Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_470/2017 KI-generiert

Adult Protection Measures Appeal Timeliness Challenge

Geschäftsnummer 5A_470/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A legal case was initiated following a risk assessment concerning an individual that prompted the family court to open a procedure under child and adult protection laws. Initially, the court decided to forgo any protective measures on a provisional basis. The individual contested this decision, arguing points related to the court's reasoning and the temporary nature of the decision. However, their appeal to a higher court was rejected. Subsequently, the individual submitted an appeal to the federal court, which examined the timeliness of this submission relative to the established deadlines. Ultimately, it was determined that the appeal was submitted late, leading to a refusal to consider it further.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Adult Protection Measures Appeal Timeliness Challenge: Initially, the court decided to forgo any protective measures on a provisional basis. The individual contested this decision, arguing points related to the court's reasoning and the temporary nature of the decision. However, their appeal to a higher court was rejected. Subsequently, the individual submitted an appeal to the federal court, which examined the timeliness of this submission relative to the established deadlines. Ultimately, it was determined that the appeal was submitted late, leading to a refusal to consider it further.

Schlagwörter

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Prüfung einer Massnahme Erwachsenenschutzverfahren Risikobewertung Schutzdauer Leitverfahren Klagefrist Tatzeitpunkt

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was not admitted based on this procedural rule concerning inadmissibility.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used in the dispositive to waive the collection of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_470/2017

Urteil vom 26. Juni 2017

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Bezirksgericht Baden, Familiengericht.

Gegenstand

Prüfung einer Massnahme,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts

des Kantons Aargau, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 20. April 2017.

Sachverhalt:

Aufgrund einer Gefährdungsmeldung eröffnete das Familiengericht Baden als Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bezüglich A.________ ein Verfahren. Mit Entscheid vom 7. September 2016 verzichtete es einstweilen auf eine behördliche Massnahme.

A.________ kritisierte beschwerdeweise verschiedene Erwägungen sowie, dass gemäss Dispositiv nur "einstweilen" auf Massnahmen verzichtet worden sei. Mit Entscheid vom 20. April 2017 (zugestellt am 22. Mai 2017) wies das Obergericht des Kantons Aargau die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.

Dagegen reichte A.________ am 22. Juni 2017 beim Bundesgericht eine Beschwerde ein.

Erwägungen:

1. Nach eigenen Angaben in der Beschwerde sowie belegt durch den Auszug Track & Trace nahm der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid am 22. Mai 2017 in Empfang. Damit wurde die 30 Tage betragende ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) Beschwerdefrist ausgelöst ( Art. 44 Abs. 1 BGG ) und sie lief am 21. Juni 2017 ab. Die Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid nennt die Frist; der Passus "innert 30 Tagen" ist sogar fett gedruckt. Die erst am 22. Juni 2017 der Post übergebene Beschwerde ist folglich verspätet.

2. Nach dem Gesagten ist im Verfahren gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten.

Entsprechend den konkreten Umständen rechtfertigt es sich, von Gerichtskosten abzusehen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bezirksgericht Baden, Familiengericht, und dem Obergericht des Kantons Aargau, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Juni 2017

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Möckli