Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_487/2012 KI-generiert

Compulsory Care Release and Guardianship Transfer Jurisdiction Challenge

Geschäftsnummer 5A_487/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a complaint regarding a custodial measure under civil law, specifically concerning their confinement in a psychiatric clinic. The complaint was directed against a decision by the administrative court of a canton, which had not taken action on the individual’s request for release from custody and instead redirected it to the clinic for consideration. Additionally, a related request concerning guardianship matters was also forwarded to the appropriate authority. The administrative court determined that it lacked the jurisdiction to address these requests and required further justification from the complainant regarding the claims against the administrative court's decision. Ultimately, the complaint was found to be insufficiently substantiated, leading to the dismissal of the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 397a Abs. 1 ZGB, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG; Compulsory Care Release and Guardianship Transfer Jurisdiction Challenge: The complaint was directed against a decision by the administrative court of a canton, which had not taken action on the individual’s request for release from custody and instead redirected it to the clinic for consideration. Additionally, a related request concerning guardianship matters was also forwarded to the appropriate authority. The administrative court determined that it lacked the jurisdiction to address these requests and required further justification from the complainant regarding the claims against the administrative court's decision. Ultimately, the complaint was found to be insufficiently substantiated, leading to the dismissal of the appeal.

Schlagwörter

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Obhutsübertragung vormundschaftliche Angelegenheit Verfassungsgerichtsbarkeit Anfechtung von Verwaltungsverfügungen richterliche Fürsorgepflicht begleitetes Besuchsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used in the dispositive to declare the appeal inadmissible due to insufficient grounds (lack of proper reasoning).

Art. 68 Abs. 2 BGG

While not explicitly numbered in the main decision text (only Art. 108 BGG is mentioned in the reasoning related to Art. 68, which is often used for costs in non-merit cases), this decision cites no cost provision in the dispositive orders (1, 2, 3). However, the reasoning states: 'dass keine Gerichtskosten erhoben werden'. Since the dispositive explicitly states '2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben', and this is the standard outcome when following Art. 108 BGG non-admission, I will only include provisions explicitly cited in orders 1, 2, or 3. The final operative part only confirms the non-admission and the waiver of costs, but does not cite a specific cost article (like Art. 66 LTF) in the operative clauses. Therefore, relying strictly on the provided operative orders (1, 2, 3), only Art. 108 is explicitly cited as the basis for the operative decision (1).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_487/2012

Urteil vom 29. Juni 2012

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau.

Gegenstand

Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 22. Juni 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau (1. Kammer).

Nach Einsicht

in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 22. Juni 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, das auf ein Gesuch der Beschwerdeführerin vom 19. Juni 2012 um Entlassung aus dem (gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB angeordneten) fürsorgerischen Freiheitsentzug in der Psychiatrischen Klinik A.________ nicht eingetreten ist, das Schreiben vom 19. Juni 2012 an die Klinik zur Behandlung als Entlassungsgesuch überwiesen hat, auf eine weitere Eingabe der Beschwerdeführerin vom 20. Juni 2012 betreffend Übertragung der Vormundschaft ebenfalls nicht eingetreten ist und das Schreiben an die Vormundschaftskammer des Obergerichts zur Behandlung überwiesen hat,

in Erwägung,

dass das Verwaltungsgericht erwog, ihm fehle die Zuständigkeit zur Behandlung der beiden Eingaben, für die Behandlung des Entlassungsgesuchs sei nämlich die Klinik zuständig, weshalb das Schreiben der Klinik zur Behandlung zu überweisen sei, erst gegen einen abweisenden Entlassungsentscheid der Klinik könne die Beschwerdeführerin mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Verwaltungsgericht gelangen, für die Frage der Übertragung der Vormundschaft sei sodann die Vormundschaftskammer des Obergerichts zuständig, weshalb auch die zweite Eingabe an die zuständige Behörde zu überweisen sei,

dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden verwaltungsgerichtlichen Erwägungen eingeht,

dass sie erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 22. Juni 2012 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,

dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,

dass keine Gerichtskosten erhoben werden,

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Juni 2012

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann