Federal Supreme Court Declares Mootness in Delay Complaint Following Cantonal Court Decision on Minor's Dental Correction Custody Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a child who was placed under guardianship for the management of their assets. The child requested a dental correction, which their parents opposed, leading to a court decision that allowed for guardianship to assist in this matter. The father contested the court's decision, deeming the dental correction unnecessary. He subsequently filed an appeal regarding delays in the legal proceedings before the Federal Tribunal, which became irrelevant after the appellate court resolved the initial complaint. The father's requests for free legal assistance and compensation were deemed unjustified, leading to the administrative conclusion of the case.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 325 ZGB, Art. 308 ZGB, Art. 71 BGG, Art. 72 BZP, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG; Federal Supreme Court Declares Mootness in Delay Complaint Following Cantonal Court Decision on Minor's Dental Correction Custody Case: The child requested a dental correction, which their parents opposed, leading to a court decision that allowed for guardianship to assist in this matter. The father contested the court's decision, deeming the dental correction unnecessary. He subsequently filed an appeal regarding delays in the legal proceedings before the Federal Tribunal, which became irrelevant after the appellate court resolved the initial complaint. The father's requests for free legal assistance and compensation were deemed unjustified, leading to the administrative conclusion of the case.
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KI-generiertCited as the basis for the single member's competence to decide the closure of proceedings.
Although the text mentions the condition for *unentgeltliche Rechtspflege* (legal aid), the dispositive explicitly states that no compensation (Entschädigungen) will be awarded, which is covered by the general cost/compensation rules like Art. 66 BGG, although Art. 64 LTF relates to legal aid itself. Given the context where the request for legal aid is declared moot, and the dispositive focuses on costs and compensations, Art. 64 LTF is implicitly relevant to the procedural outcome regarding the legal aid request, however, the dispositive explicitly mentions 'keine Entschädigungen' (no compensation). Since the reasoning discusses the request for legal aid (Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege) and the request for party compensation, we focus on the explicit citations for costs/compensation in the dispositive.
Used to exceptionally waive the levying of court costs.
Applied in conjunction with Art. 72 BZP to strike the appeal as it became devoid of purpose after the lower court ruled.
Applied in conjunction with Art. 71 BGG to strike the appeal as it became devoid of purpose after the lower court ruled.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (9)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_599/2017
Urteil vom 25. August 2017
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Aargau, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Rechtsverzögerung (Verwaltung des Kindesvermögens).
Sachverhalt:
Am 10. Dezember 2014 wurde für B.________ (geb. 2002) eine Beistandschaft gemäss Art. 325 ZGB zur Verwaltung des Kindesvermögens errichtet.
Am 21. November 2016 wandte sie sich an das Familiengericht Zofingen, da sie sich an ihren Zahnlücken stört und eine von ihren Eltern abgelehnte Zahnkorrektur wünscht, wobei die nötigen finanziellen Mittel aus ihrem Vermögen zu entnehmen seien.
Mit Entscheid von 7. Dezember 2016 errichtete das Familiengericht eine Beistandschaft gemäss Art. 308 ZGB zur Begleitung einer allenfalls angezeigten Zahnkorrektur und nötigenfalls zur Vertretung und Entnahme der Mittel aus dem Kindesvermögen.
Dagegen erhob der Vater, A.________, am 23. Januar 2017 beim Obergericht des Kantons Aargau Beschwerde, weil er die Zahnkorrektur für unnötig hält.
Am 7. August 2017 reichte A.________ beim Bundesgericht eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ein. Ferner stellt er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und verlangt eine Parteientschädigung von mindestens Fr. 430.--.
Mit Entscheid vom 14. August 2017 wies das Obergericht die kantonale Beschwerde ab.
Erwägungen:
1. Nachdem das Obergericht zwischenzeitlich über die kantonale Beschwerde entschieden hat, ist die vor Bundesgericht eingereichte Rechtsverzögerungsbeschwerde gegenstandslos geworden. Das Verfahren ist in Anwendung von Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP abzuschreiben und es bleibt, über die Kosten zu entscheiden.
2. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Diesbezüglich ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege somit gegenstandslos.
Führt eine Partei in eigener Sache Beschwerde, wird nur in Ausnahmefällen eine Parteientschädigung zugesprochen, was sogar dann gilt, wenn ein Rechtsanwalt in eigener Sache auftritt ( BGE 129 II 297 E. 5 S. 304). Voraussetzung für eine ausnahmsweise Entschädigung ist nach konstanter Rechtsprechung (letztmals Urteil 2C_807/2016 vom 17. Juli 2017 E. 6.3), dass es sich um eine komplexe Sache mit hohem Streitwert handelt und die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat. Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. Mangels eines Entschädigungsanspruches ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch insoweit gegenstandslos.
3. Die Verfahrensabschreibung fällt in die Zuständigkeit des instruierenden Mitglieds ( Art. 32 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Die Rechtsverzögerungsbeschwerde und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege werden als gegenstandslos abgeschrieben.
2. Es werden weder Gerichtskosten erhoben noch Entschädigungen zugesprochen.
3. Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. August 2017
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Möckli