Federal Supreme Court Dismisses Appeal Regarding Denial of Justice and various Requests Lacking Prerequisites
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertFederal Supreme Court Dismisses Appeal Regarding Denial of Justice and various Requests Lacking Prerequisites The Federal Supreme Court dismissed an appeal lodged as a "denial of justice action" against various authorities, where the appellant requested numerous remedies, including the superprovisional suspension of debt enforcement, annulment of civil claims and attachments, payment of compensation of at least CHF 50,000, and suspension of all proceedings, lacking necessary prerequisites. The court ruled that the majority of the requests were inadmissible because they were not directed against a final, appealable cantonal decision as required by Article 75 para. 1 of the Federal Supreme Court Act (BGG), and some issues were non-justiciable. Regarding the claim of denial or undue delay of justice, which can be raised at any time, the court found it unfounded, as the appellant failed to demonstrate any delay in the pending matrimonial protection appeal, which had only recently been filed against a first-instance decision concerning the alternating custody and support of the children and was just underway in the appellate procedure.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 75 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 7 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Regarding Denial of Justice and various Requests Lacking Prerequisites: The court ruled that the majority of the requests were inadmissible because they were not directed against a final, appealable cantonal decision as required by Article 75 para. 1 of the Federal Supreme Court Act (BGG), and some issues were non-justiciable. Regarding the claim of denial or undue delay of justice, which can be raised at any time, the court found it unfounded, as the appellant failed to demonstrate any delay in the pending matrimonial protection appeal, which had only recently been filed against a first-instance decision concerning the alternating custody and support of the children and was just underway in the appellate procedure.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to declare inadmissibility of the appeal under the simplified procedure.
Used to impose the court costs on the appellant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_629/2024
Urteil vom 3. Oktober 2024
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
*gegen*
Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, Hochschulstrasse 17, Postfach, 3001 Bern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Rechtsverweigerung.
Erwägungen:
1. Mit "Rechtsverweigerungsklage gegen involvierte Beamte bzw. Behörden des Kantons Bern aus Verwaltung und Justiz" betitelter Eingabe vom 16. September 2024 wandte sich die Beschwerdeführerin (ohne anwaltliche Vertretung) an das Bundesgericht.
Auf S. 1 ihrer Eingabe stellt sie einen "Antrag auf Hilfe in Notlagen f. mich & meine zwei Kinder/Jugendlichen" und weiter ein Begehren betreffend "Rechtsverweigerungs- und -verzögerungsklage, Rückforderungsklage - Nötigung, weisse Folter, Rechtsverweigerung, Willkür, Amtsmissbrauch". Sodann verlangt sie auf S. 7 ihrer Eingabe die superprovisorische Sistierung sämtlicher Zahlungsbefehle und Betreibungen, die Feststellung der Ungültigkeit einer Pfändungsankündigung vom 3. Januar 2024, die Aufhebung der Postulationsfähigkeit, die Aufhebung der rechtsmissbräuchlichen Zivilklage ihres Ehemannes, die sofortige Auszahlung einer Entschädigung und Genugtuung von mindestens Fr. 50'000.--, die sofortige Sistierung jeglicher Verfahren und anderes mehr.
2. Auf die Begehren, wie sie auf S. 7 der Beschwerde gestellt werden, ist von vornherein nicht einzutreten; es fehlt an einem anfechtbaren kantonal letztinstanzlichen Entscheid (
Art. 75 Abs. 1 BGG
) und teils generell an der Justiziabilität der Anliegen.
3. Hingegen könnte eine Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung zur Debatte stehen, die jederzeit mit Beschwerde geltend gemacht werden kann (
Art. 72 Abs. 1,
Art. 94 und
Art. 100 Abs. 7 BGG
). Abklärungen beim Obergericht des Kantons Bern, in deren Rahmen namentlich der erstinstanzliche Eheschutzentscheid und die obergerichtliche Instruktionsverfügung eingeholt wurden, haben Folgendes ergeben:
Mit Eheschutzentscheid vom 27. Oktober 2023 stellte das Regionalgericht Emmental-Oberaargau die beiden Kinder der Beschwerdeführerin unter die alternierende Obhut der Eltern mit Wohnsitz beim Vater, unter Regelung der Betreuungsanteile und des Kindesunterhaltes. Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 15. August 2024 (mit anwaltlicher Vertretung) eine Berufung und am 26. August 2024 erging die obergerichtliche Instruktionsverfügung, bei welcher u.a. ein schriftlicher Entscheid ohne Parteiverhandlung in Aussicht gestellt wurde.
Die Beschwerdeführerin äussert sich jedoch mit keinem Wort dazu, inwiefern es im zur Zeit hängigen Berufungsverfahren zu einer Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung gekommen sein soll. Vielmehr besteht die Beschwerde gewissermassen aus einem Rundumschlag, in welchem sich die Beschwerdeführerin zu ihrem Ehemann, zum in ihren Augen dysfunktionalen (Rechts-) System, zur Sozialhilfe, zu den Betreibungsämtern, zur Polizei u.ä.m. äussert.
Die Beschwerde bleibt somit gänzlich unbegründet, soweit sie den Aspekt der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung betrifft. Ohnehin wäre eine solche auch nicht ersichtlich, nachdem eben erst die Berufung eingereicht worden ist.
4. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG
nicht einzutreten.
5. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (
Art. 66 Abs. 1 BGG
).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt.
Lausanne, 3. Oktober 2024
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli