Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_669/2017 KI-generiert

Divorce eviction enforcement order final; appeal inadmissible for failure to engage with appellate reasoning under Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act.

Geschäftsnummer 5A_669/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Supreme Court declined to entertain the appellant's appeal and thereby left the lower court's eviction enforcement decision in force: the appellate court's ruling of 21 July 2017, which had rejected the appellant's challenge to the final order to vacate the former marital property by 15 May 2017 and authorized police removal, remains effective. The dispute arose in a divorce proceeding; after the divorce decree ordered the appellant to leave the marital home, the civil court issued a final and enforceable eviction decision, and the appellate court later confirmed the enforcement order. The Supreme Court held the appeal inadmissible because the appellant failed to engage with the reasoning of the challenged decision as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act, offering only personal and factual grievances about her marriage, finances, and health rather than demonstrating any legal violation; consequently, the appeal was dismissed as manifestly unfounded under Article 108(1)(b) of the same Act, with no court costs imposed.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Divorce eviction enforcement order final; appeal inadmissible for failure to engage with appellate reasoning under Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act: The dispute arose in a divorce proceeding; after the divorce decree ordered the appellant to leave the marital home, the civil court issued a final and enforceable eviction decision, and the appellate court later confirmed the enforcement order. The Supreme Court held the appeal inadmissible because the appellant failed to engage with the reasoning of the challenged decision as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act, offering only personal and factual grievances about her marriage, finances, and health rather than demonstrating any legal violation; consequently, the appeal was dismissed as manifestly unfounded under Article 108(1)(b) of the same Act, with no court costs imposed.

Schlagwörter

KI-generiert
Vollstreckung eines Ausweisungsentscheides (Scheidungsverfahren) Räumungsbefehl Zulassung der Zwangsvollstreckung gesetzliche Voraussetzung Scheidungsurteil Mobiliarvermögen güterrechtliche Auseinandersetzung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Procedural basis for declining to enter into the appeal as manifestly unfounded.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to waive court costs under the specific circumstances.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_669/2017

Urteil vom 6. September 2017

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Vollstreckung eines Ausweisungsentscheides (Scheidungsverfahren),

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, vom 21. Juli 2017.

Sachverhalt:

Mit Scheidungsurteil vom 6. Februar 2015 wurde A.________ angewiesen, die eheliche Liegenschaft an der C.________strasse xxx in U.________ bis spätestens 31. März 2016 zu verlassen.

Gestützt auf das rechtskräftige Scheidungsurteil erliess das Zivilgericht Basel-Stadt am 11. Juli 2016 im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen einen Ausweisungsentscheid, welcher am 20. Juli 2016 in Rechtskraft erwuchs und vollstreckbar wurde.

Nachdem es zu Verzögerungen im Vollstreckungsverfahren gekommen war, wurde A.________ mit Entscheid vom 28. April 2017 letztmals aufgefordert, die Liegenschaft bis spätestens 15. Mai 2017 zu verlassen und B.________ wurde ermächtigt, die polizeiliche Wegweisung aus der Liegenschaft zu verlangen.

Mit Entscheid vom 21. Juli 2017 wies das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt die gegen den Entscheid vom 28. April 2017 erhobene Beschwerde ab.

Am 1. September 2017 hat A.________ beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht.

Erwägungen:

1. Die Beschwerdeführerin betitelt ihre Eingabe als "Beschwerde. Beanstandung Betr.: Scheidungs-Sache" und ersucht das Bundesgericht, den Unterhalt und die Steuersache anzugehen und sich direkt mit dem Steueramt und dem Betreibungsamt in Verbindung zu setzen. Eingangs der Beschwerde erwähnt sie aber "Zivilgericht, Basel. Appellationsgericht, Basel. 3.8.17" und bezieht sich somit offensichtlich den ihr am 3. August 2017 zugestellten Entscheid des Appellationsgerichts vom 21. Juli 2017. Etwas anderes als dieser Entscheid könnte denn angesichts der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 100 Abs. 1 BGG auch nicht Anfechtungsobjekt bilden, so dass auf die Beschwerde (abgesehen von der Frage der Letztinstanzlichkeit) von vornherein nicht eingetreten werden könnte, soweit auch das Scheidungsurteil angefochten sein sollte.

In der Sache äusserst sich die Beschwerdeführerin ausschliesslich zum damaligen Kennenlernen ihres abgeschiedenen Ehemannes, zur Hochzeit, zum Eheleben, zur Person des abgeschiedenen Ehemannes, zum beruflichen Leben, zur finanziellen Situation und zum aktuellen Gesundheitszustand, wobei sie bemängelt, man habe immer an ihr vorbeientschieden und man respektiere ihre unantastbare Würde nicht. Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG müsste sich die Beschwerdeführerin aber mit der Begründung des angefochtenen Entscheides auseinandersetzen ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116), was nicht ansatzweise erfolgt. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid, mit welchem die seit langer Zeit rechtskräftige Ausweisung aus der ehelichen Liegenschaft vollzogen werden soll, gegen einschlägige Rechtsnormen verstossen könnte.

2. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

3. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. September 2017

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Möckli