. August 2025 hielt das Obergericht fest, nach Prüfung der Unterlagen zum Schluss gelangt zu sein, dass kein aufsichtsrechtliches Einschreiten erforderlich sei; das aufsichtsrechtliche Verfahren werde deshalb als erledigt betrachtet und der Aufsichtsanzeige keine weitere Folge gegeben.

Mit Beschwerde vom 27. August 2025 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht mit dem Begehren, der Entscheid des Obergerichtes sei aufzuheben und die Sache zur materiellen Prüfung der Aufsichtsanzeige zurückzuweisen, eventualiter sei festzustellen, dass das Obergericht seine Aufsichtspflicht ungenügend wahrgenommen habe. Ferner verlangt er die unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Mit Blick auf die allgemeine Kritik (im Kanton Schaffhausen bestünden strukturelle Mängel, Interessenkonflikte und ein wiederholtes Muster willkürlicher Behördenentscheide) ist vorauszuschicken, dass das Bundesgericht keine Aufsichtsbehörde über kantonale Behörden und Gerichte ist. Die diesbezügliche Aufsicht bestimmt sich auf kantonal-rechtlicher Grundlage.

2. Im Übrigen gibt nach allgemeiner bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Eigenschaft als Anzeiger in einem Aufsichtsverfahren für sich allein grundsätzlich kein Recht zur Beschwerde gegen die infolge der Anzeige getroffene Entscheidung (

BGE 138 II 162

E. 2.1.2;

135 II 145

E. 6.1;

133 II 468

E. 2;

132 II 250

E. 4.2).

Vorliegend ist ausserdem zu beachten, dass das Verfahren in KESB-Angelegenheiten aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in

Art. 450f ZGB

grundsätzlich kantonal geregelt ist und die Verletzung kantonalen Rechts vom Bundesgericht nur im Zusammenhang mit einer Verletzung verfassungsmässiger Rechte überprüft werden könnte, wobei die Rüge im Vordergrund stünde, dass das kantonale Recht willkürlich angewandt worden sei (

BGE 140 III 385

E. 2.3; zuletzt Urteil 5A_298/2025 vom 16. Juli 2025 E. 3). Der Beschwerdeführer kann jedoch nicht abstrakt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder des Willkürverbotes rügen, sondern er müsste im Einzelnen darlegen, dass ihm das kantonale Recht entgegen der vorstehend zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung als Anzeiger in einem Aufsichtsverfahren formell Parteistellung bzw. ein Beschwerderecht einräumen würde und inwiefern die betreffenden Normen vom Obergericht des Kantons Schaffhausen willkürlich angewandt worden wären. Hierfür gibt der Beschwerdeführer nicht einmal einen Fingerzeig.

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach

Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

nicht einzutreten.

4. Wie die vorstehenden Erwägungen ausserdem zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (

Art. 64 Abs. 1 BGG

) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB des Kantons Schaffhausen und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen mitgeteilt.

Lausanne, 8. September 2025

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Bovey

Der Gerichtsschreiber: Möckli