Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5A_386/2007 KI-generiert

Federal Supreme Court Upholds Dismissal of Denial of Justice Claim Due to Interdiction Superseding Provisional Measure

Geschäftsnummer 5A_386/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a complaint filed by an individual regarding the alleged inactivity of the Canton of Aargau’s Court in response to their request to immediately revoke the provisional removal of their mother's legal capacity, which had been enacted in October 2003. The individual's claim was deemed moot since the mother had already been formally incapacitated by a district court decision in March 2007. Consequently, the court found no legal basis for the complaint as there was no failure to act by the Aargau Court, and the individual was without a legally protected interest in the matter. The court also noted that any appeal against the guardianship decision should have been made in the appropriate lower jurisdiction before it could be considered by the federal court.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 94 BGG, Art. 386 Abs. 2 ZGB, Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 75 Abs. 1 BGG, Art. 109 BGG; Federal Supreme Court Upholds Dismissal of Denial of Justice Claim Due to Interdiction Superseding Provisional Measure: The individual's claim was deemed moot since the mother had already been formally incapacitated by a district court decision in March 2007. Consequently, the court found no legal basis for the complaint as there was no failure to act by the Aargau Court, and the individual was without a legally protected interest in the matter. The court also noted that any appeal against the guardianship decision should have been made in the appropriate lower jurisdiction before it could be considered by the federal court.

Schlagwörter

KI-generiert
Handlungsfähigkeit E-Justice Justizirrtum Rechtsverwirkung zivilrechtliche Entmündigung Kompetenzkonfliktbeilegung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 109 BGG

The decision on the appeal was rendered according to the procedure outlined in this article (simplified procedure for inadmissibility).

Art. 75 Abs. 1 BGG

Cited to explain that challenging the curatorship decision should first occur before cantonal authorities, indicating why a direct federal appeal was premature.

Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not entertained because the appellant had no legally protected interest in the decision concerning the alleged procedural denial.

Art. 94 BGG

The appeal was initially received as a denial of justice appeal under this provision.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_386/2007 /blb

Urteil vom 16. Juli 2007

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Raselli, Präsident,

Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Meyer,

Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau,

Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau.

Gegenstand

Rechtsverweigerung.

Das Bundesgericht hat nach Einsicht

in die als Rechtsverweigerungsbeschwerde nach Art. 94 BGG entgegengenommenen Eingaben, mit welchen sich der Beschwerdeführer - soweit für das bundesgerichtliche Verfahren erheblich - über die Untätigkeit des Obergerichts des Kantons Aargau bei der Behandlung seiner Klage vom 10. Juni 2007 auf sofortige Aufhebung des am 13. Oktober 2003 (durch den Gemeinderat G.________ gestützt auf Art. 386 Abs. 2 ZGB ) angeordneten vorläufigen Entzugs der Handlungsfähigkeit seiner Mutter beschwert,

in Erwägung,

dass auf das allein zum Zwecke der Behinderung der Justiz gestellte und daher missbräuchliche Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen den Präsidenten und die Mitglieder der II. zivilrechtlichen Abteilung nicht einzutreten ist ( BGE 111 Ia 148 E. 2, 105 Ib 301 E. 1c und d),

dass sich sodann die beim Obergericht des Kantons Aargau am 10. Juni 2007 erhobene Klage des Beschwerdeführers auf Aufhebung des vorläufigen Entzugs der Handlungsfähigkeit seiner Mutter als gegenstandslos erweist, weil die Mutter am 29. März 2007 durch das Bezirksgericht Zofingen entmündigt und damit der Entzug der Handlungsfähigkeit durch die Entmündigung ersetzt worden ist, wie das Bezirksamt Zofingen dies dem Beschwerdeführer am 19. Juni 2007 mitgeteilt hat,

dass entgegen den (diesbezüglich den Begründungsanforderungen der Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG nicht genügenden und ausserdem unbelegten) Behauptungen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich ist, weshalb der Entmündigungsentscheid vom 29. März 2007 "null und nichtig" sein soll,

dass es somit hinsichtlich der Klage vom 10. Juni 2007 zufolge ihrer Gegenstandslosigkeit keine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung durch das Aargauer Obergericht geben kann und der Beschwerdeführer kein rechtlich geschütztes Interesse an der Beurteilung der gerügten formellen Rechtsverweigerung hat ( Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG ),

dass schliesslich die Entmündigung nicht direkt beim Bundesgericht, sondern zunächst bei den kantonalen Behörden anzufechten wäre und erst gegen einen letztinstanzlichen Entscheid dieser Behörden die Anrufung des Bundesgerichts offen stünde ( Art. 75 Abs. 1 BGG ),

dass das Vorliegen eines letztinstanzlichen kantonalen Entscheids nicht aktenkundig ist, weshalb zum Vornherein kein Anlass zur Eröffnung eines bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bezüglich der Entmündigung besteht,

dass somit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführer als Sohn seiner von den vormundschaftlichen Massnahmen betroffenen Mutter zur Beschwerdeführung befugt ist,

dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen (Begehren auf Aufhebung des Entmündigungsentscheids) gegenstandslos wird,

dass keine Gerichtsgebühr erhoben wird,

im Verfahren nach Art. 109 BGG erkannt:

1. Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Juli 2007

Im Namen der II. Zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: