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5A_561/2015 KI-generiert

Involuntary placement for suicide risk: admissibility of appeal after measure lifted and lack of current legal interest.

Geschäftsnummer 5A_561/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to entertain the appellant's appeal and dismissed it, with no court fees imposed, thereby upholding the lower court's decision to strike the case as moot. The appellant had challenged a cantonal court order that had dismissed his appeal against a provisional involuntary placement for psychiatric care, which had already been lifted. The Supreme Court ruled the appeal inadmissible because the appellant lacked a current legal interest following the termination of the placement, and his claim for compensation for deprivation of liberty was outside the scope of the proceedings, though he could pursue a separate liability action under Article 454 of the Civil Code. The Court also found that the appellant failed to provide sufficient legal reasoning to demonstrate a violation of federal or constitutional law as required by Article 42 of the Federal Supreme Court Act.

Legislator-Regeste

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Art. 454 ZGB, Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 76 al. 1 lit. b BGG; Involuntary placement for suicide risk: admissibility of appeal after measure lifted and lack of current legal interest: The appellant had challenged a cantonal court order that had dismissed his appeal against a provisional involuntary placement for psychiatric care, which had already been lifted. The Supreme Court ruled the appeal inadmissible because the appellant lacked a current legal interest following the termination of the placement, and his claim for compensation for deprivation of liberty was outside the scope of the proceedings, though he could pursue a separate liability action under Article 454 of the Civil Code. The Court also found that the appellant failed to provide sufficient legal reasoning to demonstrate a violation of federal or constitutional law as required by Article 42 of the Federal Supreme Court Act.

Schlagwörter

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gesetzliche Voraussetzung rechtlich geschütztes Interesse Entfernungsmassnahme im Ausländerrecht Haftentschädigung Beschwerdelegitimation Verstrickungsbruch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 76 al. 1 lit. b BGG

Main ground for non-entry: the appellant lacked a current and practical interest after the involuntary placement was lifted.

Art. 42 al. 1 et 2 BGG

Procedural ground: the appeal lacked the required legal reasoning and was therefore inadmissible.

Art. 108 al. 1 lit. a et b BGG

Procedural basis for deciding by simplified procedure and not entering the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_561/2015

Urteil vom 17. Juli 2015

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Gelterkinden/Sissach.

Gegenstand

Fürsorgerische Unterbringung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 10. Juni 2015 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft (Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Vizepräsident).

Nach Einsicht

in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 10. Juni 2015 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, das ein Beschwerdeverfahren (gegen die am 27. Mai 2015 angeordnete vorsorgliche fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers) als gegenstandslos abgeschrieben hat,

in Erwägung,

dass das Kantonsgericht erwog, die Unterbringung des Beschwerdeführers sei am 8. Juni 2015 aufgehoben worden, das Beschwerdeverfahren sei daher als gegenstandslos abzuschreiben, es bestünden keinerlei Anhaltspunkte für eine unrechtmässige Unterbringung, nachdem der Beschwerdeführer, wie sich aus den Akten ergebe, zuvor mehrfach suizidale Äusserungen gemacht habe,

dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG von vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer eine Entschädigung wegen "Freiheitsberaubung" fordert, weil diese Forderung weder Gegenstand des kantonsgerichtlichen Verfahrens bildete noch Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens sein kann,

dass es dem Beschwerdeführer unbenommen bleibt, bei den zuständigen kantonalen Gerichten eine Verantwortlichkeitsklage nach Art. 454 ZGB zu erheben,

dass sodann der Beschwerdeführer nach der Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung kein schutzwürdiges, d.h. kein aktuelles und praktisches Interesse an der Aufhebung oder Abänderung dieser Massnahme mehr hat ( Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass schliesslich die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind ( Art. 106 Abs. 2 BGG ),

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand der Erwägungen des Kantonsgerichts aufzeigt, inwiefern dessen Verfügung vom 10. Juni 2015 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,

dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,

dass keine Gerichtskosten zu erheben sind,

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Gelterkinden/Sissach und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juli 2015

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann