Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_543/2022 KI-generiert

Untimely Appeal Regarding Debtor Instruction Suspension

Geschäftsnummer 5A_543/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

In this case before the Swiss Federal Tribunal, the complainant challenged a decision made by the Cantonal Court of Schwyz on June 9, 2022, regarding the refusal to grant suspensive effect to an appeal against a debtor instruction issued by the District Court of March on April 28, 2022. The complainant sought to have this decision annulled and the suspensive effect granted in the appeal process. However, the complaint was submitted after the allowable 30-day period for filing appeals, making it late and leading to its rejection by the court. The initial appeal decision was notified to the complainant's legal representative on June 10, 2022, despite contrary claims of a later notification date. The challenge was not filed until July 13, 2022, surpassing the deadline of July 11, 2022. Additionally, the Federal Tribunal noted that even if the complaint were timely, it was inadmissible due to its lack of constitutional rights violation allegations, which is required for interim measures like suspensive effect decisions.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 98 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Untimely Appeal Regarding Debtor Instruction Suspension: The complainant sought to have this decision annulled and the suspensive effect granted in the appeal process. However, the complaint was submitted after the allowable 30-day period for filing appeals, making it late and leading to its rejection by the court. The initial appeal decision was notified to the complainant's legal representative on June 10, 2022, despite contrary claims of a later notification date. The challenge was not filed until July 13, 2022, surpassing the deadline of July 11, 2022. Additionally, the Federal Tribunal noted that even if the complaint were timely, it was inadmissible due to its lack of constitutional rights violation allegations, which is required for interim measures like suspensive effect decisions.

Schlagwörter

KI-generiert
Aufschiebende Wirkung (Schuldneranweisung) vereinfachtes Verfahren vorsorgliche Einstellung nachträglicher Rechtsvorschlag gesetzliche Frist aufschiebende Wirkung Einstellung des Konkursverfahrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning regarding the strict requirement (Rügepflicht) for challenging preliminary decisions under Art. 98 BGG.

Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The appeal was dismissed in simplified procedure based on these provisions.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court ordered the appellant to pay the court costs based on this provision.

Art. 93 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning, indicating that the decision was not appealable as a final decision under this article (though non-admission was ultimately based on timeliness and Art. 108 BGG).

Art. 98 BGG

Cited in the reasoning, as the decision was deemed preliminary (precautionary measure) only allowing constitutional complaints under this article.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_543/2022

Urteil vom 2. August 2022

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.A.________,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Claudia Camastral,

Beschwerdeführer,

gegen

B.A.________,

vertreten durch Rechtsanwältin Susanne Crameri,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Aufschiebende Wirkung (Schuldneranweisung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz vom 9. Juni 2022 (ZK2 2022 28).

Sachverhalt:

Im Zusammenhang mit einer vom Bezirksgericht March am 28. April 2022 verfügten Schuldneranweisung erteilte das Kantonsgericht Schwyz der vom Beschwerdeführer eingereichten Berufung mit Verfügung vom 9. Juni 2022 keine aufschiebende Wirkung. Gegen diese Verfügung wendet sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2022 an das Bundesgericht mit den Begehren um deren Aufhebung und Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Berufungsverfahren.

Erwägungen:

1. Die angefochtene Verfügung wurde der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers entgegen deren Behauptung nicht am 23., sondern am 10. Juni 2022 zugestellt, wie sich aus Track and Trace für die Sendung mit der Nr. 98.38.126667.00077442 ergibt. Die 30-tägige Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) begann folglich am 11. Juni 2022 zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ), endete am Sonntag 10. Juli 2022 und verlängerte sich auf Montag 11. Juli 2022 ( Art. 45 Abs. 1 BGG ). Die erst am 13. Juli 2022 der Post übergebene Beschwerde erweist sich somit als verspätet und es ist nicht auf sie einzutreten.

2. An diesem Resultat würde sich nichts ändern, wenn sie rechtzeitig eingereicht worden wäre:

Verfügungen und Entscheide über die aufschiebende Wirkung sind nicht verfahrensabschliessend und damit Zwischenentscheide ( BGE 134 II 192 E. 1.5), die nur unter den besonderen Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden können, wobei diese in der Beschwerde darzutun sind ( BGE 137 III 324 E. 1.1; 141 IV 289 E. 1.3). Diese werden nicht dargelegt und auch deshalb könnte auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

Sodann ist der Entscheid über die aufschiebende Wirkung eine vorsorgliche Massnahme im Sinn von Art. 98 BGG ( BGE 134 II 192 E. 1.5; 137 III 475 E. 2), weshalb nur verfassungsmässige Rechte als verletzt gerügt werden können, wofür das strikte Rügeprinzip gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG gilt und bloss appellatorische Ausführungen ungenügend sind (zu den diesbezüglichen Begründungsvoraussetzungen namentlich BGE 134 II 244 E. 2.2; 142 II 369 E. 2.1; 142 III 364 E. 2.4). Die Beschwerde beschränkt sich auf rein appellatorische Ausführungen; Verfassungsrügen werden weder explizit noch dem Sinn nach erhoben. Auch aus diesem dritten Grund könnte auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten.

4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz mitgeteilt.

Lausanne, 2. August 2022

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli