Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_606/2020 KI-generiert

Divorce marital property revision: third revision request barred where appeal lacks substantive reasoning and proper prayer for relief.

Geschäftsnummer 5A_606/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appellant's appeal in a divorce-related revision matter and rejected her request for free legal aid, upholding the lower court's decision and imposing court costs of CHF 1,000 on the appellant. The appellant had filed her third revision request with the Cantonal High Court of Thurgau, again arguing that CHF 500,000 in family equity should have been considered in the marital property division; the High Court rejected that request, and the Supreme Court found no valid grounds to overturn that decision. The Supreme Court held that the appeal lacked sufficient substantive legal argumentation under Art. 42 BGG and contained no proper legal request, as she merely asked that the decision not become final and that no costs be incurred, which is insufficient. The court applied Art. 108 para. 1 lit. b BGG to decline to hear the case in a simplified procedure and Art. 64 para. 1 BGG to deny free legal aid because the appeal had no prospect of success from the outset.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Divorce marital property revision: third revision request barred where appeal lacks substantive reasoning and proper prayer for relief: The appellant had filed her third revision request with the Cantonal High Court of Thurgau, again arguing that CHF 500,000 in family equity should have been considered in the marital property division; the High Court rejected that request, and the Supreme Court found no valid grounds to overturn that decision. The Supreme Court held that the appeal lacked sufficient substantive legal argumentation under Art. 42 BGG and contained no proper legal request, as she merely asked that the decision not become final and that no costs be incurred, which is insufficient. The court applied Art. 108 para. 1 lit. b BGG to decline to hear the case in a simplified procedure and Art. 64 para. 1 BGG to deny free legal aid because the appeal had no prospect of success from the outset.

Schlagwörter

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Ehescheidung (Revision eines Entscheides) Erbschaftsteilung Sondergut Verfahrensmangel eheliches Vermögen unentgeltliche Rechtspflege Immobilienvermögen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the appeal inadmissible in a simplified procedure due to lack of sufficient legal reasoning.

Art. 64 Abs. 1 BGG

Used to deny free legal aid because the appeal had no prospect of success.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_606/2020

Urteil vom 10. August 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Ehescheidung (Revision eines Entscheides),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 29. Juni 2020 (ZVR.2020.2).

Sachverhalt:

Mit Urteil vom 6. September 2018 schied das Bezirksgericht Arbon die Ehe von A.________ und B.________.

Mit Entscheid vom 25. April 2019hielt das Obergericht des Kantons Thurgau die von A.________ in Bezug auf die güterrechtliche Auseinandersetzung eingereichte Berufung für unbegründet. Auf die hiergegen von A.________ erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 5A_586/2019 vom 5. August 2019 nicht ein.

Beim Obergericht stellte A.________ mehrmals ein Revisionsgesuch. Vorliegend geht es um das dritte, welches das Obergericht mit Ent scheid vom 29. Juni 2020 abwies, soweit es darauf eintrat.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 27. Juli 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Ferner verlangt sie die unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren undeine Begründung zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ), in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert ( BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

2. Anliegen der Beschwerdeführerin ist einmal mehr, dass in der güterrechtlichen Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Liegenschaft Eigenmittel ihrer Familie von Fr. 500'000.-- hätten berücksichtigt werden müssen. Mit den ausführlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides setzt sie sich indes nicht ansatzweise auseinander. Ebenso wenig ist eine Rechtsverletzung dargetan mit dem nicht weiter ausgeführten Standpunkt, sie habe beim Obergericht noch eine Nachbesserung bzw. Ergänzung eingereicht und deshalb hätten die früheren Revisionsentscheide überarbeitet werden sollen.

3. Im Übrigen enthält die Beschwerde auch kein hinreichendes Rechtsbegehren in der Sache, sondern unter der Überschrift "Antrag" einzig das Anliegen, der obergerichtliche Entscheid dürfe nicht in Rechtskraft erwachsen und "das Bundesgericht möge eine Bearbeitung / Prüfung nur soweit führen, dass keine Kosten anfallen."

4. Nach dem Gesagten ist somit auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten.

5. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

6. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Die Kostenpflicht bei Unterliegen lässt sich auch nicht durch die Forderung umgehen, die Bearbeitung der Beschwerde dürfe keine Kosten verursachen.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. August 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Möckli