Debt collection: Late filing of legal objections (Rechtsvorschlag) and deemed service of court decisions triggering appeal deadline.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the debtor's appeal as inadmissible due to the expiry of the appeal deadline and lack of sufficient reasoning, affirming the lower court's decision not to enter into the matter. The debtor had challenged the enforcement office's rejection of his legal objections (Rechtsvorschlag) as late in three debt collection proceedings; his subsequent complaint to the cantonal appellate court was dismissed as time-barred, and that decision stands. The enforcement office's ruling and the appellate decision remain in force, with the debtor ordered to pay CHF 500 in court costs. The appeal was filed outside the ten-day deadline under Art. 100 para. 2 lit. a of the Federal Supreme Court Act (BGG), which was triggered by the deemed service of the challenged decision on 16 August 2024, making the 2 September 2024 filing untimely; moreover, the appeal failed to address the lower court's refusal on timeliness grounds, violating the substantive reasoning requirement of Art. 42 para. 2 BGG.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; Debt collection: Late filing of legal objections (Rechtsvorschlag) and deemed service of court decisions triggering appeal deadline: The debtor had challenged the enforcement office's rejection of his legal objections (Rechtsvorschlag) as late in three debt collection proceedings; his subsequent complaint to the cantonal appellate court was dismissed as time-barred, and that decision stands. The enforcement office's ruling and the appellate decision remain in force, with the debtor ordered to pay CHF 500 in court costs. The appeal was filed outside the ten-day deadline under Art. 100 para. 2 lit. a of the Federal Supreme Court Act (BGG), which was triggered by the deemed service of the challenged decision on 16 August 2024, making the 2 September 2024 filing untimely; moreover, the appeal failed to address the lower court's refusal on timeliness grounds, violating the substantive reasoning requirement of Art. 42 para. 2 BGG.
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KI-generiertThe appeal was dismissed as inadmissible due to expiry of the appeal deadline, which was determined by this provision.
Used to declare the appeal inadmissible in a simplified procedure because it was untimely and lacked sufficient reasoning.
The appellant was ordered to pay the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_569/2024
Urteil vom 5. September 2024
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
*gegen*
Betreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen.
Gegenstand
Rückweisung von Rechtsvorschlägen,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, vom 5. August 2024 (ABS 24 246).
Erwägungen:
1. Dem Beschwerdeführer wurden am 3. Mai 2024 die Zahlungsbefehle in den Betreibungen Nrn. xxx, yyy und zzz zugestellt. Am 14. Mai 2024 (Poststempel) erhob der Beschwerdeführer Rechtsvorschlag. Das Betreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, wies die Rechtsvorschläge mit Verfügungen vom 23. Mai 2024 als verspätet zurück. Der Beschwerdeführer holte die drei Sendungen nicht ab.
Am 27. Juni 2024 (Postaufgabe) erhob der Beschwerdeführer Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern. Mit Entscheid vom 5. August 2024 trat das Obergericht auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht ein.
Dagegen hat der Beschwerdeführer am 2. September 2024 (Poststempel) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.
2. Der angefochtene Entscheid ist dem Beschwerdeführer am 9. August 2024 zur Abholung gemeldet worden. Er hat ihn jedoch nicht abgeholt. Der Beschwerdeführer musste mit der Zustellung von gerichtlichen Sendungen rechnen, weshalb der Entscheid spätestens als am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellversuch als zugestellt gilt (sog. Zustellfiktion). Der angefochtene Entscheid gilt damit als am 16. August 2024 zugestellt, womit die zehntägige Beschwerdefrist (
Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG
) am Montag, 26. August 2024, ablief. Die am 2. September 2024 der Post übergebene Beschwerde ist damit verspätet.
Im Übrigen enthält die Beschwerde auch keine genügende Begründung (
Art. 42 Abs. 2 BGG
). Der Beschwerdeführer bestreitet, dass er die Rechtsvorschläge verspätet erhoben hat. Er geht jedoch nicht darauf ein, dass seine Beschwerde an das Obergericht verspätet war.
Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Der Abteilungspräsident tritt auf sie im vereinfachten Verfahren nicht ein (
Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG
).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (
Art. 66 Abs. 1 BGG
).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, mitgeteilt.
Lausanne, 5. September 2024
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Zingg