Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_454/2023 KI-generiert

Property Dispute and Late Appeal Dismissal

Geschäftsnummer 5A_454/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a couple who lived in a property that was forcibly auctioned off during a debt collection procedure, resulting in the property being acquired by another party. Despite the sale, the couple refused to vacate the house, prompting the new owner to seek their eviction through legal proceedings. A civil court ordered the couple to leave the property by a specified date, failing which an official eviction would ensue at the request of the new owner. The couple appealed to the Appellate Court of Basel-Stadt, which dismissed their appeal. Subsequently, they filed a delayed complaint to the Swiss Federal Tribunal, arguing against leaving the property and requesting the purchaser to reverse the house purchase. However, their complaint was deemed inadmissible due to being filed past the deadline and lacking sufficient justification.

Legislator-Regeste

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Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; Property Dispute and Late Appeal Dismissal: Despite the sale, the couple refused to vacate the house, prompting the new owner to seek their eviction through legal proceedings. A civil court ordered the couple to leave the property by a specified date, failing which an official eviction would ensue at the request of the new owner. The couple appealed to the Appellate Court of Basel-Stadt, which dismissed their appeal. Subsequently, they filed a delayed complaint to the Swiss Federal Tribunal, arguing against leaving the property and requesting the purchaser to reverse the house purchase. However, their complaint was deemed inadmissible due to being filed past the deadline and lacking sufficient justification.

Schlagwörter

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Ausweisung (Grundeigentum) Zwangsverwertung von Grundstücken Ausweisungsverfahren Eigentumsübertragung Schätzungsverfahren verspätete Kündigung Recht auf Besitzkehrung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG

The presiding member decided not to enter into the appeal in the simplified procedure because it was obviously inadmissible and lacked sufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided to waive the collection of court costs as an exception.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5A_454/2023

Urteil vom 19. Juni 2023

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

1. A.A.________,

2. B.A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

C.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Ausweisung (Grundeigentum),

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, vom 8. Mai 2023 (ZB.2023.18).

Erwägungen:

1. Die Liegenschaft der Beschwerdeführer (U.________strasse xxx, Grundbuch V.________, Sektion yyy, Liegenschaftsparzelle zzz), die von ihnen selbst bewohnt wird, wurde am 26. Januar 2023 in einem Betreibungsverfahren zwangsversteigert. Der Zuschlag ging an den Beschwerdegegner. Nachdem die Beschwerdeführer erklärt hatten, dass sie das Haus nicht verlassen würden, stellte der Beschwerdegegner am 9. März 2023 ein Gesuch um Ausweisung im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen. Mit Entscheid vom 13. April 2023 wies das Zivilgericht Basel-Stadt die Beschwerdeführer an, das vom Beschwerdegegner ersteigerte Einfamilienhaus bis spätestens 2. Mai 2023, 11:30 Uhr, zu räumen, andernfalls auf Antrag des Beschwerdegegners die amtliche Räumung vollzogen werde.

Dagegen erhoben die Beschwerdeführer am 18. April 2023 Berufung beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. Mit Entscheid vom 8. Mai 2023 wies das Appellationsgericht die Berufung ab, soweit es darauf eintrat.

In Bezug auf diesen Entscheid sind die Beschwerdeführer am 9. Juni 2023 (Postaufgabe) an das Bundesgericht gelangt und haben um Fristerstreckung ersucht. Mit Schreiben vom 13. Juni 2023 hat das Bundesgericht den Beschwerdeführern mitgeteilt, dass die Beschwerdefrist nicht erstreckbar ist ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Mit einer auf den 14. Juni 2023 datierten Eingabe (Postaufgabe 15. Juni 2023) haben die Beschwerdeführer Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.

2. Die Beschwerdeführer haben den angefochtenen Entscheid am 15. Mai 2023 in Empfang genommen. Die dreissigtägige Beschwerdefrist ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) begann demnach am 16. Mai 2023 zu laufen und endete am 14. Juni 2023. Die erst am 15. Juni 2023 der Post übergebene Beschwerde ist damit verspätet ( Art. 48 Abs. 1 BGG ).

Im Übrigen setzen sich die Beschwerdeführer auch nicht mit den Erwägungen des Appellationsgerichts auseinander, sondern schildern ihre Sicht auf das Verfahren. Zudem erklären sie, das Haus auf keinen Fall zu verlassen, und sie bitten den Beschwerdegegner, von der Ersteigerung des Hauses zurückzutreten.

Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Das präsidierende Mitglied der Abteilung tritt auf sie im vereinfachten Verfahren nicht ein ( Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG ).

3. Es rechtfertigt sich ausnahmsweise, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, mitgeteilt.

Lausanne, 19. Juni 2023

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg