Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_636/2012 KI-generiert

Petitioner's Claims for Damages and Moral Injury Arising from Unlawful Confinement Inadmissible on Appeal

Geschäftsnummer 5A_636/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a complaint filed by an individual against a psychiatric clinic regarding a custodial freedom deprivation that occurred in May 2012. The individual was subjected to compulsory admission under a specific legal provision, and subsequently sought the court's intervention to challenge the legality of this admission. The individual requested compensation for damages and acknowledgment of the alleged unlawful detention. However, the court found that the claims presented were outside its jurisdiction, as they pertained to issues better suited for the competent cantonal courts, and thus, dismissed the complaint without addressing its merits.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 397a Abs. 1 ZGB, Art. 429a ZGB, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 429a Abs. 1 ZGB, Art. 108 Abs. 1 BGG; Petitioner's Claims for Damages and Moral Injury Arising from Unlawful Confinement Inadmissible on Appeal: The individual was subjected to compulsory admission under a specific legal provision, and subsequently sought the court's intervention to challenge the legality of this admission. The individual requested compensation for damages and acknowledgment of the alleged unlawful detention. However, the court found that the claims presented were outside its jurisdiction, as they pertained to issues better suited for the competent cantonal courts, and thus, dismissed the complaint without addressing its merits.

Schlagwörter

KI-generiert
Genugtuung Rechtsmissbrauch hängiges Verfahren Genugtuung für Überhaft Einrede der Verfassungswidrigkeit Wohnrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 BGG

Cited as the procedural basis for applying the simplified procedure.

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal (or parts thereof) was declared inadmissible based directly on this article concerning simplified procedure for lack of jurisdiction of the Federal Tribunal.

Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG

This article was cited in the reasoning to support the decision not to enter the case, specifically regarding the lack of sufficient interest for a mere declaratory finding.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_636/2012

Urteil vom 6. September 2012

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Psychiatrische Klinik A.________.

Gegenstand

Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 5. Juni 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau (1. Kammer).

Nach Einsicht

in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 5. Juni 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, das (in teilweiser Gutheissung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Beschwerdeführers gegen seine am 25. Mai 2012 auf Grund von Art. 397a Abs. 1 ZGB angeordnete Einweisung in die Psychiatrische Klinik A.________) den Beschwerdeführer (unter Vorbehalt der Sicherstellung der Zahlung der Krankenkassenprämien zwecks Gewährleistung der lebensnotwendigen immunsuppressiven Medikation) aus der Klinik entlassen hat,

in Erwägung,

dass der Beschwerdeführer in seinen Eingaben an das Bundesgericht im Wesentlichen die Zusprechung von Schadenersatz sowie einer Genugtuung wegen angeblich widerrechtlicher fürsorgerischer Freiheitsentziehung beantragt,

dass indessen diese Begehren nicht Gegenstand des - auf die Frage der Rechtmässigkeit der Klinikeinweisung beschränkten - kantonalen Verfahrens bildeten und daher auch nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens sein können,

dass es sich vielmehr um Begehren nach Art. 429a ZGB handelt, die bei den zuständigen kantonalen Gerichten gegenüber dem Kanton geltend zu machen sind,

dass daher auf die - mangels Zuständigkeit des Bundesgerichts offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,

dass auf die Beschwerde selbst dann nicht einzutreten wäre, wenn mit ihr (sinngemäss) die Feststellung der Widerrechtlichkeit des fürsorgerischen Freiheitsentzugs beantragt werden sollte,

dass nämlich ein blosses Feststellungsinteresse kein hinreichendes Interesse im Sinne von Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG begründet, weil die vom Beschwerdeführer behaupteten Rechtsverletzungen im Rahmen der Anspruchsvoraussetzung der widerrechtlichen Freiheitsentziehung ( Art. 429a Abs. 1 ZGB ) richterlich überprüft würden ( BGE 109 II 350 ),

dass keine Gerichtskosten erhoben werden,

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Psychiatrischen Klinik A.________ und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. September 2012

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann