Applicant v. Cantonal High Court (Delay and Refusal of Justice)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a couple who lost the administration rights of their children's assets following a family court decision, which appointed a guardian instead. Despite attempts to have this decision overturned, including superprovisional requests and complaints about legal delays, the previous rulings were upheld. During the legal proceedings, concerns about the family's situation were raised, leading to further guardianship decisions. Ultimately, after several legal interventions, the appeal process became moot as the higher court had already made determinations regarding the case, leading to the dismissal of the appellant's request.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 94 BGG, Art. 71 BGG, Art. 72 BZP, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Applicant v. Cantonal High Court (Delay and Refusal of Justice): Despite attempts to have this decision overturned, including superprovisional requests and complaints about legal delays, the previous rulings were upheld. During the legal proceedings, concerns about the family's situation were raised, leading to further guardianship decisions. Ultimately, after several legal interventions, the appeal process became moot as the higher court had already made determinations regarding the case, leading to the dismissal of the appellant's request.
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KI-generiertUsed to rule that no court costs shall be levied in this instance.
Applied in conjunction with Art. 72 BZP to dismiss the proceedings as they became devoid of purpose.
Applied in conjunction with Art. 71 BGG to dismiss the proceedings as they became devoid of purpose.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_343/2017
Verfügung vom 12. Juni 2017
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Möckli.
Verfahrensbeteiligte
A.A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
1. Bezirksgericht U.________,
2. Obergericht des Kantons Aargau, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Rechtsverweigerung; Rechtsverzögerung (Verwaltung des Kindesvermögens).
Sachverhalt:
A.A.________ und B.A.________ sind die Eltern von C.A.________ und D.A.________.
Mit Entscheid des Familiengerichts U.________ vom 10. Dezember 2014 wurde den Eltern die Verwaltung des Kindesvermögens entzogen und dafür ein Beistand eingesetzt. Den erhobenen Rechtsmitteln war kein Erfolg beschieden (Urteil 5A_514/2015 vom 30. Juni 2015).
Am 25. April 2016 beantragte A.A.________ die superprovisorische Aufhebung dieser Massnahme, unter Ablehnung der Richter und der Gerichtsschreiberin. Mit Verfügung vom 4. Mai 2016 wurden das Superprovisorium und Ausstandsbegehren abgewiesen und die Beiständin zur Stellungnahme eingeladen. Den Rechtsmitteln war kein Erfolg beschieden (Urteil 5A_713/2016 vom 30. September 2016).
Parallel zum erwähnten Verfahren ging beim Familiengericht am 4. Mai 2016 eine Gefährdungsmeldung der Kantonspolizei über die familiäre Situation der Eheleute A.________ ein. Am 7. Dezember 2016 errichtete dieses über D.A.________ eine weitere separate Beistandschaft mit spezifischem Aufgabenkatalog.
Am 17. Januar 2017 erhob A.A.________ beim Obergericht des Kantons Aargau gegen das Familiengericht eine Rechtsverzögerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde.
Am 26. April 2017 erhob er beim Bundesgericht eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen das Obergericht, verbunden mit einem superprovisorischen Antrag auf Rückübertragung der Verwaltung des Kindesvermögens. Mit Präsidialverfügung vom 8. Mai 2017 wurde der superprovisorische Antrag abgewiesen.
Am 15. Mai 2017 wies das Obergericht die Beschwerde vom 17. Januar 2017 ab.
Erwägungen:
1. Wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung kann jederzeit Beschwerde geführt werden ( Art. 94 BGG ). Indes hat das Obergericht zwischenzeitlich über die kantonale Beschwerde entschieden und insofern ist die vor Bundesgericht gegen das Obergericht erhobene Beschwerde wegen Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung gegenstandslos geworden.
2. Infolge Gegenstandslosigkeit ist das Verfahren in Anwendung von Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP abzuschreiben. Hierfür zuständig ist das präsidierende bzw. instruierende Mitglied ( Art. 32 Abs. 2 BGG ).
3. Es werden ausnahmsweise keine Kosten erhoben ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Damit ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos, zumal keine Parteientschädigung in Betracht fällt ( BGE 125 II 518 E. 5b S. 519; 129 II 297 E. 5 S. 304).
Demnach verfügt das präsidierende Mitglied:
1. Das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Juni 2017
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Möckli