Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_479/2025 KI-generiert

Mandatory Psychiatric Treatment and Insufficiently Reasoned Appeal

Geschäftsnummer 5A_479/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Mandatory Psychiatric Treatment and Insufficiently Reasoned Appeal The case involves an individual suffering from chronic paranoid schizophrenia, who has repeatedly undergone involuntary commitment, and was instructed by the Child and Adult Protection Authority (KESB) to undergo mandatory ambulatory psychiatric treatment every 28 days for two years, a measure that was subsequently extended for another two years. The Supreme Court dismissed the appeal against the cantonal administrative court's decision, finding that the appellant failed to sufficiently articulate a violation of constitutional rights, as is required when challenging the application of cantonal law (which authorized the ambulatory measure). Since the appellant merely expressed dissatisfaction with the decision and vaguely requested international assistance without demonstrating how the administrative court arbitrarily applied the law or infringed upon fundamental rights, the appeal was deemed insufficiently reasoned and inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 437 ZGB, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Mandatory Psychiatric Treatment and Insufficiently Reasoned Appeal: The Supreme Court dismissed the appeal against the cantonal administrative court's decision, finding that the appellant failed to sufficiently articulate a violation of constitutional rights, as is required when challenging the application of cantonal law (which authorized the ambulatory measure). Since the appellant merely expressed dissatisfaction with the decision and vaguely requested international assistance without demonstrating how the administrative court arbitrarily applied the law or infringed upon fundamental rights, the appeal was deemed insufficiently reasoned and inadmissible.

Schlagwörter

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Ambulante Behandlung psychiatrische Behandlung Zwangsmedikation Grundrechte Gesuch an eine Behörde begründeter Entscheid Erwachsenenschutz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not entered upon because it was obviously insufficiently substantiated, decided by the President in simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court waived the collection of court fees due to the specific circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_479/2025

Urteil vom 18. Juni 2025

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Bovey, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

KESB Thal-Gäu/Dorneck-Thierstein,

Wengimattstrasse 2, Schmelzihof, 4710 Balsthal.

Gegenstand

Ambulante Behandlung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 27. Mai 2025 (VWBES.2025.147).

Sachverhalt:

Der Beschwerdeführer leidet seit Jahren an einer chronisch paranoiden Schizophrenie und wurde deswegen wiederholt mittels fürsorgerischer Unterbringung in der Psychiatrischen Klinik B.________ behandelt. Aktuell befindet er sich aufgrund einer fürsorgerischen Unterbringung im Wohnheim C.________.

Mit Entscheid vom 26. April 2023 erteilte die KESB Thal-Gäu/Dorneck-Thierstein dem Beschwerdeführer die Weisung, sich mindestens alle 28 Tage für eine ambulante Behandlung in das Psychiatrische Ambulatorium D.________ zu begeben und dabei den aufgestellten Behandlungsplan lückenlos einzuhalten. Diese Weisung war auf zwei Jahre befristet.

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verlängerte die KESB diese ambulante Massnahme mit Entscheid vom 23. April 2025 um zwei Jahre.

Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 27. Mai 2025 ab.

Mit Eingabe vom 16. Juni 2025 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht.

Erwägungen:

1. Aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in

Art. 437 ZGB

können die Kantone ambulante Massnahmen vorsehen. Diese beruhen mithin auf kantonalem Recht, vorliegend auf § 126 EG ZGB/SO.

2. Die Verletzung kantonalen Rechts überprüft das Bundesgericht nur im Zusammenhang mit einer Verletzung verfassungsmässiger Rechte, wobei die Rüge im Vordergrund steht, dass das kantonale Recht willkürlich angewandt worden sei (

BGE 139 III 225

E. 2.3;

140 III 385

E. 2.3;

142 III 153

E. 2.5

;

145 I 108

E. 4.4.1). Hierfür gilt das strenge Rügenprinzip (

Art. 106 Abs. 2 BGG

).

3. Der Beschwerdeführer bringt, soweit die Eingabe textlich verständlich ist, einzig zum Ausdruck, dass er mit dem angefochtenen Entscheid nicht einverstanden sei und er internationale Hilfeleistung "im ganz richtigen System" brauche. Daraus lässt sich nicht erschliessen, inwiefern das Verwaltungsgericht verfassungsmässige Rechte verletzt haben soll.

4. Somit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

).

5. Angesichts der konkreten Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (

Art. 66 Abs. 1 BGG

).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB Thal-Gäu/Dorneck-Thierstein und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn mitgeteilt.

Lausanne, 18. Juni 2025

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Bovey

Der Gerichtsschreiber: Möckli