Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_621/2015 KI-generiert

Denial of Legal Aid Appeal Upheld Due to Lack of Irreparable Harm and Inadmissibility

Geschäftsnummer 5A_621/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint filed by an individual regarding the denial of free legal aid by a lower court in a dispute concerning property registration and damages. The lower court had determined that the individual's claims were meritless and that they lacked standing for the property registration suit, while also noting that a claim for damages based on state liability should not be handled by a civil court due to the lapse of time. The individual appealed this decision, but the higher court found that the appeal did not meet the necessary legal criteria for consideration and ultimately rejected it, stating that the individual failed to demonstrate a significant legal disadvantage resulting from the denial of free legal aid. Consequently, the individual's request for free legal aid for the appeal process was also denied, and they were ordered to bear the court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Denial of Legal Aid Appeal Upheld Due to Lack of Irreparable Harm and Inadmissibility: The lower court had determined that the individual's claims were meritless and that they lacked standing for the property registration suit, while also noting that a claim for damages based on state liability should not be handled by a civil court due to the lapse of time. The individual appealed this decision, but the higher court found that the appeal did not meet the necessary legal criteria for consideration and ultimately rejected it, stating that the individual failed to demonstrate a significant legal disadvantage resulting from the denial of free legal aid. Consequently, the individual's request for free legal aid for the appeal process was also denied, and they were ordered to bear the court costs.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Beschwerdelegitimation sachliche Unzuständigkeit nicht wiedergutzumachender Nachteil ordentliches Verfahren zivilrechtlicher Schadenersatz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Basis for the non-admission of the appeal because the requirements for the independent appealability of the interlocutory decision were not met.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Basis for rejecting the request for free legal aid for the Federal Supreme Court proceedings due to the lack of prospect of success of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Basis for imposing court costs on the losing appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_621/2015

Urteil vom 17. August 2015

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Bezirksgericht Frauenfeld.

Gegenstand

Unentgeltliche Rechtspflege (Grundbuchberichtigung etc.),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 1. Juli 2015 des Obergerichts des Kantons Thurgau.

Nach Einsicht

in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 1. Juli 2015 des Obergerichts des Kantons Thurgau, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege an den Beschwerdeführer (für seine Grundbuchberichtigungs- und Schadenersatzklage) abgewiesen hat,

in das sinngemässe Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,

dass das Obergericht erwog, zu Recht habe die Vorinstanz die Klagen des Beschwerdeführers als aussichtslos qualifiziert und die unentgeltliche Rechtspflege verweigert, die Schadenersatzklage aus Staatshaftung wäre ohnehin nicht vom Zivilrichter zu beurteilen, abgesehen davon wäre die Verjährung eingetreten, für die Grundbuchberichtigungsklage fehle es dem Beschwerdeführer ausserdem an der Legitimation,

dass sich die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen einen Beschwerdeentscheid betreffend einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG richtet,

dass Beschwerden gegen solche Entscheide (vom hier nicht gegebenen Fall des Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG abgesehen) nur zulässig sind, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur ( BGE 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632) bewirken können ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ),

dass im vorliegenden Fall vom Beschwerdeführer (entgegen BGE 133 III loc.cit.) nicht dargetan wird, inwiefern ihm durch die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege ein Nachteil drohen könnte, der sich im weiteren Verfahren nicht mehr oder nicht mehr vollständig beheben liesse,

dass somit auf die - mangels Darlegung der Voraussetzungen der selbständigen Anfechtbarkeit des Zwischenentscheids offensichtlich unzulässige - Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,

dass im Übrigen die Beschwerde auch deshalb unzulässig wäre, weil sie den Begründungsanforderungen der Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG in keiner Weise entspricht,

dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG die unentgeltliche Rechtspflege auch für das bundesgerichtliche Verfahren nicht gewährt werden kann ( Art. 64 Abs. 1 BGG ),

dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird ( Art. 66 Abs. 1 BGG ),

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bezirksgericht Frauenfeld und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. August 2015

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann