Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_671/2020 KI-generiert

Representation Guardianship Revocation and Appeal Withdrawal

Geschäftsnummer 5A_671/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who, on March 25, 2020, was appointed a representative by the Child and Adult Protection Authority Bern Mittelland Nord (KESB) for ongoing matrimonial proceedings. He contested this appointment by filing a complaint on April 23, 2020, which was rejected by the Bernese Child and Adult Protection Court on July 16, 2020. Subsequently, he filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on August 21, 2020, seeking to overturn the representative's appointment and requesting suspensive effect and free legal assistance for the federal procedure. Notably, the authority had rescinded the contested representative appointment on December 11, 2020, which prompted the Tribunal to inquire whether the appellant wished to maintain his appeal. Following his response indicating a possible withdrawal, the Tribunal concluded that the appeal was effectively withdrawn in the absence of further insistence on court adjudication by February 23, 2021.

Legislator-Regeste

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Art. 394 Abs. 1 ZGB, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 71 BGG, Art. 73 BZP, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Representation Guardianship Revocation and Appeal Withdrawal: He contested this appointment by filing a complaint on April 23, 2020, which was rejected by the Bernese Child and Adult Protection Court on July 16, 2020. Subsequently, he filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal on August 21, 2020, seeking to overturn the representative's appointment and requesting suspensive effect and free legal assistance for the federal procedure. Notably, the authority had rescinded the contested representative appointment on December 11, 2020, which prompted the Tribunal to inquire whether the appellant wished to maintain his appeal. Following his response indicating a possible withdrawal, the Tribunal concluded that the appeal was effectively withdrawn in the absence of further insistence on court adjudication by February 23, 2021.

Schlagwörter

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Anordnung einer Prozessbeistandschaft Vertretung im Kindes- und Erwachsenenschutz Rückzugsfiktion Erwachsenenschutzverfahren Normenkontrolle hängiges Verfahren prozessleitende Verfügungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 32 Abs. 2 BGG

The single judge decides on the striking out of proceedings due to withdrawal of the appeal.

Art. 64 BGG

Applied as the application for free legal aid becomes moot.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to waive the collection of court fees exceptionally.

Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG

Applied as no indemnities are to be awarded because the appellant was not represented by counsel.

Art. 71 BGG

Applied in conjunction with Art. 73 BZP for terminating the proceedings due to withdrawal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_671/2020

Verfügung vom 8. März 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schöbi, Instruktionsrichter,

Gerichtsschreiberin Friedli-Bruggmann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelland Nord,

Bernstrasse 5, 3312 Fraubrunnen.

Gegenstand

Anordnung einer Prozessbeistandschaft,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 16. Juli 2020 (KES 20 338, KES 20 339).

Erwägungen:

1. Am 25. März 2020 ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bern Mittelland Nord (KESB) für A.________ (geb. xx.xx.1970; Beschwerdeführer) eine Vertretungsbeistandschaft gemäss Art. 394 Abs. 1 ZGB an. Die Beiständin wurde mit dessen Vertretung und der Prozessführung in den laufenden Eheschutz- und Scheidungsverfahren des Beschwerdeführers beauftragt (Prozessbeistandschaft).

2. Hiergegen erhob A.________ am 23. April 2020 Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern. Dieses wies die Beschwerde mit Entscheid vom 16. Juli 2020 ab.

3. Mit Beschwerde vom 21. August 2020 (Postaufgabe) gelangte A.________ an das Bundesgericht. Er beantragte die Aufhebung der Prozessbeistandschaft und stellte Beweiserhebungsanträge. Weiter ersuchte er um aufschiebende Wirkung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren. Das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht verzichtete auf eine Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung. Der Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung erteilte der Beschwerde mit Verfügung vom 23. September 2020 aufschiebende Wirkung.

4. Am 14. Dezember 2020 stellte die KESB dem Bundesgericht einen Entscheid vom 11. Dezember 2020 zu, in welchem die KESB die strittige Prozessbeistandschaft aufgehoben hat. Das Bundesgericht hat den Entscheid, der dem Beschwerdeführer gemäss Verteilliste nicht direkt zugestellt worden ist, diesem mit Schreiben vom 12. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht. Er wurde gebeten mitzuteilen, ob er trotz Aufhebung der Beistandschaft an der Beschwerde festhält. Der Beschwerdeführer äusserte sich mit Schreiben von 30. Januar 2021 (Postaufgabe 1. Februar 2021), er stellte Fragen und zeigte sich einem Rückzug nicht abgeneigt. Der Instruktionsrichter antwortete dem Beschwerdeführer am 3. Februar 2021. In dem Schreiben wurde präzisiert, dass mit Blick auf das Schreiben vom 30. Januar 2021 von einem Rückzug ausgegangen werde, wenn der Beschwerdeführer nicht bis zum 23. Februar 2021 erkläre, an einer Beurteilung der Beschwerde durch das Bundesgericht festzuhalten. Eine solche Erklärung traf nicht ein, womit die Beschwerde als bedingungslos zurückgezogen zu gelten hat.

5. Gemäss Art. 32 Abs. 2 BGG entscheidet der Instruktionsrichter als Einzelrichter über die Abschreibung von Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit, Rückzugs oder Vergleichs. Folglich ist das Beschwerdeverfahren durch den Instruktionsrichter als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abzuschreiben ( Art. 71 BGG i.V.m. Art. 73 BZP [SR 273]).

6. Es rechtfertigt sich ausnahmsweise, aufgrund der gesamten Umstände und des geringen entstandenen Aufwands auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos, zumal der Beschwerdeführer nicht anwaltlich vertreten war und keine Entschädigungen zuzusprechen sind (Art. 64, Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG ).

Demnach verfügt der Instruktionsrichter:

1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Diese Verfügung wird dem Beschwerdeführer, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelland Nord und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. März 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Instruktionsrichter: Schöbi

Die Gerichtsschreiberin: Friedli-Bruggmann