Appeal on Procedural Delay Mooted by Principal Judgment Issuance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA father, who is not married to the mother of his two daughters, challenged a decision made by the Regional Court of Berner Oberland, which determined child custody arrangements by granting custody to the mother, establishing visitation rights for the father, and ordering child support payments from him. He appealed this decision to the Higher Court of the Canton of Bern. Subsequently, he filed a complaint for legal delay with the Swiss Federal Tribunal in August 2024, claiming the higher court was not proceeding promptly with his appeal. However, before this complaint could be addressed, the Higher Court issued a decision on the appeal in mid-August 2024, reaffirming the original decision, thereby rendering the legal delay complaint moot.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 7 BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 71 BGG, Art. 72 BZP; Appeal on Procedural Delay Mooted by Principal Judgment Issuance: He appealed this decision to the Higher Court of the Canton of Bern. Subsequently, he filed a complaint for legal delay with the Swiss Federal Tribunal in August 2024, claiming the higher court was not proceeding promptly with his appeal. However, before this complaint could be addressed, the Higher Court issued a decision on the appeal in mid-August 2024, reaffirming the original decision, thereby rendering the legal delay complaint moot.
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KI-generiertCited by the President to rule on the case becoming moot due to the higher cantonal court having ruled on the merits, granting the President the authority to close the file.
Cited in the dispositive to order that no court costs be levied.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_502/2024
Urteil vom 30. August 2024
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Rechtsverzögerung.
Sachverhalt:
Der Beschwerdeführer und die Kindsmutter, mit welcher er nicht verheiratet ist, haben zwei Töchter.
Mit Entscheid vom 31. Juli 2023 regelte das Regionalgericht Berner Oberland die Kindesbelange (Obhutszuteilung an die Mutter, Besuchsrecht des Beschwerdeführers, Unterhaltszahlungen durch den Beschwerdeführer, u.a.m.). Dagegen reichte der Beschwerdeführer beim Obergericht des Kantons Bern eine Berufung ein.
Mit Beschwerde vom 5. August 2024 rügte der Beschwerdeführer für das obergerichtliche Verfahren eine Rechtsverzögerung.
Mit Berufungsentscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 13. August 2024 wurde der erstinstanzliche Entscheid bestätigt.
Erwägungen:
1. Im Zusammenhang mit Zivilverfahren vor oberen kantonalen Instanzen kann beim Bundesgericht jederzeit Rechtsverzögerungsbeschwerde eingereicht werden ( Art. 72 Abs. 1, Art. 94 und Art. 100 Abs. 7 BGG ).
2. Nachdem das Obergericht in der Sache selbst entschieden hat, ist die Rechtsverzögerungsbeschwerde gegenstandslos geworden und das diesbezügliche bundesgerichtliche Verfahren ist als erledigt abzuschreiben. Hierfür ist der Abteilungspräsident zuständig ( Art. 32 Abs. 2 BGG ).
3. Angesichts der konkreten Umstände sind keine Gerichtskosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 BGG ) und der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Umtriebsentschädigung (vgl. BGE 125 II 518 E. 5b; zuletzt Urteile 5A_502/2023 vom 20. März 2024 E. 7; 5F_22/2023 vom 7. Dezember 2023 E. 4.1 und 4.3; 6B_1227/2023 vom 10. Januar 2024 E. 5). Eine summarische Begründung zur Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes als Grundlage der Kostenverteilung ( Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP ) ist somit entbehrlich.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Das Verfahren 5A_502/2024 wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien mitgeteilt.
Lausanne, 30. August 2024
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Möckli